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Old things

Das erste Foto des Jahres, beim Neujahrsspaziergang an der Weser gemacht. Mit meiner neuen Kamera. Ich übe noch ein bischen.

Neujahr 2016.

Neujahr 2016.

Keine Vorsätze. Keine Rückblicke. Das hatte ich mir vorgenommen. Und im Großen und Ganzen will ich mich auch dran halten. Trotzdem ist es sehr schwer, nicht zu überlegen wie das letzte Jahr war (gut, anstrengend, mit vielem Neuen und mit mehr Selbstvertrauen) und wie ich mir das nächste Jahr wünsche (Arbeit an der Verbesserung meiner sozialen Fähigkeiten und noch ganz viel beim Kleidung-nähen dazulernen). So schwammige Ideen sind ok, aber ich will keine Liste und keinen festen Plan.

Ich habe aber tatsächlich zum Jahresende so einen Drang bekommen Projekte noch abzuschließen. Also sind meine ersten selbst gestrickten Handschuhe fertig. Ich habe mich nur so halb an die Anleitung gehalten und so sind sie etwas groß mit Riesendaumen geworden. Aber besser zu groß als zu klein. Sie sehen echt selbstgemacht aus, aber ich bin doch irgendwie stolz. Es sind zwei! Bei meinem ersten Paar Socken bin ich immer noch bei 1 und einhalb. Und auch wenn die Wolle nicht so super warm ist und wahrscheinlich nicht robust genug für Handschuhe, ziehe ich sie an. Heir liegen sie auf den Stoffen für meine nächsten Projekte: ein Sommerkleid links und ein weites Jersey-Oberteil rechts.

Handschuhe und Sommerstoffe.

Handschuhe und Sommerstoffe.

Ausserdem ist mein Mantel fertig:

Mantel das erste mal in freier Wildbahn.

Mantel das erste mal in freier Wildbahn.

Ich bin ganz zufrieden, obwohl man das etwas kurze Futter (Falten rechts unten über dem Saum) immer noch sieht. Ich habe die Stelle bestimmt 3 mal aufgemacht und alles 4 mal neu mit der Hand genäht. Dann hatte ich keine Lust mehr. Das bleibt jetzt so. Hier noch ein paar Details zum Kragen mit zwischengefasster Webkante und aufgesetzten Fake-Taschen bzw. Taschenklappen. Im Futter ist auch eine Tasche, die reicht gut für die Schlüssel. Ohne den Wochenendnähkurs hätte ich das Teil so nicht hinbekommen. Ich bin alleine viel zu zögerlich beim Anpassen von Schnitten. Ich will bei meinem nächsten Projekt auf jeden Fall wieder darauf achten, den Schnitt vorher und während der Arbeit für mich anzupassen.

Kragendetail.

Kragendetail.

Frontansicht.

Frontansicht.

Nach diesem Post habe ich viel darüber nachgedacht, warum ich angefangen habe Sachen für mich selbst zu nähen. Und dann warum ich sie heute noch/wieder für mich selbst nähe. Angefangen habe ich, weil ich mir bestimmte Sachen nicht leisten konnte. Selbstgenäht ging es dann. Zum Teil auch der Wunsch nach Kleidung, die mir mehr entsprach als die zu kaufenden gerade modernen Teile. Ich habe früher Knöpfe regelrecht gehaßt und wollte Jacken und Kleider und Blusen mit Reißverschlüssen. Ausserdem schlichter, ohne Gedöns und Schleifchen und aus ungewöhnlichen Stoffen. Dass eine geküpfter Kissenbezug für einen Sweatshirt-Schnitt zwar innovativ aber nicht praktisch ist, habe ich dabei unter anderm gelernt.

