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Danach

Langsam komme ich wieder runter. Hätte ich vorher auch nicht gedacht, wie anstrengend ein Wahlkampf sein kann. Auch wenn man wie ich nur so am entfernten Rand beschäftigt ist. Das Ergebnis ist ja wenig erfreulich. Nur 50% Wahlbeteiligung ist bitter. Und überall ein gesunkener Frauenanteil. Hmmm. Dieses neue Persönlichkeitswahlrecht in Bremen (erst die 2. Wahl nach diesem System) hat doch deutlich noch Schwächen, wenn wieder oft nur die Lautesten nach vorne kommen… Finde ich zumindestens. Aber langsam werden für mich auch andere Dinge wieder spannend.  Auch wenn ich noch merke, dass mir noch oft die Energie fehlt, mich abends dann wirklich aufzuraffen, auch wirklich mit dem Nähen anzufangen.

Aber die Pläne stehen und auch schon zum Teil die Vorarbeit. Ich will mir einen Blouson aus Sweatshirtstoff nähen. Da kombiniere ich ganz neue Dinge: Sweatshirtstoff (noch nie genäht), einen Schnitt aus der Fashion Style (noch nie was daraus genäht) und dann gleich ein Übergrößenschnitt (die Zeiten von Größe 42 sind vorbei…). Mal sehen.

Stoffe für Blouson.

Stoffe für Blouson.

Dann nähe ich noch ein Kleid für meine Tochter nach ihren eigenen Wünschen: langärmelig und aus Jersey. Dann braucht sie keinen Pullover drunter ziehen und das ist sooo viel praktischer. Ich hatte immer gedacht, daß Pullover und Rock viel praktischer seien, da ich nicht alles nach einmal Tragen waschen muß. Aber da hatte ich wohl ganz falsche Vorstellungen. Ich habe den Schnitt von ihrem Lieblingskleid abgepaust und vergößert, den aus dem ist sie schon rausgewachsen. Hier das Oberteil noch ohne Rockteil. Da sie wirklich ziemlich gewachsen ist, mußte ich unten noch mal einen Streifen ansetzen. Ich habe die Stoffe auf dem Holländischen Stoffmarkt gekauft und da eh nur Rollen mit 0,5m Stofflänge angeboten wurden, habe ich mich für drei verschiedene Stoffe mit ähnlichen Farben entschieden. Ich hoffe, am Ende ist das ganze dann doch nicht irgendwie zu viel. Der Rock wird dann gestreift…

Kleid oben.

Kleid oben.

Und damit auch ein bischen Routine dabei ist, nähe ich ein T-Shirt nach dem bei mir bewährten T-Shirt Schnitt aus der Ottobre aus einem Jersey-Reststück. Die Farbe und das Muster haben mich total angesprochen, obwohl ich seit ewigen Zeiten eigentlich kein Blau mehr getragen haben (tja, Farbberatung). Den Stoff habe ich aus Hannover von Stoffreich.

T-Shirt-Stoff.

T-Shirt-Stoff.

Und dann auch noch was fertiges:

Birds.

Birds.

Mein Wandbehang mit einem Valori Wells Stoff. Ich mag das Motiv total gerne, hatte aber Mühe den richtigen Stoff für die Einfassung zu finden. Das ist jetzt auch ein Stoff von Valori Wells und ich finde das Pink ist super dazu. Ich bin noch nicht ganz sicher, habe aber schon eine Idee, wo es hängen soll… Ich hoffe sehr, dass es gefallen wird.

Turbo Frühling

Da habe ich doch so schöne Fotos von den ersten Blüten meiner Blutpflaume im Garten gemacht und nun ist es eigentlich zu spät es zu posten, weil draußen die Blüte schon wieder durch ist. Von erstem Frühling zu Vollfrühling. Gefühlt in Sekunden. Der Garten ist grün und ich habe jetzt schon wieder vergessen, wo ich die ganzen Stauden in meinen Minibeeten verbuddelt habe. Jetzt ist schon absehbar, daß es ein Jahr für Mohn (mitlerweile überall), Rosen und Perlhyazinten ist. Und Spontanvegetation…

Blutpflaume.

Blutpflaume.

