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Oh, ja hallelujah. Ziemlich geschockt und reichlich unglücklich. Dabei ist es die Wahl der US-Amerikaner gewesen und nicht mal meine. Sonst wäre ich wahrscheinlich noch deprimierter. Ich habe schon etliche Stadien durch: Unglaube und Entsetzten (das sind nicht wirklich die Nachrichten…), Verzweiflung (the world is going to hell in a handbasket…), Wut (wenn ich den jetzt in meine Finger kriegen könnte, würde es sehr, sehr schmerzhaft für ihn werden…) und dann wieder alles von vorne. Wobei bittererweise die Gewaltfantasien am hartnäckigsten sind.

Ich wünschte den Slogan „I refuse to hate“ von einigen Demonstranten in den USA könnte ich so für mich annehmen. Aber ich bin voller Wut über einen lügenden Rassisten, der glaubt es ist das Recht jedes reichen, weißen Mannes jede Frau zu belästigen, die im gefällt. Die anderen sind ekelig und gehören „nur“ einfach beleidigt. Ein weinerlicher Schulhofschläger, der immer nur Sündenböcke sucht, jeden überbrüllt und lügt und dann jeden verklagen will, der ihn der Lüge bezichtigt. Und diese Wut behört auch genauso denen, die ihn gewählt haben.

Da bin ich ganz bei John Oliver oder bei Billy Bragg, der sich fragt warum jetzt noch den Feministinnen und Linken die Schuld am Wahlsieg gegeben wird:

„If you voted for Trump for no other reason than you genuinely despise the liberal elite, then at the very least you have discounted his racist language – „they’re rapists, drug-dealers“ – and misogynistic views – „I just grab ‚em by the pussy“.

You may not be a racist or sexist yourself, but you’re willing to empower someone who is in order to punish liberals.

So please don’t try to justify what you’ve done by blaming it on someone else. You’re the people who put great stock in masculine values, so stop trying to make excuses when you get called out on your decision. Man up and take responsibility for the Trump presidency.

Because the more you try to deflect blame onto the very people you seek to punish, the more it starts to sound like you’re ashamed of what you just did.“

Diese Wahl ist nur der letzte Tropfen in ein eh schon volles Faß: nach dem Brexit, Putin immer wieder, den widerwärtigen Pegida-Demos, den Angriffen auf Flüchtlinsheime auch in meiner Heimatstadt, den Bildern aus Syrien und Somalia und den eklelhaften, dummen und verabscheuenswürdigen Kommentaren einer Frau von Storch und wiederauferstanden „Lebensschützern“, die ich auf dem Abfallhaufen der Geschichte gesehen hatte. Ich bin so wütend, dass ich kurz vor Schaum vor dem Mund stehe und muß mich immer wieder beruhigen. These are not my values.

Auf jeden Fall steht für mich fest: auch wenn ich wohl mit mehr Slogan-T-Shirts rumlaufen muss: nicht resignieren, organisieren. Ich will nicht mehr die Klappe halten bei miesen Sprüchen mit fiesem Unterton nur aus falsch verstandener Höflichkeit. Und ich darf nicht mehr. Ich kann vielleicht nicht viel tun. Aber jeder soll wissen, dass ich nicht der Meinung bin das „man das ja schließlich noch wird sagen dürfen“.  Wir haben Meinungsfreiheit und das ist ein hohes Gut (siehe dazu die Situation in der Türkei). Aber wenn einer wie ein Rassist redet, dann darf und muß ich ihn Rassisten nennen. Und ein Lügner ist ein Lügner und braucht mir nicht mit Lügenpresse zu kommen.

Dazwischen versuche ich den Glauben an die Menschheit nicht zu verliehren und bemühe mich immer wieder, an die zu denken, die nun in den USA mit diese Verhältnissen leben müssen. Es sind immerhin über 50% der Wähler, die den Wicht nicht gewählt haben. Ich drücke euch die Daumen in Maine und auch in Kanada. Und mir persöhnlich hilft wie immer Billy Bragg: I keep faith.

Und dann werde ich  Leonard Cohen vermissen. Ich habe jetzt nur noch eine neue Platte von ihm, auf die ich mich freuen kann. Aber ich liebe die Worte mit seiner Stimme:

Going home

without my burden

Going home

Behind the curtain

Going home

without the costume that I wore.

