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Endlich wieder ein paar Ergebnisse. Die Teile sind zum Teil schon länger fertig, aber die fotgrafische Dokumentation war diese mal der schwierige Teil. Das Wetter ist meist zu grau und ungemütlich und abends werden die Fotos immer nur düster. Aber jetzt pünklich zum Mai-Beginn ist das Wetter ja endlich der Jahreszeit entprechend. Der April war hier kälter als der Dezember (gefühlt) und zwischen den wenigen sonnigen Abschnitten immer wieder Schneeregen.

Hier aber jetzt mit Sonne: meine Tasche aus alten Leinenstoffen und einer alten Wäscheborte für meine Mutter.

Neue, alte Tasche.

Neue, alte Tasche.

Ich mag die Stoffe zusammen, obwohl der Kontrast relativ gering ist. Da es sich um Leinenstoffe handelt ist die Tasche in sich etwas steifer als aus Baumwollstoffen. Aber es geht noch und wird mit der Einlage nicht zum Brett. Die Wäscheborte mit den Initialen finde ich sehr schön dazu. Der Schnitt ist wieder der viel genutzte von das-mach-ich-nachts.

Dann habe ich auch noch zwei Oberteile fertig bekommen. Aber nur von einem gibt es Fotos:

Jacke in Grün.

Jacke in Grün.

Die Stoffe habe ich mir von einem Stoffgutschein von tatams gekauft, den ich zu meinem Geburtag geschenkt bekommen hatte. Es sind Biobaumwollstoffe und ich wäre fast zu knickerig dafür gewesen. Aber irdenwie fand ich das grün so schön. Der Sternestoff ist dicker und weniger stretchig als der unifarbene. Aber sie vertragen sich ganz gut beim vernähen. Ich hatte genau solch einen Schnitt mit vorderen Teilungsnähten für diese Stoffe im Kopf und bin wieder bei einer Ottobre fündig geworden. Es ist der Sweatshirt-Schnitt “ Evening Walk“ aus der Ottobre 5/2014. Allerdings habe ich ihn mit Kaputze genäht und nicht mit Stehkragen. Ausserdem habe ich noch alles mit Belegen versehen, weil ich diese offenen Reißverschlüsse innen nicht schön finde. Und habe das erste mal meinen Deko-Coverlock-Fake-Stich meiner Nähmaschiene benutzt (ich habe sie ja auch erst seit über 30 Jahren…). Die Nähte haben sich beim nähen glücklicherweise auch nur leicht gedehnt. Das wurde aber mit insensivem Dampfbügeln doch wieder ziemlich glatt. Insgesamt mußte ich den Schnitt im Brustbereich doch ziemlich anpassen. Das ist nicht 100%ig gelungen wie man an den Falten im Detailfoto sieht. Da hatte ich einfach nicht mehr genug Stoff für ein optimales Ergebnis.

Zierdetails.

Zierdetails.

Mein Fazit:

-der Schnitt ist nicht schlecht, aber für mich sind die Ärmel mit einer Naht oben nichts. Das würde ich das nächste mal anders machen.

-die zusätzliche 10kg, die in den letzten 2-3 Jahren dazugekommen sind, machen die Anpassung der Schnitte an mich deutlich schwieriger, als die 10kg davor. Ich muß mich da noch gewöhnen und das Anpassen an den Busen lernen.

-die Anpassungen sind zwar noch nicht optimal, aber ich habe mich schon sehr viel mehr an Veränderungen getraut als früher. Bei crafteln gibt es eine tolle Reihe mit Schnittanpassungen! Das hat mir sehr geholfen.

-ich bin ganz stolz über die schöne Kaputze auch wenn die total unpraktisch ist, wenn frau den Pullover unter einer Jacke trägt…

-ich trage den Pullover viel, denn er ist super-bequem.

-insgesamt ein Erfolg.

Musterschal in rot.

Musterschal in rot.

Ansonsten stricke ich wie besessen an meine Muster-Dreieckstuch. Da sind zwar etliche Fehler drin, da es aber riesig werden wird und mit Nadel 3,5 gestrickt wird, fallen die dann bei der Größe gar nicht auf. Ich habe 3 Knäule von der Wolle, aber nach 2 Knäulen wird das ganze bestimmt schon groß genug sein. Dann habe ich wahrscheinlich auch keine Lust mehr auf  das ewige 4-Maschen-1-zusammenstricken-1-Umschlag….