Mittlerweile merke ich, dass ich mit einigen von mir genähten Teilen unzufriednen bin und bei anderen gleich ein genau-richtig-Gefühl habe und sie viel trage. Das hängt nicht mit der Qualität der Arbeit zusammen sondern eher mit dem Eindruck ob mir etwas steht oder nicht. Oder eben auch gut passt. Oft nähe ich wirklich nach den Schnitten aus den Heften mit dem Ziel: das Foto finde ich schön, so würde ich auch gerne aussehen. Das klappt nicht immer bzw. eher selten. Weil ich wie ich aussehe und nicht wie ein geshopptes Bild in einer Zeitschrift. Manchmal habe ich auch einen Stoff und will daraus ein bestimmtes Kleidungsstück für mich machen und suche dann einen passenden Schnitt dafür. Das klappt häufiger, aber auch nicht 100%ig.

Ich will es jetzt mal vermehrt mit dem Konzept versuchen: Was steht mir gut, worin fühle ich mich wohl und wie muß ich den Schnitt auswählen bzw. verändern, damit ich genau diese Idee von einem Kleidungsstück hinbekomme. Das wird garantiert aufwendiger, aber vermutlich ist die Ausbeute an gelungenen Lieblingsstücken größer.

Schon fast ein Vorsatz, aber vielleicht auch eher eine Veränderung der Perspektive auf das Nähen.

Eine Veränderung der Perspektive war auch David Bowie für mich. Längst bin ich nicht mehr so ein Fan wie in meinen letzten Schuljahren. Ich habe in den letzten Jahren nicht mehr alle Platten gekauft und die, die ich habe nicht mehr jeden Tage gehört, nicht mal mehr jede Woche. Und so hat es mich überrascht, wie mich die Nachricht von seinem Tod berührt hat. Weil die Musik so unentwirrbar mit meiner Jugend zusammenhängt. Und damit kamen dann doch viele private Rückblicke. Viele Zeilen sind mir wieder eingefallen, besonder präsent sind diese:

All the somebody people. I never thought I would need so many people.

Zum Abschluß also wirklich alte Dinge: mein letzter Schultag. Übrigens mit einem selbst zusammengekotetem Tuch und einer selbstgenähten Hose meiner Mutter. Das Bowie-Overall nach seinem Outfit aus dem Ziggy Stardust Film war das erste Kleidungsstück, das ich selbst genäht habe. Davon gibt es glücklicherweise keine Fotos…

1987

1987

Von jeher ein Bestreben…

Hier endlich der Beweis: die Kissen sind fertig. Sie sind auch schon eine Weile in Benutzung und auch recht gemütlich auf dem Sofa, da relativ fest. Ich habe einfach Kissen mit 50cm Kantenlänge in einen Überzug mit ca 41cm  Kantenlänge gestopft… Beim Einkauf war ich sicher, dass es passt. Und das tut es erstaunlicherweise ja auch.

Kissen zu Zweit.

Kissen zu Zweit.

Das Quilten mit der Maschine ist kleinräumig mit dem Obertransporteur nicht so einfach. Das sieht man am Zentrum der Kissen. Aber perfekt muß ja auch nicht unbedingt sein. Die Stoffe gefallen mir immer noch sehr gut zusammen.

Der Mantel ist leider immer noch nicht ganz fertig. Das Futter ist noch zu eng und muß noch einmal nachgebessert werden.

Der schönste Song zum Ende des Jahres (wenn ich es nicht schaffe noch mal zu posten…) natürlich von Bernd Begemann. Der Bremen-Song ist super ziemlich gut und auch recht genau auf den Punkt. Und hat mich dazu gebracht mal wieder eine Vinyl-Maxi nur für die B-Seite zu erwerben. Aber ansonsten gefallen mir viele Songs auf der neuen Platte: Ich habe meine Frieden gemacht, Das klappt gerade nicht mit dem Fahrrad, St. Pauli hat uns ausgespuckt, Liebling wir haben größere Problem als uns, Mehr als Erfolg (brauche ich das Gefühl, Euch weiterhin alle Scheiße finden zu dürfen), Brauch dich so, Die Glücklichen und Die Reichen haben gewonnen. Und es sind noch weitere 20 Songs auf der Cd bzw. Do-LP: Eine kurze Liste mit Forderungen. Da krigt man was für sein Geld. Nur so als Tip.

Aber mein Motto für das nächste Jahr sollte dieser Song sein: Unoptimiert.