Spontanvegetation.

Das nächste Mal dann wieder „in costume“.

Heiß und Kalt

Sommer. Gerade hier in Bremen ein immer wieder überraschender Zustand. Wie heißt es so schön auf Bremen-spezifischen Haustürmatten: Schönwetterloch. Weil das gute Wetter hier immer im Loch verschwindet? Oder heißt es doch Schietwetterloch? Ein endloses Thema und immer noch da, wenn einem gar nichts anderes mehr einfällt…

Auf jeden Fall habe ich einen schönen Zackenschal an dem Sommertag im September abgeschlossen, als es erstauenlicherweise über 30°C in Bremen waren und den super luftigen Sommerrock bei unter 12°C im August. Beide sehr schön geworden aber aus erwähnten Gründen noch nicht getragen.

Davon habe ich aber gar keine Fotos gefunden, daher now to somethin completly different:

mein Waxprint-Kleid nach einem Schnitt von Gretchen Hirsch (Buch: Gerties Ultimate Dress Book) von Gerties New Blog for Better Sewing.

Waxprintkleid.

Waxprintkleid.

Der Schnitt aus dem Buch ist das Cranberry Wool Dress und hier ist das Original noch einmal in verschiedenen Details zu sehen. Mir gefällt das Ergebnis sehr! Ich musste gar nicht so viel ändern: die Ärmel etwas länger und am Oberteil unter dem Arm etwas schmaler. Dafür noch eine Anpassung in der Mittelnaht zwischen Oberteil und Rockteil, weil ich nicht ganz gerade bin und da ein Baumwolle-Waxprint eine niedrigere Schulter sofort mit Knittern an dieser Stelle quittiert. Da ich das Kleid im Nähkurs genäht habe hatte ich aber glücklicherweise mit Ruth gleich eine professionelle „Änderin“ da. Die Taille sitzt jetzt schön gerade und ich würde mir die Änderung das nächste Mal auch selbst zutrauen.

Photobombed.

Photobombed.

Schwierig finde ich es immer die richtigen Schuhe zu den Kleidern zu finden. Die roten passen ganz gut, aber ich bin einfach nicht so ein Sommer-Schuh-Fan. Alles was sich mit klobigen Wanderschuhen anziehen lässt ist ok. Das andere bleibt dann meist im Schrank. Schade, aber ich brauche nun mal Schuhe in die auch Einlagen passen. Ausserdem habe ich mittlerweile so gar keine Lust mehr auf Trittchen, die unbequem sind und mit denen ich es nicht mal bis zum See (ca 800m von der Haustür entfernt) ohne Blasen schaffe. Ist mir auch einfach zu teuer: so Billigteilchen, die nach 2 mal Tragen so aussehen, als wäre ein Auto drüber gefahren. Mal ganz abgesehen von der Ressourcen-Verschwendung.

Von dem Stoff ist noch soviel übrig geblieben, dass ich mir noch eine Bluse davon nähen konnte. Davon gibt es aber noch kein Foto. Die habe ich dann ganz alleine hin gekriegt. Worauf ich sehr stolz bin. Auf das Kleid bin ich auch stolz. Ich finde es wunderschön. Mit den kräftigen Farben ist es im prallen Sonnenschein am schönsten, da leuchtet es richtig, bei Regen und Dämmerung sieht es eher ein bischen Wischi-Waschi aus. Das ich in dem Kleid etwas moppelig wirke, liegt wahrscheinlich daran, dass ich mittlerweile auch moppelig bin. Ich fühle mich darin auf jeden Fall besser und auch schöner, als die Bilder das wiedergeben. Ich werde den Schnitt auf jeden Fall noch mal nähen. Ein roter Baumwollstoff mit rot-weißen Punkten drauf liegt hier schon dafür bereit.

Thats the way I like it.

Thats the way I like it.

Die Fotos sind noch im Rest-Sommer im September entstanden. Jetzt wo der Herbst richtig da ist, mach mich der Anblick doch etwas melancholisch.

Summertime.

Summertime.