Und zum Abschluß noch mal eine andere Farbe:

Baum in rosa.

Baum in rosa.

 

Hasenzeit

Jedes Jahr ab Anfang März muss ich mich vor Hasen in Acht nehmen. Denn ich mag Hasen. Eigentlich alle Nager. Aber Hasen gibt es einfach mehr als Meerschweinchen. Sie sind überall. Und die niedlichsten ziehen dann immer bei mir ein und nie wieder aus.

Ein paar sind von meiner Tochter übernommen worden (Stichwort feindliche Übernahme…) Aber die meisten wohnen bei mir. Jetzt so beim Blick vom Schreibtisch hoch sehe ich hier 5 Hasen, 2 Meerschweinchen und etliche Hasenstempel. Es gibt einfach so viele nette Hasen. Und nun habe ich auch noch ein total niedliches selbstgehäkeltes Häschen mit Möhre geschenkt bekommen. Vielen Dank Kerstin!

Kuschelhase.

Kuschelhase.

Ich habe ihm gleich noch eine Decke und ein Kopfkissen genäht, weil ich eben genau den perfekten Stoff dafür noch in meinem Fundus hatte. Er hat hier einen Ehrenplatz.

Ansonsten haben ich noch kleine Taschen genäht, Pulswärmer entwickelt und genäht und mein Tuch zuende gestrickt. Hier die Beweise:

Tuch in grün.

Tuch in grün.

Das Tuch ist fertig und ich trage es fast täglich. Es ist zwar ein bischen kratzig aber daran habe ich mich schon gewöhnt. Es ist genau richtig groß geworden: nicht zu riesig unter der Jacke und beim um den Hals legen, aber genau richtig warm und anschmiegsam. Am liebsten würde ich gleich noch mal genau das selbe Modell mit einer anderen Wolle stricken. Aber das wäre dann wohl doch zu langweilig. Daher habe ich jetzt erst mal diesen Loop fertig gestellt.

Loop in rot.

Loop in rot.

Die Anleitung habe ich hier gefunden. Mein Exemplar ist mit deutlich mehr Fehlern behaftet als bei Frau fadengold, daher bin ich mit dem Foto auch nicht so nah ran gegangen… Aber er gefällt mir ganz gut und das ganze war auch gut während 2 Bahnfahrten zu stricken. Ich habe etwas mehr als ein Knäuel 3 Cento von Lana Grossa gebraucht. Jetzt versuche ich mich mit den „restlichen“ 3 3/4 Knäulen an einem etwas komplexeren Muster. Aber nur etwas komplizierter.

Und wenn ich dann damit fertig bin, werde ich mich an diese Wolles setzten. Die habe ich am Ende der Bahnfahrt in Berlin gekauft und sie ist wunderbar weich und kuschelig.

Peruanische Wolle.

Peruanische Wolle.

Genäht habe ich auch, aber nicht so viel. Ich habe ein bischen mit Pulswärmern herumexperimentiert. Beim Arbeiten am Schreibtisch wird mir immer kalt wenn die nackten Handgelenke auf der Tischplatte liegen. Daher jetzt eine wärmende Lösung in verschiedenen Farben. Ich habe immer zwei verschiede Stoffe für innen und außen genommen. Damit gibt es noch mehr Auswahl…DSC00178 DSC00175

Wärmer mal 3.

Wärmer mal 3.

 

Fasching 2.0

Tja, so sind sie die neuen Zeiten. Da hat sich das Kind doch ein Faschings-Kostüm nach ihrem Lieblingsspiel am Tablet ausgesucht. Dragon City. Und ich habe eine Eisdrachenkostüm gebastelt. Das gute ist, dass es gaaaanz viele verschiedene Eisdrachen gibt. Das ist immer viel besser als ein ganz exaktes Ergebnis abliefern zu müssen.

Eisiger Drache.

Eisiger Drache.