Die Tomaten kommen auch gut und dieses Jahr will ich es unter dem Glasdach versuchen. Das sollte ja mal bessere Erträge als die Murmeln vom letzten Jahr bringen. Aber die Auswilderung nach draußen ist immer mein größtes Problem: ich mache es wohl immer zu apprupt und die Pflanzen kriegen dann Sonnenbrand, müssen ganz neue Blätter austreiben und sind dann super spät dran. Mal sehen, ob ich es diese Jahr besser hinbekomme.

Die Tasche ist eines von meine letzten Projekten und sie ist zwar wieder deutlich größer geworden als eigentlich geplant, aber das kann beim Einkauf ja nicht ganz falsch sein. Ich hoffe sie gefällt   :-))) Für den Süden braucht frau was maritimes finde ich.

Maritime Tasche.

Maritime Tasche.

Und dann habe ich auch noch ein Strickprojekt abgeschlossen. Nein, nicht den Pullover der Ewigkeit. Ich habe ein Dreieckstuch fertig bekommen. Hiermit fing es an. Leinengarn aus Schweden mit Holzstricknadeln und einer schwedischen Anleitung von meinen Eltern aus dem Urlaub mitgebracht. Kann man auch im webshop kaufen habe ich eben festgestellt…

Ausgangszustand

Ausgangszustand.

Und nun ist es wirklich ein Dreieckstuch und das orange Garn habe ich bis auf den letzten Zentimeter aufgebraucht. Das Tuch ist zweifädig mit rot und orange immer rechts gestrickt und das schlimmste war nach der Mitte zu hoffen, das das Garn bis zum Ende reicht… Hat super geklappt. Mit den Troddeln habe ich mich zu Anfang etwas schwer getan, aber sie gefallen mir doch sehr gut am Tuch und sind auch haltbar. Und dazu ist das 100% Leinengarn zwar auf den ersten Griff recht drahtig und wenig kuschelig, aber beim Tragen ist es das gar nicht mehr sondern sehr angenehm. Und es wärmt tatsächlich gut, trotz der großen Löcher im Gestrick.

Tuch fertig.

Tuch fertig.

Dann habe ich noch eine Transportschutz-Hülle für das Tablett gemacht. Ich nehme das Ding einmal im Monat zu meiner Fortbildung mit und so einfach in Rucksack werfen war mir nicht geheuer. Ist ja auch nicht meins.

Hülle mit fleißigen Bienen.

Hülle mit fleißigen Bienen.

Die Hülle ging ganz schnell nach einer Schnittanleitung im Netz. Aber die Verarbeitung ist mir etwas schlampig geraten (nicht zentriert, Außennähte etwas krumm…). Funktioniert aber trotzdem wunderbar und vor allem ging es damit mal recht schnell. Ich mag den Stoff von Tula Pink einfach sehr. Ich freue mich, daß ich ich den jetzt für das Projekt einfach genommen habe anstatt ihn nur zu hegen und zu pflegen und nie zu benutzen. Übrigens bemühe ich mich sehr, viel aus den Beständen zu benutzen und nicht nur zu horten. Sollte man nicht meinen bei meinen Vorräten. Aber meine nächsten Projekte sind alle aus dem Vorrat. Zum Teil zumindestens.

Zum Abschluß hier aber nix von mir, sondern aus der (gezähmten) Natur. So schön blüht mein Zierapfel im Garten. Meine zwei Apfelbäume, bei deren Befruchtung er helfen soll, haben zusammen diese Jahr allerdings nur 5 Blüten…

Malus.

Malus.