Ich bin/war von dem Waxstoff so begeistert, dass ich endlich nicht nur alle Stoffe bei Vlisco auf der website angeschmachtet habe, sondernd mir auch bei der Rabatt-Aktion gleich zwei Stoffe bestellt habe. Vlisco ist eine holländische Firma für Waxprintstoffe, die es schon seit 1846 gibt. Sie machen ganz eigene Drucke und Muster. Sie sind mit irgendwelchen anderen Stoffen nicht zu verwechseln. Oft sehe ich mir den ganzen Katalog an und bin einfach nur von den Formen und Farben begeistert.

Vlisco Stoff in grün.

Vlisco Stoff in grün.

Hier habe ich ein Stück mit 2 yard Länge und ich wollte mir eigentlich einen längeren, schmalen Rock daraus nähen. Nachdem der Stoff aber angekommen war und ich ihn in der Hand hatte, war ich mir da nicht mehr sicher. Anders als die anderen Waxprint-Stoffe, die ich bisher in der Hand hatte, ist dieser Stoff fester gewebt und dünner. Er hat einen leichten Schimmer und erinnert mich am ehesten an Voile. Dadurch hat der Stoff einen weicheren Fall als z.B. der Stoff vom Kleid oben. Jetzt tendiere ich eher zu einer Bluse oder einer Tunika. Mal sehen

Vlisco Stoff, wieder in grün.

Vlisco Stoff, wieder in grün.

Dieses ist der zweite Stoff, den ich bestellt habe. Ich liebe Grün. Ist vermutlich zu erahnen gewesen. Dieses Muster hatte mich total fasziniert als ich es auf der Seite gesehen habe. So habe ich jetzt einen Coupon von 6 yards und es soll ein beeindruckendes Kleid werden. Das Grün und Pink sind ziemlich quietschig und sehr auffällig. Da muss ein echtes Statement her. Ich liebe den Stoff sehr (sehr schön auch nach der Wäsche, wenig Knitter-anfällig). Den richtigen Schnitt habe ich dafür aber noch nicht im Kopf.

Summertime again

Hier nun die ersten Bilder von meinen Sommerprojekten. Farbe ist da auf jeden Fall schon mal gut, wenn es Sommer wird. Ich mag die Waxprint-Stoffe schon lange, aber habe sie eher für Quilts genutzt. Da sind dann viele Motive einfach zu groß, da das Schöne und Besondere an  den Stoffen dann ziel zu klein geschnipselt wird. Aber da ich immer mehr Lust an bunten Stoffen auch für Kleidung habe, sind nun auch endlich ein paar lange gehegte Pläne umgesetz worden.

Rock aus Waxprint.

Rock aus Waxprint.

Den Stoff habe ich hier in Bremen nicht mal eine Kilometer von meiner Haustür entfernt bei BriSon gekauft. Es war nur noch ein Reststück und ich habe das ganze schon als weiten Rock gesehen, als ich nur eine Ecke von dem Stoff im Schaufenster gesehen habe. Ausserdem war es ein Sonderangebot. Und ich liebe die Farben. Der Stoff hat den Aufdruck „Veritable Duch Wax Hollandais A 2066“ und ist fast durchgefärbt (das Muster ist nur etwas blasser auf der Rückseite). Die Stoffqualität ist eine feste, dicht gewebte Baumwolle. Er ist deutlich dünner als z.B. ShweShwe-Blaudrucke und hat ziemlich viel Stand.

Daher habe ich Falten als eine gute Idee angesehen, um Weite in den Rock zu kriegen. Ich habe mich für diesen Schnitt aus der Fashion Style 03/2016 entschieden. Was man wegen dem wilden Muster auf dem Rock aus der Zeitschrift nicht sofort sieht: der Schnitt hat vorne auf der einen Seite eine Kellerfalte und auf der anderen Seite  zwei zur Seite gelegte Falten. Hinten ebenso. Das macht bei dem  von mir verwendeten Stoff auf jeden Fall einen extra-dicken Hintern. Und funktioniert auch nicht gut mit den großen Kreisen. Daher habe ich hinten nun 2 Kellerfalten gemacht und vorne eine Kellerfalte und zwei seitliche Falten gelegt. Die Falten habe ich eher nach dem Muster gelegt als direkt nach Schnitt. Wahrscheinlich wären durchgehend Kellerfalten für die Symetrie etwas besser gewesen. So sieht es mit den unterschiedlichen Falten finde ich nicht so sehr nach absichtlichem Design, als mehr nach einem Nähversehen aus.