Das gilt natürlich auch für den Baum oder eher für das Foto davon.

Baum 2015.

Baum 2015.

Been there…

Nachdem wir wieder total heimisch im regnerischen Bremer November sind nun der Rückblick. Im Sommer gab es ja keinen Urlaub mit verreisen. Dafür sind wir im Herbst zwei mal weg gefahren. Zum runden Geburtstag des Gatten war wir im englischsprachigen Ausland. Mal raten:

Typische Flora.

Typische Flora.

Ja, genau. Wir waren für 3 Tage in Edinburgh. Ende September bei sommerlichem Wetter und sehr entspannt ohne Kind. Der Gatte hatte sich das zu seinem Geburtstag gewünscht und es hat ihm wohl auch gefallen…

Mein Liebster.

Zum Geburtstag.

Vielen Dank, daß er mich mitgenommen hat! Mir hat es nähmlich auch sehr gefallen und es war schön die Zeit zu zweit zu verbringen. Wir haben die knappe Zeit genutzt und in der Old Town und der Soutside so ziemlich alles abgeklappert. Es gibt viel zu sehen (mein letzter Aufenhalt ist über 25 Jahre her, da hat sich doch das ein oder andere geändert…), die Leute sind super freundlich (trotz der vielen Touristen) und es ist das Paradies der Second-Hand-Läden. Ich war nur in ein einigen drin, aber das hat sich schon gelohnt (wunderschöner Cashmere-Schal und Hawaihemdenkleid). Ich war auch nur in einem Stoffladen und bin schnell wieder aus, bevor ich meterweise Tweed und Tartan kaufen konnte. Dafür waren wir auf der Burg, im National Museum of Scotland (SUPER!), der Scottish National Gallery, im Pub, auf dem Berg, im Cafe, in Summerhall, im Tabletop Cafe und noch an vielen anderen Orten. It was great. Und ausserdem sehr anstrengend für die platt gelaufenen Füße. Aber da gab es ja dann immer überall was zu essen und Kaffee…

Coffee and scone.

Coffee and scone.

Und dann waren wir wieder zuhause und dann schnell wieder alle drei zusammen weg. Das Kind hat übrigens den zuletzt von mir genähten Pullover an.

Auf See.

Auf See.

In Mallorca hatten wir wieder super Wetter und auch da habe ich nur einen Stoffladen besucht (der gekaufte Glitzerstoff für das Kind wird aber wohl nie vernäht werden, da er dauernd als Wasserfall oder Eislandschaft in die Spielaufbauten integriert wird). Wir sind nicht so viel gewandert, aber zumindestens ein bischen rumgekommen. Alles sehr entspannt mit Baden im Meer und jeden Tag Eis essen. Fühlte sich mehr wie Sommer an wie der Sommer in Bremen.

Nun ist der Alltag doch schon wieder sehr präsent. Ich arbeite ein paar ältere Projekte ab und plane für mein Großprojekt des Winters. Ich möchte mir einen Mantel nähen und habe jetzt alles Stoffe zusammen:links der Mantelstoff, in der Mitte der Futtertaft und rechts das Belegfutter. Mal sehen, ob das mit dem von mir ausgesuchten Schnitt auch klappt. Ich habe aber noch einen weiteren Schnitt, falls es mit der Anpassung des tailierten 60er Jahre-Schnittes an meine Figur nicht klappt.

Vintage Mantel Anfang.

Vintage Mantel Anfang.

Draußen ist jetzt tatsächlich Herbst bzw. schon Herbstende. Der erste Schnee lag am letzten Wochenende für einen halben Tag und die Vögel ziehen.

Typische Fauna.

Typische Fauna.

Old school oder Senior?

Ja, das frage ich mich in der letzten Zeit öfter… Ich habe kein Smartphone und kriege mein Leben auch so auf die Reihe. Erstaunlich. Natürlich ist frau damit etwas einsamer als andere, weil vieles einfach nicht geht. Es ist vielleicht ein bischen wie in einer Parallelwelt in Star Trek: wir befinden uns alle auf dem selben Flecken, bewegen uns aber so parallel in verschiedenen Geschwindigkeiten, dass man sich gar nicht sieht / bemerkt.