Fragen und Antworten

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Ich habe eine Anfrage von Meermädchens Mama bekommen, ein paar Fragen zu beantworten und über mich zu schreiben. Dafür hat sie mich für den Liebster Award vorgeschlagen. Ich fühle mich sehr gescheichelt und habe mir viel Mühe gegeben. Daher hat alles lange gedauert (außerdem noch akute Mattigkeit dank Erkältung und Dienstreise dazwischen…). Ganz davon abgesehen kenne ich mich mit nettikette nicht so aus und hoffe mal, ich mache alles richtig. Ich traue mich aber noch nicht, andere anzufragen. Daher am Ende nur ein paar links zu meinen momentanen Lieblings-Blogs.
Vielen Dank noch mal für dein Interesse! Hier also die Fragen (und Antworten):
1. Nenne drei Worte, die dich beschreiben.
Schüchtern, begeisterungsfähig, bedächtig
2. Über welches Thema bloggst du und wie bist du dazu gekommen?
Hauptsächlich über meine Handarbeitsprojekte, aber auch über mein Leben drumherum. Ich war zu der Zeit ziemlich unzufrieden mit den “Ergebnissen” meines Lebens. Ich habe mich oft gefragt, wo die Zeit geblieben ist und was ich überhaupt gemacht habe. Mit kleinem Kind, Arbeit und Haushalt hatt ich das Gefühl nichts wirklich zu schaffen, sondern immer nur zu machen. Besser kann ich es nicht beschreiben. Ich wollte einen Ort, wo ich meine fassbaren Ergebnisse dokumentieren kann. Ein Projekttagebuch. Um zurück zu blicken mit dem Wissen: das habe ich gemacht. Und um mich zu motivieren, Projekte auch zum Ende zu bringen und nicht 5% vor Abschluß liegen zu lassen. Ein bischen eine Möglichkeit der Bestandsaufnahm und auch zur Motivation. Wenn ich erst mal angkündigt habe, was zu machen, muß ich es auch machen…
3. Wissen die Menschen in deiner näheren Umgebung von deinem Blog und was halten sie davon?
Ja, viele wissen davon. Ich kriege manchmal Rückmeldungen zu schönen Bildern oder Projekten. Manchmal auch Hinweise zu Rechtschreibfehlern. Viele sagen aber auch gar nichts dazu. Ich habe meine Lieben aber oft beim Schreiben im Kopf und weiß, dass sie es lesen. Das ist nett und eine gute Möglichkeit trotz Schüchternheit in Kontakt zu treten und zu bleiben.
4. Was war für Dich ein besonderer Glücksmoment im Leben?
5. Hast du vor etwas Angst und was tust du dagegen?
Die Vorstellung, das meine Tochter von einem Auto überfahren wird macht mir Angst. Ich habe ihr als Kleinkind wohl eine Heidenangst vor Autos eingeimpft: sie ist immer sofort auf den Gehsteig gesprintet, wenn ich “Auto” gerufen habe. Jetzt hoffe ich darauf, dass sie aufpasst. Loslassen und vertrauen, daß sie gelernt hat, sich im Straßenverkehr zu bewegen.  Meine Angst vor wachsender Intoleranz lässt sich nicht so leicht bekämpfen. Nur immer wieder den Mund aufmachen und was sagen hilft etwas gegen die Hilflosigkeit: ich will mich nicht von einer heteronormativen Welt vereinnahmen lassen. Ich spreche selber meine Meinung und keiner spricht für mich. Ich bin Feministin und es ist mir egal, ob das hip ist oder nicht. Ich glaube daran: Bildung gefärdet Vorurteile. Und wer andere, die anders sind als man/frau selbst als weniger Wert ansieht muß sich fragen, warum das eigene Selbstwertgefühl so fragil ist. Unterschiede sind nicht das Problem, die Wertung ist es.
6. Was darf in deinem Leben auf gar keinen Fall fehlen?
Spontan: Schokolade!
7. Wie startest du am liebsten in den Tag?
Ausschlafen, Frühstücken mit 2-3 Tassen Kaffee und Brötchen und Zeitung.
8. Liest du gerne Bücher? Welches ist dein Lieblingsbuch?
Ja, Lieblingsbuch ist aber schwierig. Ganz toll fand ich in der letzten Zeit ” A Case of Exploding Mangoes” von Mohammed Hanif. All time favorite sind vermutlich die Lymond Cronicles von Dorothy Dunnett (6 Bände, nur 3 davon auf Deutsch übersetzt). Würde ich bei Feuer aus dem Haus retten. Aber ganz toll finde ich auch “Rita das Raubschaf und der Fluch der Karibikhunde” (Martin Klein), viel von Terry Pratchett (Habe gerade heute “Toller Dampf voraus” zuende gelesen und dann von seinem Tod erfahren. He will be missed! Und Sam Vimes, Tiffany Weh und Detritus sind die besten Helden der Welt!) , “Die mohnrote See” von Amitav Ghosh,  Gedichte von Byron oder Andrew Marvell, Quiltbücher, opulente Bollywood-Bildbände, alles von Allison Bechdell, “Tipping the Velvet” von Sarah Waters, “Game of Thrones” und und und… Ich lese gerne.
9. Über welchen Witz kannst du lachen?
Slapstick. Mein absoluter Favorit: Buster Keaton. Übrigens für alle BremerInnen: am Samstag, den 28.03.2015 “Sherlock Jr.” von und mit Buster Keaton in Bremen im City 46 mit live Klavier Begleitung um 20:30. Nur so als Tip…
10. Welche Eigenschaft an dir magst du am meisten?
Mein Wunsch, immer wieder zwischen Menschen mit unterschiedlichen Ansichten zu vermitteln, die Fähigkeit verschiedenen Perspektiven zu sehen.
11. Was ist dein ultimativer Gute-Laune-Tipp? Also was tust du, um dich sofort besser zu fühlen?
Musik. Lieblinsmusik auflegen, heimlich mitsingen und tanzen und dabei Stoffe für ein neues Projekt zusammen suchen. Oder bei den Liebsten ankuscheln. Hilft immer.
Und nun noch eine Antwort auf die (ungestellte) Frage: werden die Projekte auch mal fertig? Ja, siehe hier den Wandquilt: abgeschlossen, aufgehängt und wirklich fertig. FERTIG!!!!!
Wandquilt Trip around the World.