Midi Rock Vorlage

Midi Rock Vorlage

Der Schnitt war aber super um das allermeiste aus dem Stoff zu machen. Ich habe nur winzige Reste übrig behalten die nicht mal für einen Patchwork-Topflappen reichen. Der Stoff hat gut Stand, knittert aber im Gebrauch kaum. Auch nach dem Fahrrad fahren und zugehöhrigem „hochklammern“ des Rockes zum Kettenschutz konnte ich keine fiesen Knitter finden. Der Rock ist superbequem und fühlt sich sehr gut an. Ist bei mir aber nicht wirklich Midi-Länge geworden (obwohl ich genau die vorgeschriebenen 1,68m groß bin). Ich mag die längere Länge aber so eh lieber. Denn hochhackige Klackerschuhe wie auf der Vorlage habe ich sowieso keine.

Der Saum ist eingehalten, dann umgebügelt und im folgenden ohne eine aufwendige Versäuberung umgenäht. Ich habe den Stoff vorher mit der Zickzachschere geschnitten und beim Nähen innen noch eine Zickzackborte mitgefasst. Ein kleines Detail, das mir sehr gefällt.

Rocksaum innen.

Rocksaum innen.

Als der Rock jedoch fertig war, musste ich feststellen, dass ich so gar kein Oberteil hatte, das farblich und stilistisch zum Rock passt. Da musste ich mir dann noch was entsperechendes nähen. Das Oberteil ist aus sehr dünnem Jersey. Da passte zumindestens die Farbe, aber das Nähen war eine Tortur mit einer normalen Nähmaschiene. Auftrennen war da fast nicht möglich. Der Schnitt ist das Knitt-Sweatheart-Shirt von Gertie Hirsch aus dem Buch „Gertie Sews Vintage Casual“. Im Buch wird extra drauf verwiesen, nicht zu dünne Jerseys zu nehmen… Aber frau muss sich ja nicht an alle Vorgaben halten.

Nachdem mir meine erste gestreifte Version aus dickerm Jersey so gut gefallen hat (Fotos davon später), habe ich einfach mal ein Erfolgsmodell noch einmal genäht. Abgesehen vom Stoff war es supereasy und das beste: ich musste NICHTS ändern.

Oder so.

Oder so.

Es ist eine schöne Sommerkombi. Ich werde auf jeden Fall wieder Waxprint vernähen. Ich habe auch schon ein Kleid genäht, aber davon gibt es noch keine schönen Bilder. Daher später.

Weitere Farben-Projekte wurden ebenfalls abgeschlossen. Der Regenbogenschal ist fertig. Pünklich zum Christoper Street Day. Passend und immer noch und immer wieder ein wichtiger Tag.

Regenbogenschal.

Regenbogenschal.

Die Empfängerin war sehr zufrieden und trägt ihn nur wegen der Temperaturen noch nicht dauerhaft. Die Wolle habe ich vom Woll SB Markt in Bremen.

Happy.

Happy.

Es geht aber auch monochrom. In der Lieblingsfarbe der Tochter:

Kleid in blau.

Kleid in blau.

Das ist wieder ein Schnitt aus der Ottobre Kids. Mit drei verschieden dicken Jersey-Stoffen dann etwas schwieriger im Übergang der einzelnen Farbblöcke zu nähen, aber durch ordentliches Dampfbügeln sind keine dauerhaften „Wellen“ geblieben. Es wird gerne und viel getragen und war doch recht schnell fertig. Der obere Stoff ist von tatams, der mittlere vom Holländischen Stoffmarkt und der unterste von Karstadt. Uii, mit den ganzen links sieht es ja wie Sponsoring aus… Macht aber keiner, ich kaufe alle meine Stoffe und Wolle selber und bin damit völlig frei in meinen Kommentaren.

Have a nice summer.