Den Stoff hatte ich noch in meinem Fundus (da ist wirklich alles, sogar Leoparden-Imitat…) und ich habe nur weißen und grauen Filz gekauft. Und den weißen Puschelstoff für die Hosen, die man auf dem Foto nicht sieht. Ebenso wie die genialen Krallenfüße zum Über-den-Hausschuhen-Tragen. Und aus den „Resten“ vom weißen Puschelstoff lässt sich nächstes Jahr bestimmt noch ein Eisbärenkostüm oder auch Schneefrauenkostüm nähen. Also alles in allem gelungen.

Ansonsten bin ich zur Zeit wieder vom Strick-Wahn befallen. Ich habe endlich mit meiner lettischen Schafswolle mit Leinen angefangen. Auch mit diesem sehr einfachen Muster habe ich mich am Anfang schwer getan, bis ich es überhaupt begriffen hatte. Aber dank Übersetzungstool Strickenglisch-deutsch habe ich es dann im 2. Anlauf verstanden. Ich finde die Farben des Garns wunderschön und wollte ein ganz schlichtes Tuch, damit kein Muster davon ablenkt. Ich finde auf dem Foto wirkt der Farbverlauf viel „streifiger“ als in natura. Auf jeden Fall werden in jeder 2. Reihe 4 Maschen zugenommen und so bin ich mitlerweile gefühlt bei unenedlich vielen Maschen pro Reihe. Wenn alles klappt schaffe ich am Wochenende den Abschluss.

Eine Millionen Maschen.

Eine Millionen Maschen.

Mein Oberteil nach dem Schnitt auf Seite 5 aus der Ottobre 5/2014 ist auch fertig. Es ist wie immer: kurz vor Ende des Projekts gefällt es mir alles nicht mehr so richtig. Ich habe es auch noch nicht angehabt. Aber jetzt finde ich es eigentlich ganz gelungen. Ich brauche immer etwas Zeit bis ich mich gewöhnt habe. Ich musste die Ärmel etwas weiter machen als im Schnitt angegeben und sie sind auch eine Idee länger geworden. Eigentlich waren nur 3 Abnäher am Ausschnitt vorgesehen, der Ausschnitt war mir damit aber definitiv zu riesig, daher habe ich noch 2 Abnäher mehr eingefügt und jetzt sitzt es gut. So richtig schlank sieht man in dem Modell nicht aus um es mal vorsichtig auszudrücken. Aber dafür ist es sehr bequem. Der Punktestoff gefällt mir auch super. Ich habe noch genug für ein T-Shirt hoffe ich.

Punkte und ZickZack.

Punkte und ZickZack.

Und jetzt nur noch was schönes: es gab nur wenige so richtige Wintertage hier in Bremen. Aber ein Tag war wirklich schön und ich hatte sogar meine Kamera auf dem Weg zur Arbeit mit.

Winterwonderland.

Winterwonderland.

Old things

Das erste Foto des Jahres, beim Neujahrsspaziergang an der Weser gemacht. Mit meiner neuen Kamera. Ich übe noch ein bischen.

Neujahr 2016.

Neujahr 2016.

Keine Vorsätze. Keine Rückblicke. Das hatte ich mir vorgenommen. Und im Großen und Ganzen will ich mich auch dran halten. Trotzdem ist es sehr schwer, nicht zu überlegen wie das letzte Jahr war (gut, anstrengend, mit vielem Neuen und mit mehr Selbstvertrauen) und wie ich mir das nächste Jahr wünsche (Arbeit an der Verbesserung meiner sozialen Fähigkeiten und noch ganz viel beim Kleidung-nähen dazulernen). So schwammige Ideen sind ok, aber ich will keine Liste und keinen festen Plan.

Ich habe aber tatsächlich zum Jahresende so einen Drang bekommen Projekte noch abzuschließen. Also sind meine ersten selbst gestrickten Handschuhe fertig. Ich habe mich nur so halb an die Anleitung gehalten und so sind sie etwas groß mit Riesendaumen geworden. Aber besser zu groß als zu klein. Sie sehen echt selbstgemacht aus, aber ich bin doch irgendwie stolz. Es sind zwei! Bei meinem ersten Paar Socken bin ich immer noch bei 1 und einhalb. Und auch wenn die Wolle nicht so super warm ist und wahrscheinlich nicht robust genug für Handschuhe, ziehe ich sie an. Heir liegen sie auf den Stoffen für meine nächsten Projekte: ein Sommerkleid links und ein weites Jersey-Oberteil rechts.

Handschuhe und Sommerstoffe.