Wandquilt Trip around the World.

Und ein Pullover aus den Stoffen, die ich bei meiner ersten Dienstreise nach Berlin bei Frau Tulpe gekauft habe:

Wolkenpullover.

Wolkenpullover.

Das ist der Schnitt Nr 28 aus der Ottobre Nr 4/2012. Supereasy und sitzt gut und durch die Stoffkombi kann man gut Reste aufbrauchen. I will do this again.

Und hier noch ein paar links:

http://stoffsalat.blogspot.de/  Nicht nur ein Super-Stoff-Laden, sondernd immer gut und treffend zu lesen für Stoff-Freunde!

https://kleinekleinigkeiten.wordpress.com/  Blanca hat eine sehr nette Art zu schreiben, inspiriert immer und macht mich neugierig auf Neues.

http://www.yarnharlot.ca/ Auch als beginnende Strickerin immer wieder 100% auf den Punkt. Very funny.

http://soulemama.typepad.com/soulemama/ Läßt mich immer wünschen mein Garten wäre riesig und kein Handtuch. Aber läßt mich immer zufriedener zurück.

http://www.das-mach-ich-nachts.com/ SUPER Anleitungen. Und sehr schöne Projekte. Auch wenn es dann bei mir immere viel kruscheliger aussieht.

http://www.gruen-ist-lila.de/ Nicht immer meine Meinung, aber oft spannend.

http://makezine.com/craft/ Hier gibts die wirklich abgefahren Sachen. Die WELTBESTE Quelle für Halloween-Ideen. Unter anderem.

 

Fortschritte

Irgendwie habe ich momentan mehr Lust zum MACHEN, als zum drüber schreiben. Allerdings bin ich auch gefrustet, daß auf meinen Lieblingsblogs zur Zeit so wenig los ist. Da kann ich ja jetzt nicht auch noch schwächeln. Und da man im Februar ja gerade noch über Kalender schreiben darf (alles 50% billiger ist da ja momentan die Devise und ich muß um alle Super-Sonder-Angebote von Riesen-Format-Kalendern rumschleichen, denn mehr als einen Kalender pro Raum braucht wirklich keiner…) hier also Kalender.

Geschirrhandtücher 1.

Geschirrhandtücher 1.