Guess what…

Jubiläum. Tatsächlich Nr. 100. Mal sehen, ob dieser Post besser, länger, diverser, mit mehr links, mehr Musik und irgendwie doller wird… Auf jeden Fall wollte ich dieses mal nicht so lange warten, bis ich mich wieder zum Schreiben aufraffe. Und dan ist es schon wieder einen Monat später… Eigentlich sind auch eher die Fotos der limitierende Faktor. Deshalb fange ich einfach mal an mit den Dingen, wo schon Fotos vorhanden sind: ich bin bei den Jersey-Oberteilen vom Virus befallen. Seitdem ich durch simples verstellen des Nähfüßchendrucks endlich keine welligen Nähte im Jersey habe, kann ich gar nicht mehr aufhören.

Ich habe mir den Schnitt von einem gekauften Shirt abgenommen und das ganze dann noch mit ziemlicher Nahtzugabe zugeschnitten. Auf jeden Fall zeigte sich da ein grundsätzliches Problem von Jersey/stretchigen Stoffen allgemein: jeder stretcht sich irgendwie anders. Hier musste ich dann an den Wiener Nähten einiges zugeben und unter dem Arm wieder einiges wegnehmen.

Änderung Brust und Armausschnitt.

Änderung Brust und Armausschnitt.

Ich habe ziemlich viel probiert und die Linie von Vorderteil und Seitenteil immer wieder angepasst. Eigentlich war ich dann mit dem Ergebnis ganz zufrieden: keine Beulen mehr unter dem Ärmel und genug Platz vorne am Busen und hinten am Rundrücken. Aber das Foto spricht da eine andere Sprache. Die Falten im vorderen Seitenteil deuten ganz eindeutig darauf hin, dass die Rundung immer noch falsch ist und ich für die Brust mehr Stoff gebraucht hätte. Die Ärmel sind auch zu eng, bzw. das Shirt hat mehr Weite als die Ärmel und wirkt daher etwas unausgewogen. Davon abgesehen gibt es auch Plus-Punkte: ich habe eine Menge beim nähen gelernt (neue Flüche z.B.), die beiden Stoffe gefallen mir gut zusammen, die Nähte sind nicht wellig, die Einfassung des Halsauschnitts ist mir gut gelungen und das Teil ist trotz der wenig überzeugenden Passform sehr bequem. Eine weitere Erkenntnis: wenn die Schneiderpuppe eine Nummer kleiner/dünner als frau selbst ist, nützt es nix, wenn daran die Passform ausprobiert wird…

Grüne Blumen - fertig.

Grüne Blumen – fertig.

Der nächste Versuch war dann in blau. Habe ich füher viel getragen und dann nach einer Farb-Typ-Beratung jahrelang gar nicht mehr. Den Ärmelstoff mit den dunkelblauen Kringeln auf hellblauem Grund fand ich aber dann so schön, daß ich einfach angefangen habe. Dieses ist ein Raglanmodell aus der Ottobre 5/2013. Nähte sich schnell und einfach und ich musste nicht viel anpassen. Ich habe die Ärmel im Oberarmbereich etwas weiter gemacht und das Shirt insgesamt etwas länger als im Schnitt angegeben. Der Jersey ist eine dickere und festere Qualität als bei dem grünen Modell. Das Shirt ist superbequem und ich fühle mich darin sehr „angezogen“, obwohl es auch eher körperbetont sitzt.

Raglan in blau.

Raglan in blau.

Im Foto sieht man wieder die Passprobleme im Brustbereich. Da muss ich beim nächsten Modell noch mal eine Verbesserung finden. Die Details sind wahrscheinlich unangezogen besser zu sehen. Pluspunkte sind hier: Kragen perfekt von der Weite und der Verarbeitung, schöne Kombi der 2 Stoffe, extrabequem und geeignet für drunter und alleine tragen.

Raglan ohne Passprobleme.

Raglan ohne Passprobleme.

Dieses dritte Shirt ist jetzt nicht körperbetont und aus Romanit-Jersey. Diese Art Stoff habe ich das erste Mal vernäht und bin von den Eigenschaften sehr angetan. Die Passform ist super, denn das Modell ist im Nähkurs unter Anleitung angepasst und fertig gestellt worden. Der Schnitt ist aus der Fashion Style 9/2015 Modell 24 und es wurde einiges verändert: Seiten-und Vorderteile wurden zu einem Schnittteil zusammengelegt, der Saum ist vorne und hinten etwas länger und an den Seiten kürzer (im Original war es vorne kürzer und hinten länger), ein Beleg wurde benutzt und keine Einfassung des Halsausschnittes wie im Heft und außerdem sind die Ärmel etwas länger als im Schnitt. Im Foto habe ich sie hochgeschoben, sie reichen aber bis über die Handgelenke. Pluspunkte hier: passt alles, perfekte Länge für mich und es fühlt sich so an, als hätte ich es schon ewig. Allerdings ist vom Original-Schnitt wirklich nicht mehr viel übrig geblieben.