Handschuhe und Sommerstoffe.

Ausserdem ist mein Mantel fertig:

Mantel das erste mal in freier Wildbahn.

Mantel das erste mal in freier Wildbahn.

Ich bin ganz zufrieden, obwohl man das etwas kurze Futter (Falten rechts unten über dem Saum) immer noch sieht. Ich habe die Stelle bestimmt 3 mal aufgemacht und alles 4 mal neu mit der Hand genäht. Dann hatte ich keine Lust mehr. Das bleibt jetzt so. Hier noch ein paar Details zum Kragen mit zwischengefasster Webkante und aufgesetzten Fake-Taschen bzw. Taschenklappen. Im Futter ist auch eine Tasche, die reicht gut für die Schlüssel. Ohne den Wochenendnähkurs hätte ich das Teil so nicht hinbekommen. Ich bin alleine viel zu zögerlich beim Anpassen von Schnitten. Ich will bei meinem nächsten Projekt auf jeden Fall wieder darauf achten, den Schnitt vorher und während der Arbeit für mich anzupassen.

Kragendetail.

Kragendetail.

Frontansicht.

Frontansicht.

Nach diesem Post habe ich viel darüber nachgedacht, warum ich angefangen habe Sachen für mich selbst zu nähen. Und dann warum ich sie heute noch/wieder für mich selbst nähe. Angefangen habe ich, weil ich mir bestimmte Sachen nicht leisten konnte. Selbstgenäht ging es dann. Zum Teil auch der Wunsch nach Kleidung, die mir mehr entsprach als die zu kaufenden gerade modernen Teile. Ich habe früher Knöpfe regelrecht gehaßt und wollte Jacken und Kleider und Blusen mit Reißverschlüssen. Ausserdem schlichter, ohne Gedöns und Schleifchen und aus ungewöhnlichen Stoffen. Dass eine geküpfter Kissenbezug für einen Sweatshirt-Schnitt zwar innovativ aber nicht praktisch ist, habe ich dabei unter anderm gelernt.

Mittlerweile merke ich, dass ich mit einigen von mir genähten Teilen unzufriednen bin und bei anderen gleich ein genau-richtig-Gefühl habe und sie viel trage. Das hängt nicht mit der Qualität der Arbeit zusammen sondern eher mit dem Eindruck ob mir etwas steht oder nicht. Oder eben auch gut passt. Oft nähe ich wirklich nach den Schnitten aus den Heften mit dem Ziel: das Foto finde ich schön, so würde ich auch gerne aussehen. Das klappt nicht immer bzw. eher selten. Weil ich wie ich aussehe und nicht wie ein geshopptes Bild in einer Zeitschrift. Manchmal habe ich auch einen Stoff und will daraus ein bestimmtes Kleidungsstück für mich machen und suche dann einen passenden Schnitt dafür. Das klappt häufiger, aber auch nicht 100%ig.

Ich will es jetzt mal vermehrt mit dem Konzept versuchen: Was steht mir gut, worin fühle ich mich wohl und wie muß ich den Schnitt auswählen bzw. verändern, damit ich genau diese Idee von einem Kleidungsstück hinbekomme. Das wird garantiert aufwendiger, aber vermutlich ist die Ausbeute an gelungenen Lieblingsstücken größer.

Schon fast ein Vorsatz, aber vielleicht auch eher eine Veränderung der Perspektive auf das Nähen.

Eine Veränderung der Perspektive war auch David Bowie für mich. Längst bin ich nicht mehr so ein Fan wie in meinen letzten Schuljahren. Ich habe in den letzten Jahren nicht mehr alle Platten gekauft und die, die ich habe nicht mehr jeden Tage gehört, nicht mal mehr jede Woche. Und so hat es mich überrascht, wie mich die Nachricht von seinem Tod berührt hat. Weil die Musik so unentwirrbar mit meiner Jugend zusammenhängt. Und damit kamen dann doch viele private Rückblicke. Viele Zeilen sind mir wieder eingefallen, besonder präsent sind diese:

All the somebody people. I never thought I would need so many people.