Ich habe den Stoff bei Spoonflower bestellt, weil mir die Motive so gut gefallen haben. Leider hat die Lieferung aus den US of A doch etwas länger gedauert, daher sind ist der Stoff erst im Januar hier angekommen und ich konnte dann aber schnell die Handtücher daraus nähen. Kalender-Geschirrhandtücher erinnern mich total an meine Kindheit und diese sehen auch noch so nett aus mit den Tieren. Der Fuchs und die Waldtiere wohnen jetzt bei uns in der Küche, die anderen wurden verschenkt und haben in den anderen Küchen hoffentlich auch ihren Nutzen (noch so viel Tage bis zum Umzug, zum Urlaub, zum ersten Bootfahren…). Wenn ich mal Zeit habe, will ich auch ein eigenes Stoffdesign entwerfen und drucken lassen. Mit Meerscheinchen drauf!

Geschirrhandtücher 2.

Geschirrhandtücher 2.

Und dann endlich ein Foto von der einfachsten Jacke wo gibt, die ich nach einem Schnitt von Kleine Kleinigkeiten genäht habe. Die offenkantige Verarbeitung war für die Perfektionistin in mir leider nicht durchzuhalten. Daher habe ich die offene Kante noch mit Schrägband eingefasst. Das hat auch nicht lange gedauert und ich bin mit 2m Band ganz genau hingekommen. Das nächste Mal würde ich das ganze vermutlich aus Strickstoff und nicht aus Jersey nähen. Das fällt bestimmt etwas lockerer.

Schnelle Jacke.

Schnelle Jacke.

Un dann sind zwei Shirts fertig . Eines mit kurzen, eines mit langen Ärmeln. Beides Schitte aus der Ottobre. Mitlerweile habe ich den Dreh raus und es geht immer schneller. Bei dem T-Shirt habe ich diese mal kein Gummiband in den Ärmel eingezogen um sie zu raffen. Damit sind die Ärmel etwas länger und das ganze trägt sich sehr bequem. Das langärmelige Shirt (Raglanschnitt) lag bestimmt schon über ein Jahr fertig zugeschnitten hier rum. Die Fertigstellung war dann viel schneller gemacht, als ich immer befürchet hatte. Den Ausschnitt habe ich mit Rippen-Bündchen versäubert und auch das klappt immer besser. Diese Mal fast keine Hubbel an der Naht und der Ausschnitt ist genau richtig geworden. Bei vielen Schnitten aus der Burda, die ich in der letzten Zeit verwendet hatte, ist der Ausschnitt beim handling immer weiter geworden, so daß ich mich dann später in den Teilen nicht mehr wohl gefühlt habe. Abgesehen davon, daß bei meinen schmalen Schultern, alles gar nicht mehr sitzt. Dieser Schnitt ist aber super und kommt bestimmt noch mal zum Einsatz.

Streifen sind hipp.

Streifen sind hipp.

Karos auch.

Karos auch.

Noch mal ein Wort zum Nähen von Jersey: ich wünsche mir schon lange eine Overlock-Maschine, damit ich Strick- und Jersey-Stoffe besser verarbeiten kann. Ein sehr günstiges Modell von Aldi hat sich bei mir jedoch als Totalausfall erwiesen. Ich habe nie ein gutes Ergebnis erzielt und 3 Profis haben mir mit der Einstellung auch nicht weiterhelfen können. Danach war ich dann lange gefrustet und habe meine Stretch-Stoffe alle nicht angefaßt. Diese Shirts sind jetzt mit dem Overlock-Stich meiner über 25 Jahre alten Husquarna-Nähmaschine entstanden. Das Ergebnis ist mehr als OK. Es dauert zwar länger, da ich alle Nähte nach dem Nähen noch mit der Zic-Zack-Schere versäubern muß, aber die Nähte sind nicht gedehnt oder wubbeln. Das macht wohl die Übung mit der Maschine und ihre Toleranz fast allen Stoffdicken gegenüber. Vor allem sind die Nähte stabiler: selbst ein Durchgang im Wäschetrockner (ich hatte die selbstgenähten Teile da nicht reingetan…) haben sie ohne Blessuren überstanden. Und der Kinderpullover, den ich auch genäht habe, ist OFT in der Wäsche. Fazit: Frau braucht nicht unbedingt eine Overlock. Eine normale, gute Nähmaschine mit Stretch-Stich tut es für normale Fälle auch. So spare ich dann auf eine richtig gute Overlock. Oder eine richtig protzige Nähmaschine, die besser quilten kann. Mal sehen.