Schwarz-Weiss und passend.

Schwarz-Weiss und passend.

Den schwarz-weißen Stoff finde ich jetzt allerdings etwas langweilig. Auf dem Ballen hat er mich von der Optik mehr überzeugt, vielleicht würde er bei einem Kleid noch besser zur Geltung kommen. Da ich aber kaum Kleider trage, da die auf einem Herrenrad leicht zu Problemen führen, ist die Überlegung nur theoretisch. Praktisch würde das Teil dann wohl nur im Schrank wirken und das wäre zu schade. Sehr bequem und ein echtes Basis-Stück. Werde ich bestimmt noch mal nähen. Dann wieder in bunt.

Farben sind bei meinen nächsten Modellen dann wieder mehr dabei. Hieraus soll ein längerer A-Linien-Rock entstehen.

Colour baby!

Colour baby!

Und hieraus ein Schal für die Tochter. Sie mag Farben und hier ist der ganze Regenbogen drin. Auch mein Wunsch nach Regenbogen ist zur Zeit groß. Leider habe ich nur ein Knäuel.

Even more colour.

Even more colour.

Sorry, keine Musik, wenig links und nur Bilder. Das kommt dann in dennächsten 100 posts…

 

Endlich wieder ein paar Ergebnisse. Die Teile sind zum Teil schon länger fertig, aber die fotgrafische Dokumentation war diese mal der schwierige Teil. Das Wetter ist meist zu grau und ungemütlich und abends werden die Fotos immer nur düster. Aber jetzt pünklich zum Mai-Beginn ist das Wetter ja endlich der Jahreszeit entprechend. Der April war hier kälter als der Dezember (gefühlt) und zwischen den wenigen sonnigen Abschnitten immer wieder Schneeregen.

Hier aber jetzt mit Sonne: meine Tasche aus alten Leinenstoffen und einer alten Wäscheborte für meine Mutter.

Neue, alte Tasche.

Neue, alte Tasche.

Ich mag die Stoffe zusammen, obwohl der Kontrast relativ gering ist. Da es sich um Leinenstoffe handelt ist die Tasche in sich etwas steifer als aus Baumwollstoffen. Aber es geht noch und wird mit der Einlage nicht zum Brett. Die Wäscheborte mit den Initialen finde ich sehr schön dazu. Der Schnitt ist wieder der viel genutzte von das-mach-ich-nachts.

Dann habe ich auch noch zwei Oberteile fertig bekommen. Aber nur von einem gibt es Fotos:

Jacke in Grün.

Jacke in Grün.

Die Stoffe habe ich mir von einem Stoffgutschein von tatams gekauft, den ich zu meinem Geburtag geschenkt bekommen hatte. Es sind Biobaumwollstoffe und ich wäre fast zu knickerig dafür gewesen. Aber irdenwie fand ich das grün so schön. Der Sternestoff ist dicker und weniger stretchig als der unifarbene. Aber sie vertragen sich ganz gut beim vernähen. Ich hatte genau solch einen Schnitt mit vorderen Teilungsnähten für diese Stoffe im Kopf und bin wieder bei einer Ottobre fündig geworden. Es ist der Sweatshirt-Schnitt “ Evening Walk“ aus der Ottobre 5/2014. Allerdings habe ich ihn mit Kaputze genäht und nicht mit Stehkragen. Ausserdem habe ich noch alles mit Belegen versehen, weil ich diese offenen Reißverschlüsse innen nicht schön finde. Und habe das erste mal meinen Deko-Coverlock-Fake-Stich meiner Nähmaschiene benutzt (ich habe sie ja auch erst seit über 30 Jahren…). Die Nähte haben sich beim nähen glücklicherweise auch nur leicht gedehnt. Das wurde aber mit insensivem Dampfbügeln doch wieder ziemlich glatt. Insgesamt mußte ich den Schnitt im Brustbereich doch ziemlich anpassen. Das ist nicht 100%ig gelungen wie man an den Falten im Detailfoto sieht. Da hatte ich einfach nicht mehr genug Stoff für ein optimales Ergebnis.