Zum Abschluß also wirklich alte Dinge: mein letzter Schultag. Übrigens mit einem selbst zusammengekotetem Tuch und einer selbstgenähten Hose meiner Mutter. Das Bowie-Overall nach seinem Outfit aus dem Ziggy Stardust Film war das erste Kleidungsstück, das ich selbst genäht habe. Davon gibt es glücklicherweise keine Fotos…

1987

1987

Von jeher ein Bestreben…

Hier endlich der Beweis: die Kissen sind fertig. Sie sind auch schon eine Weile in Benutzung und auch recht gemütlich auf dem Sofa, da relativ fest. Ich habe einfach Kissen mit 50cm Kantenlänge in einen Überzug mit ca 41cm  Kantenlänge gestopft… Beim Einkauf war ich sicher, dass es passt. Und das tut es erstaunlicherweise ja auch.

Kissen zu Zweit.

Kissen zu Zweit.

Das Quilten mit der Maschine ist kleinräumig mit dem Obertransporteur nicht so einfach. Das sieht man am Zentrum der Kissen. Aber perfekt muß ja auch nicht unbedingt sein. Die Stoffe gefallen mir immer noch sehr gut zusammen.

Der Mantel ist leider immer noch nicht ganz fertig. Das Futter ist noch zu eng und muß noch einmal nachgebessert werden.

Der schönste Song zum Ende des Jahres (wenn ich es nicht schaffe noch mal zu posten…) natürlich von Bernd Begemann. Der Bremen-Song ist super ziemlich gut und auch recht genau auf den Punkt. Und hat mich dazu gebracht mal wieder eine Vinyl-Maxi nur für die B-Seite zu erwerben. Aber ansonsten gefallen mir viele Songs auf der neuen Platte: Ich habe meine Frieden gemacht, Das klappt gerade nicht mit dem Fahrrad, St. Pauli hat uns ausgespuckt, Liebling wir haben größere Problem als uns, Mehr als Erfolg (brauche ich das Gefühl, Euch weiterhin alle Scheiße finden zu dürfen), Brauch dich so, Die Glücklichen und Die Reichen haben gewonnen. Und es sind noch weitere 20 Songs auf der Cd bzw. Do-LP: Eine kurze Liste mit Forderungen. Da krigt man was für sein Geld. Nur so als Tip.

Aber mein Motto für das nächste Jahr sollte dieser Song sein: Unoptimiert.

Das gilt natürlich auch für den Baum oder eher für das Foto davon.

Baum 2015.

Baum 2015.

Been there…

Nachdem wir wieder total heimisch im regnerischen Bremer November sind nun der Rückblick. Im Sommer gab es ja keinen Urlaub mit verreisen. Dafür sind wir im Herbst zwei mal weg gefahren. Zum runden Geburtstag des Gatten war wir im englischsprachigen Ausland. Mal raten:

Typische Flora.

Typische Flora.

Ja, genau. Wir waren für 3 Tage in Edinburgh. Ende September bei sommerlichem Wetter und sehr entspannt ohne Kind. Der Gatte hatte sich das zu seinem Geburtstag gewünscht und es hat ihm wohl auch gefallen…

Mein Liebster.

Zum Geburtstag.

Vielen Dank, daß er mich mitgenommen hat! Mir hat es nähmlich auch sehr gefallen und es war schön die Zeit zu zweit zu verbringen. Wir haben die knappe Zeit genutzt und in der Old Town und der Soutside so ziemlich alles abgeklappert. Es gibt viel zu sehen (mein letzter Aufenhalt ist über 25 Jahre her, da hat sich doch das ein oder andere geändert…), die Leute sind super freundlich (trotz der vielen Touristen) und es ist das Paradies der Second-Hand-Läden. Ich war nur in ein einigen drin, aber das hat sich schon gelohnt (wunderschöner Cashmere-Schal und Hawaihemdenkleid). Ich war auch nur in einem Stoffladen und bin schnell wieder aus, bevor ich meterweise Tweed und Tartan kaufen konnte. Dafür waren wir auf der Burg, im National Museum of Scotland (SUPER!), der Scottish National Gallery, im Pub, auf dem Berg, im Cafe, in Summerhall, im Tabletop Cafe und noch an vielen anderen Orten. It was great. Und ausserdem sehr anstrengend für die platt gelaufenen Füße. Aber da gab es ja dann immer überall was zu essen und Kaffee…

Coffee and scone.

Coffee and scone.