Erst mal ist mein Erspartes hier hin gewandert:

TK 35.

TK 35.

Damit kann ich im Sommer ein Open Air Kino im Garten veranstalten (mir fehlt nur noch der 35mm Film). Und ich werde mich immer an meine Zeit als Filmvorführerin erinnern und vor allem an den besten Filmvorführer von allen. Ich vermisse dich Ralph. Aber als die Maschine das erste mal bei mir lief und ich das Schnurren und Klackern gehört habe, dabei den typischen Geruch nach Schmiere, da hat mich das sehr glücklich gemacht. Ich werde die Maschine in Ehren halten. Nächste Woche setze ich mich an den Ton. Und an das Quilten mit der Nähmschine.

Jahreszeit

Nun haben wir also ein neues Jahr und der richtig große Bruch/Übergang usw ist mir scheinbar entgangen. Da hier die Weihnachtsbäume erst am 24.01. abgeholt werden und unserer so lange noch drinnen bleiben darf, ist es jetzt nicht so sehr anders als im Dezember. Es kommt nochmal dazu, dass ich erst jetzt meine neu genähten Weihnachtsdecken auflegen kann.

Rentierdeckchen.

Rentierdeckchen.

Das ist ein kleines Deckchen mit den Resten vom selbstgemachten Schrägband vom Weihnachtsläufer. Ich mag den Stoff total gerne. Habe ich letztes Jahr in großen Mengen für eine Tischdecke gekauft. Dann ist es aber eben nur die Rückseite bzw andere Seite für diesen Läufer geworden und eben ein kleines Deckchen. Ich habe dann aber noch genug Stoff für eine richtige Decke für die nächste Saison. Ich bin ganz glücklich mit dem schmalen grünen Streifen zwischen den beiden Mustern. Manchmal ist es doch gut, wenn man einen großen Stoffvorrat hat…

"Rückseite" vom Weihnachtsläufer.

“Rückseite” vom Weihnachtsläufer.

Ausserdem habe ich noch den Rest der zu langen Upcycling-Tasche zu einem Nähkörchen verarbeitet. Ging ziemlich fix und wird super genutzt. Damit sitze ich seltener auf der Schere oder dem Nadelkissen, wenn ich unten auf dem Sofa vor dem Fernseher Fäden vernähe oder quilte. Und es passt sogar ein 30cm Lineal rein (brauche ich für das Vorzeichen der Quiltlinien). Alle Nähutensilien sind zusammen und dabei auch gut sichtbar. Spart eine Menge rumgesuche.

Nähkörbchen.

Nähkörbchen.

Ausserdem gibt es noch ein Strickkörbchen bzw eigentlich ein Kosmetiktäschchen. Falls ich dann Stricken will, finde ich das Projekt auch mit allen Nadeln wieder (ein Spiel mit nur 4 Nadeln wirft einen echt zurück). Ich hatte den Stoff bei einem Kosemtiktäschchen bei Stoffknopf gesehen und mußte es einfach nachnähen. Ich mag die Tula Pink Stoffe und an einem Camping-Stoff konnte ich so gar nicht vorbeigehen. Die anderen Stoffe sind alle aus dem Fundus. Der Schnitt ist von Das mach ich nachts. Super genaue Anleitung und ich bin mit der Ergebnis sehr zufrieden. Ich werde auf jeden Fall noch mehr von den Täschchen nähen. Ich habe nähmlich eine Quelle für günstige Reißverschlüsse aufgetan.

Strickkörbchen.

Strickkörbchen.

Aber erst mal die unmittelbaren Aussichten/Plänen: aus diesem Rest (die Streifen sind so, daß ist kein Belichtungsfehler) soll ein T-Shirt entstehen. Wahrscheinlich nach dem Ottobre Schnitt, den ich schon zwei mal genutzt habe.

Aussichten 1.

Aussichten 1.

Dies sind die Socken, die Frauke für mich gestrickt hat, weil ich bei meinem ersten Paar nach fast 2 Jahren immer noch bei Socke 1 1/2 bin. Passen perfekt und sind super warm. Meine Füße sind übrigens gleich groß, auch wenn das nicht so aussieht. Vielen Dank!