Und dann verstehe ich Instagram auch nicht. Das ist jetzt richtig peinlich vermute ich. I don´t do social media. Kein facebook, kein Instagram und von den anderen Dingen weiß ich nicht mal die Namen. Bei Instagram handelt es sich doch um Bilder die gepostet werden oder? Mit oder ohne Kommentar. Ist das dann wie ein Blog ohne Worte? Oder irgendwie doch ganz anders? Macht man das alles selbst, wie meine Idee von einem Blog, oder ist es mehr wie Mosaik und es wird alles gesammelt und das Gesamte ergibt dann das eigene? Und wie kriege ich da jetzt noch den Anschluß, wenn ich so total keine Ahnung habe? Und will ich das überhaupt? Aber andererseits sind die Blogs, denen ich schon länger folge vielfach fast tot und ab und zu erscheint nur noch der Kommentar: keine Zeit, folge mir auf Instagram.

Aber nur Fotos ohne Kommentar ist mir teils zu persöhnlich (ich fühle mich da nicht wirklich eingeladen, wie ein entfernter Bekannter bei der Familienfeier zum Geburtag der Oma des Nachbarn mit lauter fremden Familengeschichten…) und dann fehlen mir die Dialoge zwischen Wort und Bild. Ist das nun ok sich so zu fühlen oder schon wieder Verweigerungshaltung einer Früher-war-mehr-Lametta-Haltung?

Ach seufz. Ohne facebook ist man einsamer. Auf eine ähnliche Art wie jemand, die keine Alkohol trinkt. Aus vielen gesellschaftlichen Bereichen ist man raus. Oft bemerke ich das gar nicht, aber manchmal fällt es mir dann so auf, dass ich mich wie in einer fremden Kultur fühle. Alle wissen was nur ich kriege die Zusammenhänge irgendwie nicht mit. Und nicht ich sein um dazuzugehören wirkt nie wirklich. Ich bleibe ja ich. Und der Rest ist Maskerade. Oder die Faulheit sich zu bewegen und mal was neues auszuprobieren (bei Alkohol wird das wohl nicht mehr passieren: ich finde keine positiven Gründe…). Aber generell ist das wohl einige Überlegungen wert. Dann bin ich wohl so weit für facebook, dass es so alt und out ist, dass ich da wieder super reinpasse…

Das waren jetzt so viele Verweise auf Filme und Cartoons die vermutlich nur Senioren kennen, dass vermutlich ein Handbuch beiliegen sollte. Daher jetzt real old school weiter:

Quilt Wee Wander. Fertig.

Quilt Wee Wander. Fertig.

Der Quilt für Maya ist fertig. Sollte ja zum Sommer fertig werden, aber da ich alles mit der Hand gequiltet habe und auch das Binding von der Rückseit mit der Hand angenäht habe (ich mag vorne keine sichtbaren Nähte im Binding) hat es eben etwas gedauert. Ich bin da eher erstaunt wie schnell es dann doch ging. Als Quiltmuster habe ich mir wieder unregelmäßig überlappende Kreise ausgesucht. Hier ist das noch mal besser zu sehen.

Circle-mania.

Circle-mania.

Das Muster für das Top habe ich aus der simply kreativ Patchwork + Quilting Ausgabe 1/2014. Das Modell heißt Kleine Ecken Quilt und ist von Lynne Goldsworthy. Ich stelle gerade fest, dass ich aus diesem Heft auch schon die Girlande nachgenäht habe und als nächstes den Kissenbezug mit Stern nähen werde. Die darauf folgenden Hefte fand ich nicht mehr so 100%ig super, wie dieses erste Heft. Dieses hat auf jeden Fall meinen Geschmack voll getroffen. Die Decke ist schön geworden und die Tochter schläft auch darunter. Und ich habe noch genug Blöcke für eine zweite kleinere Version übrig.

Und meine Jacke aus dem Stoff vom letzten Stoffmarkt ist fertig.