Und dann waren wir wieder zuhause und dann schnell wieder alle drei zusammen weg. Das Kind hat übrigens den zuletzt von mir genähten Pullover an.

Auf See.

Auf See.

In Mallorca hatten wir wieder super Wetter und auch da habe ich nur einen Stoffladen besucht (der gekaufte Glitzerstoff für das Kind wird aber wohl nie vernäht werden, da er dauernd als Wasserfall oder Eislandschaft in die Spielaufbauten integriert wird). Wir sind nicht so viel gewandert, aber zumindestens ein bischen rumgekommen. Alles sehr entspannt mit Baden im Meer und jeden Tag Eis essen. Fühlte sich mehr wie Sommer an wie der Sommer in Bremen.

Nun ist der Alltag doch schon wieder sehr präsent. Ich arbeite ein paar ältere Projekte ab und plane für mein Großprojekt des Winters. Ich möchte mir einen Mantel nähen und habe jetzt alles Stoffe zusammen:links der Mantelstoff, in der Mitte der Futtertaft und rechts das Belegfutter. Mal sehen, ob das mit dem von mir ausgesuchten Schnitt auch klappt. Ich habe aber noch einen weiteren Schnitt, falls es mit der Anpassung des tailierten 60er Jahre-Schnittes an meine Figur nicht klappt.

Vintage Mantel Anfang.

Vintage Mantel Anfang.

Draußen ist jetzt tatsächlich Herbst bzw. schon Herbstende. Der erste Schnee lag am letzten Wochenende für einen halben Tag und die Vögel ziehen.

Typische Fauna.

Typische Fauna.

Old school oder Senior?

Ja, das frage ich mich in der letzten Zeit öfter… Ich habe kein Smartphone und kriege mein Leben auch so auf die Reihe. Erstaunlich. Natürlich ist frau damit etwas einsamer als andere, weil vieles einfach nicht geht. Es ist vielleicht ein bischen wie in einer Parallelwelt in Star Trek: wir befinden uns alle auf dem selben Flecken, bewegen uns aber so parallel in verschiedenen Geschwindigkeiten, dass man sich gar nicht sieht / bemerkt.

Und dann verstehe ich Instagram auch nicht. Das ist jetzt richtig peinlich vermute ich. I don´t do social media. Kein facebook, kein Instagram und von den anderen Dingen weiß ich nicht mal die Namen. Bei Instagram handelt es sich doch um Bilder die gepostet werden oder? Mit oder ohne Kommentar. Ist das dann wie ein Blog ohne Worte? Oder irgendwie doch ganz anders? Macht man das alles selbst, wie meine Idee von einem Blog, oder ist es mehr wie Mosaik und es wird alles gesammelt und das Gesamte ergibt dann das eigene? Und wie kriege ich da jetzt noch den Anschluß, wenn ich so total keine Ahnung habe? Und will ich das überhaupt? Aber andererseits sind die Blogs, denen ich schon länger folge vielfach fast tot und ab und zu erscheint nur noch der Kommentar: keine Zeit, folge mir auf Instagram.

Aber nur Fotos ohne Kommentar ist mir teils zu persöhnlich (ich fühle mich da nicht wirklich eingeladen, wie ein entfernter Bekannter bei der Familienfeier zum Geburtag der Oma des Nachbarn mit lauter fremden Familengeschichten…) und dann fehlen mir die Dialoge zwischen Wort und Bild. Ist das nun ok sich so zu fühlen oder schon wieder Verweigerungshaltung einer Früher-war-mehr-Lametta-Haltung?

Ach seufz. Ohne facebook ist man einsamer. Auf eine ähnliche Art wie jemand, die keine Alkohol trinkt. Aus vielen gesellschaftlichen Bereichen ist man raus. Oft bemerke ich das gar nicht, aber manchmal fällt es mir dann so auf, dass ich mich wie in einer fremden Kultur fühle. Alle wissen was nur ich kriege die Zusammenhänge irgendwie nicht mit. Und nicht ich sein um dazuzugehören wirkt nie wirklich. Ich bleibe ja ich. Und der Rest ist Maskerade. Oder die Faulheit sich zu bewegen und mal was neues auszuprobieren (bei Alkohol wird das wohl nicht mehr passieren: ich finde keine positiven Gründe…). Aber generell ist das wohl einige Überlegungen wert. Dann bin ich wohl so weit für facebook, dass es so alt und out ist, dass ich da wieder super reinpasse…

Das waren jetzt so viele Verweise auf Filme und Cartoons die vermutlich nur Senioren kennen, dass vermutlich ein Handbuch beiliegen sollte. Daher jetzt real old school weiter:

Quilt Wee Wander. Fertig.