Aussichten 2.

Aussichten 2.

Und hier die Aussicht aus meinem Nähatelier. Erinnert mich daran, daß ich am Wochenende unbedingt auch mal raus muß…

Aussichten 3.

Aussichten 3.

New and Old

Es ist so eine Zeit, da fühle ich mich richtig alt. Immer müde und dem Programm nicht gewachsen. Dabei kriege ich es doch bei Licht besehen alles ganz gut hin. Auf jeden Fall ist dies nun doch ein Grund mein Upcycling-Projekt etwas genauer vorzustellen und mein erstes Tutorial zu schreiben:

Ausgangszustand.

Ausgangszustand.

Das Top passte mir einfach nicht mehr und die Zeit für halb-Bauch-frei ist auch mehr so vorbei. Und die Hose hat nie richtig gepasst (Stoff sieht schön aus, hat aber null Stretch-Eigenschaften: sehr unbequemes tragen bzw Fahrrad-Fahren…). Da habe ich mir gedacht, daß eine neue Umhängetasche zu meinen mindestens 9 Lieblingstaschen ja wirklich nötig wäre. Vor allem, da ich ja schon ALLES zur Ferigstellung habe.

Also 1. Schritt: Ewiges Überlegen, Planen, Messen und Denken (Dauer ca. 6 Wochen)

2. Schritt: Mittelteil des Tops herausschneiden. Dafür habe ich nur den unteren Rand unterhalb der Stickerei gerade mit dem Rollschneider gekappt und oben unterhalb des Ausschnittes ebenfalls einen geraden Schnitt gemacht. Bei der Hose habe ich die Beine aufgetrennt (entlang der Naht geschnitten) und versucht, dabei möglichst große Teile zu erhalten. Die Teile für den Hauptteile der Tasche sahen dann so aus:

2. Schritt.

2. Schritt.

Damit habe ich dann eine grünen Schlauch für den oberen Teil und mehrere Stücke Cordstoff für den unteren Teil. Ich habe mir erst aus dem Cordstoff einen kurzen Beutel mit dem selben Durchmesser wie vom grünen Schlauch genäht. Dann habe ich diese zwei Teile zusammen genäht. Dabei habe ich wieder mal festgestellt, daß es nicht so einfach ist, einen stretchigen Stoff an einen Stoff so ganz ohne Stretch zu nähen. Das war das Problem mit der Hose: kein Stretch… Jedenfalls, nachdem ich an dann die Falten alle wieder aufgetrennt hatte und alles schön verbessert hatte, sah das ganze so aus.

3. Schritt.

3. Schritt.

Ich habe mich dann noch für einen weiteren dünneren Streifen Cordstoff am oberen Ende der Tasche entschieden. Der grüne Stoff war/ist einfach nicht stabil genug, um einen Gurt daran zu befestigen. Danach habe ich dann die Länge für den quer über der Schulter zu tragenden Gurt ausgemessen und die entsprechenden Teile aus der Hose (Resten der selben) ausgeschnitten. Dafür brauchte ich 2x die Länge von ca. 55cm und die Breite von ca. 11-12cm.  Bei dem Gurt habe ich dann noch eine Verstärkung mit dünnem Volumenvlies (H 630) aufgebügelt.

4. Schritt.

4. Schritt.

Dann habe ich die beiden Gurtteile in der Länge verbunden und dann die Langsseite geschlossen. Dann mußte ich das ganze nur (!) noch wenden und nach dem bügeln habe ich zur Stabilierung noch jeweils eine Naht ca 0,7 cm der Länge nach auf jeder Seite abgesteppt. Dann noch einen Futterstoff ausgesucht und damit eine identische Tasche genäht. Den Futterstoff habe ich ebenfalls mit Volumenvlies verstärkt und noch eine Innentasche aufgenäht.