Ich habe den Schnitt aus der fashion Style 3/2015. Ich habe das erste mal einen Schnitt aus dieser Zeitschrift genäht und es gibt gutes und weniger gutes zu berichten. Die Passform ist gut, ich musste nix verändern und das Teil ist superbequem. Allerdings ist die Anleitung nicht 100%ig. Es wird auf eine Anleitung zum Ärmel einsetzten hingewiesen, die dann leider fehlt. Habe ich aber auch ohne Anleitung fertig gekriegt. Die Versäuberung des Teils so wie im Heft vorgesehen hat mich nicht überzeugt. Der Reißverschluß soll einfach angenäht bzw. aufgenäht werden, dann bügeln und dann von außen einmal absteppen. Mir ist das zu unordentlich, gerade wenn ich die Jacke offen trage: dann sieht man das offen Reißverschlußband, da keinerlei Beleg oder ähnliches vorgesehen war. Ich habe dann von innen ein schmales Samtband in orange über die Nahtzugaben bzw. das Reißverschlußband genäht. Das sieht deutlich besser aus, war aber eine miese frickelige Arbeit. Der etwas wobbelige Reißverschluß ist dem extrem stretchigen Stoff anzulasten. Und mir, die keine Lust hatte alles wieder aufzutrennen.

Fazit: sieht zwar nicht hitverdächtig aus, ist aber sehr bequem und praktikabel und nicht langweilig und wird eindeutig getragen.

So wie das grüne Kugelshirt.

Sehr grün.

Grün.

Bekannter Schnitt aus der Ottobre. Die Falten über dem Busen sind wohl der Gewichtszunahme geschuldet. Ich sollte wohl demnächst einen Schnitt mit Abnähern auswählen. Oder abnehmen. Wahrscheinlich doch eher der Schnitt. Das war wieder ein Stück Stoff vom Stoffmarkt. Daher kann ich wohl morgen mit (einigermaßen gutem Gewissen) wieder hinfahren. Nicht nur Stoffe gekauft, sondern auch verarbeitet.

Hauptsächlich brauche ich einen Futterstoff für meinen Mantel im 60er Jahre Look. Das ist der große Plan für den Winter. Ach ja: ich bin sehr begeistert vom Great British Sewing Bee (vor allem Season 2). Die deutsche Version überzeugt mich noch nicht so. Fehlt ja auch Patrick.

Und als Nachtrag: seit ein paar Tagen habe ich nun doch ein Smartphone. Mein Leben hat sich nicht wesentlich verändert. Mal sehen wie es weitergeht.

 

Sommer, wie Urlaub, wie FREI

Nun befindet sich der Sommer ja auch schon wieder in den letzten Zügen. Und dieser Beitrag hat es wegen fehlender Fotos nie bis zur Vollendung geschafft. Damit ich aber überhaupt mal wieder hallo sage, hier eine etwas durcheinander gewürfelte Mischung…

Ich hatte dieses Jahr drei Wochen Sommerferien. Das erste mal seit 12 Jahren, dass ich 3 Wochen Urlaub am Stück habe. Die 7 Woche krank mit ausgekugeltem Ellebogen und die Elternzeit zählen ja nicht wirklich als Urlaub. Das ist schon deutlich entspannter, da dieses Gefühl, alles an Erholung und wollte-ich-doch-dringend-erledigen und Erlebnis-Stress in zwei Wochen zum eben nicht zum Entspannen führt. Allerdings sind auch bei drei Wochen die wollte-ich-doch-dringend-erledigen-Sachen und muß-ich-noch-dringend-erledigen-Sachen dran.

Die Einkommenssteuererklärung ist abgeschlossen, diverse Teile von meinem großen Reparatur-Stapel repariert und ein Stoff-Hund meiner Tochter wurde repariert/verarztet und dann konnte ich an meiner Sweatshirt-Jacke weiterarbeiten. Alle anderen Projekte sind abgeschlossen:

Blaues T-Shirt ist schon seit längerem fertig und wird fleißig getragen. Jetzt will ich aber mal einen anderen Schnitt probieren, denn hier sind die Ärmel immer recht aufwendig. Etwas ohne Puffärmel. Der Schnitt ist wieder der selbe von Ottobre wie bei diesen Shirts: Streifen, Blumen und Punkte.