Quilt Wee Wander. Fertig.

Der Quilt für Maya ist fertig. Sollte ja zum Sommer fertig werden, aber da ich alles mit der Hand gequiltet habe und auch das Binding von der Rückseit mit der Hand angenäht habe (ich mag vorne keine sichtbaren Nähte im Binding) hat es eben etwas gedauert. Ich bin da eher erstaunt wie schnell es dann doch ging. Als Quiltmuster habe ich mir wieder unregelmäßig überlappende Kreise ausgesucht. Hier ist das noch mal besser zu sehen.

Circle-mania.

Circle-mania.

Das Muster für das Top habe ich aus der simply kreativ Patchwork + Quilting Ausgabe 1/2014. Das Modell heißt Kleine Ecken Quilt und ist von Lynne Goldsworthy. Ich stelle gerade fest, dass ich aus diesem Heft auch schon die Girlande nachgenäht habe und als nächstes den Kissenbezug mit Stern nähen werde. Die darauf folgenden Hefte fand ich nicht mehr so 100%ig super, wie dieses erste Heft. Dieses hat auf jeden Fall meinen Geschmack voll getroffen. Die Decke ist schön geworden und die Tochter schläft auch darunter. Und ich habe noch genug Blöcke für eine zweite kleinere Version übrig.

Und meine Jacke aus dem Stoff vom letzten Stoffmarkt ist fertig.

Ich habe den Schnitt aus der fashion Style 3/2015. Ich habe das erste mal einen Schnitt aus dieser Zeitschrift genäht und es gibt gutes und weniger gutes zu berichten. Die Passform ist gut, ich musste nix verändern und das Teil ist superbequem. Allerdings ist die Anleitung nicht 100%ig. Es wird auf eine Anleitung zum Ärmel einsetzten hingewiesen, die dann leider fehlt. Habe ich aber auch ohne Anleitung fertig gekriegt. Die Versäuberung des Teils so wie im Heft vorgesehen hat mich nicht überzeugt. Der Reißverschluß soll einfach angenäht bzw. aufgenäht werden, dann bügeln und dann von außen einmal absteppen. Mir ist das zu unordentlich, gerade wenn ich die Jacke offen trage: dann sieht man das offen Reißverschlußband, da keinerlei Beleg oder ähnliches vorgesehen war. Ich habe dann von innen ein schmales Samtband in orange über die Nahtzugaben bzw. das Reißverschlußband genäht. Das sieht deutlich besser aus, war aber eine miese frickelige Arbeit. Der etwas wobbelige Reißverschluß ist dem extrem stretchigen Stoff anzulasten. Und mir, die keine Lust hatte alles wieder aufzutrennen.

Fazit: sieht zwar nicht hitverdächtig aus, ist aber sehr bequem und praktikabel und nicht langweilig und wird eindeutig getragen.

So wie das grüne Kugelshirt.

Sehr grün.

Grün.

Bekannter Schnitt aus der Ottobre. Die Falten über dem Busen sind wohl der Gewichtszunahme geschuldet. Ich sollte wohl demnächst einen Schnitt mit Abnähern auswählen. Oder abnehmen. Wahrscheinlich doch eher der Schnitt. Das war wieder ein Stück Stoff vom Stoffmarkt. Daher kann ich wohl morgen mit (einigermaßen gutem Gewissen) wieder hinfahren. Nicht nur Stoffe gekauft, sondern auch verarbeitet.

Hauptsächlich brauche ich einen Futterstoff für meinen Mantel im 60er Jahre Look. Das ist der große Plan für den Winter. Ach ja: ich bin sehr begeistert vom Great British Sewing Bee (vor allem Season 2). Die deutsche Version überzeugt mich noch nicht so. Fehlt ja auch Patrick.

Und als Nachtrag: seit ein paar Tagen habe ich nun doch ein Smartphone. Mein Leben hat sich nicht wesentlich verändert. Mal sehen wie es weitergeht.

 

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