5. Schritt.

5. Schritt.

Zu diesem Zeitpunkt ist dann aufgefallen, daß das Verhältnis von Breite zu Tiefe der Tasche nicht so ganz hinkommt. Sie war einfach viel zu lang: etwas wie ein Schlauch. Und ein sicherer Weg in dieser Tasche viele Dinge auf ewig zu verlieren. Zähneknirschend habe ich dann sowohl bei der Außen- wie auch bei der Futtertasche jeweils den Boden und damit 6cm an Länge abgeschnitten. Danach bei beiden Taschenteilen den Boden neu gemacht und auch noch ein Volumenvlies auf den grünen Stoff aufgebügelt. Das wäre wohl schon zu einem früheren Zeitpunkt besser gewesen. But better late than never… Dann die wurden die Außentasche und die Futtertasche mit der rechten Seite aufeinander zusammengesteckt. Dabei habe ich den nach innen gefalteten Gurt mit zwischen den Lagen fixiert und das ganze am oberen Rand zusammen genäht. Dabei immer eine nicht zu kleine Wendeöffnung lassen…

Durch diese Wendeöffnung die Tasche wenden, alles schön platt und glatt gebügelt und den offenen Teil mit der Hand mit Hexenstich geschlossen. Dann habe ich den oberen Rand ebenfalls noch mit ca 0,7 cm Abstand zum Rand abgesteppt. Voila, und so sieht es aus:

Fertig.

Fertig.

Fazit des Projektes: frau kann am Anfang nicht so sicher Planen, wie bei einem “neuen” Projekt. Wie sich der Stoff verhält und ob die Stoffmenge ausreicht zeigt sich erst im Verlauf der Arbeit. Aber ich finde es total schön, die beiden Sachen weiterbenutzen zu können. Und es war auch total schön ein Projekt nur aus schon vorhandenen Materialien zu machen. Zwei große Stapel mit alten Pullovern, Hosen usw. liegen hier noch zur Verarbeitung. Mal sehen. Was das Tutorial angeht: da muß ich wohl noch an meiner Dokumentation der Schritte arbeiten…

Und dieses ist nun übrig geblieben:

Resteverwertung.

Resteverwertung.

Und da ich wirklich alles wiederverwerten will, nähe ich daraus noch ein kleines Körbchen. Die Kombination mit dem Wishing Tree Stoff von Valorie Wells gefällt mir gut und wird hier das Futter. Und viele gute Wünsche sind ja zum heutigen Tag auch genau richtig. Als allerletzen Gruß an alle LeserInnen hier meine diesjährige Weihnachtsdecke. Die habe ich am 24.12. um 15:30 fertig gestellt. Just in time. Die zweite Seite davon gibt es im Neuen Jahr. Alles Liebe an Euch alle und zum Abschluß kann ich mich nur Blanca von kleinekleinigkeiten anschließen: ich wünsche mir ein buntes 2015 ohne Pegida sondernd mit vielen verschiedenen Menschen, die alle Spaß an Vielfalt und Neugier auf das Leben haben. See you on the other side.

Weihnachten 2014.

Weihnachten 2014.

 

 

Holiday

Für ein paar Tage waren wir in Amsterdam und die Stadt ist auch im November eine Reise wert.

Holiday.

Holiday.

Leider hatte ich nicht gut genug geplant und so waren wir nicht Montags da, wenn der große Stoffmarkt stattfindet. Also gab es mehr Kultur.

Klassiker.

Klassiker.

Und da hat sich der Religionsunterricht doch gelohnt: ich konnte die ganze Geschichte von Isaak, Jakob und Esau erzählen. Dort hängen aber auch eine Menge Bilder, wo ich bei der Erklärung aber doch noch etwas geschönt/zensiert habe…

Und ein ganz kleines bisschen Borte habe ich auch gekauft. Ein Laden in der Albert Cuypstraat (ich glaube es war Nanucci Tessuti, vielleicht auch der Laden gleich nebenan). Wunderschöne, mit allem Glitzer der Welt bestickte Chiffonstoffe. Das wäre perfekt für jeden Bollywoodfan. Leider auch zu Preisen oberhalb von € 129,00/m. Und die Stoffe waren es wirklich wert. Daher habe ich nun nur etwas Kleines zum verzieren erworben. Kann ich wahrscheinlich auch öfter tragen, als eine Glitzerkreation.

Borte.

Borte.

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