Zierdetails.

Zierdetails.

Mein Fazit:

-der Schnitt ist nicht schlecht, aber für mich sind die Ärmel mit einer Naht oben nichts. Das würde ich das nächste mal anders machen.

-die zusätzliche 10kg, die in den letzten 2-3 Jahren dazugekommen sind, machen die Anpassung der Schnitte an mich deutlich schwieriger, als die 10kg davor. Ich muß mich da noch gewöhnen und das Anpassen an den Busen lernen.

-die Anpassungen sind zwar noch nicht optimal, aber ich habe mich schon sehr viel mehr an Veränderungen getraut als früher. Bei crafteln gibt es eine tolle Reihe mit Schnittanpassungen! Das hat mir sehr geholfen.

-ich bin ganz stolz über die schöne Kaputze auch wenn die total unpraktisch ist, wenn frau den Pullover unter einer Jacke trägt…

-ich trage den Pullover viel, denn er ist super-bequem.

-insgesamt ein Erfolg.

Musterschal in rot.

Musterschal in rot.

Ansonsten stricke ich wie besessen an meine Muster-Dreieckstuch. Da sind zwar etliche Fehler drin, da es aber riesig werden wird und mit Nadel 3,5 gestrickt wird, fallen die dann bei der Größe gar nicht auf. Ich habe 3 Knäule von der Wolle, aber nach 2 Knäulen wird das ganze bestimmt schon groß genug sein. Dann habe ich wahrscheinlich auch keine Lust mehr auf  das ewige 4-Maschen-1-zusammenstricken-1-Umschlag….

Und zum Abschluß noch mal eine andere Farbe:

Baum in rosa.

Baum in rosa.

 

Hasenzeit

Jedes Jahr ab Anfang März muss ich mich vor Hasen in Acht nehmen. Denn ich mag Hasen. Eigentlich alle Nager. Aber Hasen gibt es einfach mehr als Meerschweinchen. Sie sind überall. Und die niedlichsten ziehen dann immer bei mir ein und nie wieder aus.

Ein paar sind von meiner Tochter übernommen worden (Stichwort feindliche Übernahme…) Aber die meisten wohnen bei mir. Jetzt so beim Blick vom Schreibtisch hoch sehe ich hier 5 Hasen, 2 Meerschweinchen und etliche Hasenstempel. Es gibt einfach so viele nette Hasen. Und nun habe ich auch noch ein total niedliches selbstgehäkeltes Häschen mit Möhre geschenkt bekommen. Vielen Dank Kerstin!

Kuschelhase.

Kuschelhase.

Ich habe ihm gleich noch eine Decke und ein Kopfkissen genäht, weil ich eben genau den perfekten Stoff dafür noch in meinem Fundus hatte. Er hat hier einen Ehrenplatz.

Ansonsten haben ich noch kleine Taschen genäht, Pulswärmer entwickelt und genäht und mein Tuch zuende gestrickt. Hier die Beweise:

Tuch in grün.

Tuch in grün.

Das Tuch ist fertig und ich trage es fast täglich. Es ist zwar ein bischen kratzig aber daran habe ich mich schon gewöhnt. Es ist genau richtig groß geworden: nicht zu riesig unter der Jacke und beim um den Hals legen, aber genau richtig warm und anschmiegsam. Am liebsten würde ich gleich noch mal genau das selbe Modell mit einer anderen Wolle stricken. Aber das wäre dann wohl doch zu langweilig. Daher habe ich jetzt erst mal diesen Loop fertig gestellt.

Loop in rot.

Loop in rot.

Die Anleitung habe ich hier gefunden. Mein Exemplar ist mit deutlich mehr Fehlern behaftet als bei Frau fadengold, daher bin ich mit dem Foto auch nicht so nah ran gegangen… Aber er gefällt mir ganz gut und das ganze war auch gut während 2 Bahnfahrten zu stricken. Ich habe etwas mehr als ein Knäuel 3 Cento von Lana Grossa gebraucht. Jetzt versuche ich mich mit den „restlichen“ 3 3/4 Knäulen an einem etwas komplexeren Muster. Aber nur etwas komplizierter.

Und wenn ich dann damit fertig bin, werde ich mich an diese Wolles setzten. Die habe ich am Ende der Bahnfahrt in Berlin gekauft und sie ist wunderbar weich und kuschelig.

Peruanische Wolle.

Peruanische Wolle.

Genäht habe ich auch, aber nicht so viel. Ich habe ein bischen mit Pulswärmern herumexperimentiert. Beim Arbeiten am Schreibtisch wird mir immer kalt wenn die nackten Handgelenke auf der Tischplatte liegen. Daher jetzt eine wärmende Lösung in verschiedenen Farben. Ich habe immer zwei verschiede Stoffe für innen und außen genommen. Damit gibt es noch mehr Auswahl…DSC00178 DSC00175

Wärmer mal 3.

Wärmer mal 3.

 

Fasching 2.0

Tja, so sind sie die neuen Zeiten. Da hat sich das Kind doch ein Faschings-Kostüm nach ihrem Lieblingsspiel am Tablet ausgesucht. Dragon City. Und ich habe eine Eisdrachenkostüm gebastelt. Das gute ist, dass es gaaaanz viele verschiedene Eisdrachen gibt. Das ist immer viel besser als ein ganz exaktes Ergebnis abliefern zu müssen.

Eisiger Drache.

Eisiger Drache.

Den Stoff hatte ich noch in meinem Fundus (da ist wirklich alles, sogar Leoparden-Imitat…) und ich habe nur weißen und grauen Filz gekauft. Und den weißen Puschelstoff für die Hosen, die man auf dem Foto nicht sieht. Ebenso wie die genialen Krallenfüße zum Über-den-Hausschuhen-Tragen. Und aus den „Resten“ vom weißen Puschelstoff lässt sich nächstes Jahr bestimmt noch ein Eisbärenkostüm oder auch Schneefrauenkostüm nähen. Also alles in allem gelungen.

Ansonsten bin ich zur Zeit wieder vom Strick-Wahn befallen. Ich habe endlich mit meiner lettischen Schafswolle mit Leinen angefangen. Auch mit diesem sehr einfachen Muster habe ich mich am Anfang schwer getan, bis ich es überhaupt begriffen hatte. Aber dank Übersetzungstool Strickenglisch-deutsch habe ich es dann im 2. Anlauf verstanden. Ich finde die Farben des Garns wunderschön und wollte ein ganz schlichtes Tuch, damit kein Muster davon ablenkt. Ich finde auf dem Foto wirkt der Farbverlauf viel „streifiger“ als in natura. Auf jeden Fall werden in jeder 2. Reihe 4 Maschen zugenommen und so bin ich mitlerweile gefühlt bei unenedlich vielen Maschen pro Reihe. Wenn alles klappt schaffe ich am Wochenende den Abschluss.

Eine Millionen Maschen.

Eine Millionen Maschen.

Mein Oberteil nach dem Schnitt auf Seite 5 aus der Ottobre 5/2014 ist auch fertig. Es ist wie immer: kurz vor Ende des Projekts gefällt es mir alles nicht mehr so richtig. Ich habe es auch noch nicht angehabt. Aber jetzt finde ich es eigentlich ganz gelungen. Ich brauche immer etwas Zeit bis ich mich gewöhnt habe. Ich musste die Ärmel etwas weiter machen als im Schnitt angegeben und sie sind auch eine Idee länger geworden. Eigentlich waren nur 3 Abnäher am Ausschnitt vorgesehen, der Ausschnitt war mir damit aber definitiv zu riesig, daher habe ich noch 2 Abnäher mehr eingefügt und jetzt sitzt es gut. So richtig schlank sieht man in dem Modell nicht aus um es mal vorsichtig auszudrücken. Aber dafür ist es sehr bequem. Der Punktestoff gefällt mir auch super. Ich habe noch genug für ein T-Shirt hoffe ich.

Punkte und ZickZack.

Punkte und ZickZack.

Und jetzt nur noch was schönes: es gab nur wenige so richtige Wintertage hier in Bremen. Aber ein Tag war wirklich schön und ich hatte sogar meine Kamera auf dem Weg zur Arbeit mit.

Winterwonderland.

Winterwonderland.