Blaues T-Shirt fertig.

Blaues T-Shirt fertig.

Jetzt ist aber auch wirklich mal gut… Aus den Reste-Quadraten meines afrikanische Stoffe-Quilts habe ich dann kuzerhand noch Topflappen gemacht…

Topflappen als Resteverwertung.

Topflappen als Resteverwertung.

Und mein Quiltoberteil vom Quilt-Along von der Feinen Adresse ist auch fertig. Damit habe ich mich zugegebenermaßen recht schwer getan. Ganz so dolle genau sind die Passpunkte nicht und so ist das Top nach dem Zusammennähen ziemlich huckelig. Und mit der Farbzusammenstellung bin ich zur Zeit auch nicht mehr so zufrieden. Aber erst mal fertig und beim Quilten lässt sich ja vielleicht noch was retten.

Quilt-along Quilt.

Quilt-along Quilt.

Die Sweatshirt-Jacke ist fast fertig (Fäden vernähen und innen einen Versäuberungsstreifen einnähen, weil ich so pingelig bin) und der Quilt für meine Tochter ist auch fast fertig gequiltet. Davon das nächste Mal mehr. Und vom großen Open Air Kino im Garten…

Bremer Sommer

Impressionen aus dem Sommerurlaub.

Impressionen aus dem Sommerurlaub.

Tja. Viel mehr ist da ja nicht zu zu sagen. Ich möchte ja nicht ausfallend werden. Aber 17 Grad Gelsius und Dauerregen und 1 Millionen Nackschnecken im Garten ist nicht das, was ich mir für den August gewünscht habe.

Ich gehe jetzt Tee trinken, Kekse essen und einen Bollywoodfilm kucken…

SOMMER!

Es ist tatsächlich Sommer. SOMMER! und gleich so intensiv. Aber ich werde mich nicht beschweren. Nur schwitzen. Am Freitag bin ich mit 5 schweren, langen Kanthölzern um die Mittagszeit vom Baumarkt mit dem Fahrrad nach Hause geschoben. Und Schatten war da nicht. Und leider liegt der Baumarkt auch nicht in der direkten Nachbarschaft. Aber wenigstens ist Sommer.

Der geplante Leinwandrahmen ist dann am Wochenende nicht daraus geworden, weil es wirklich viel zu heiß zum sägen und konstuieren unter freiem Himmel war. Daher jetzt nur Indoor-Projekte.

Babybadehandtuch für Antonia.

Babybadehandtuch für Antonia.

Dieses Baby-Handtuch habe ich in Rekordzeit fertig gekriegt. Ich habe über 5 Meter Schrägband mit der Hand im Blindstich an einem Abend und einem Morgen fest genäht. Muß ich aber auch nicht noch mal haben. Aber die kleine Nachbarin war bei ihrer Vorstellung dann ausnehmend niedlich und umgänglich. Ich bin jedes Mal ganz gerührt, wenn ich so ein frisches winziges Baby sehe. Das müssen diese Mutter-Hormone sein. Früher hatte ich sowas nicht.

Dann war ich auch noch zu einem Patchworkkurs bei der Feinen Adresse zum Thema Dreieckslineale. In dem Muster sind wirklich viele Dreiecke und den ganzen Vormittag haben wird damit zugebracht, Stoffe in eben kleine Dreiecke zu zerschneiden. Einen großen Stern habe ich im Kurs geschafft und den anderen dann am nächsten Abend zuhause. Aber irgendwas war anders…

Spot the difference.

Spot the difference.

Ich habe auch eine Weile gebraucht um den Fehler zu finden. Und dann war es super-offensichtlich… Und dann zähneknirschend wieder getrennt. Dabei waren die Spitzen so gut und präzise genäht. Waren…

So sieht das ganze nun aus:

Viele Dreiecke...

Dreiecke fertig.

Das war doch ziemlich aufwendig und der hellere gelbe Stoff (Hintergund für die Flying Geese) ist auch kein 100%iger Baumwollstoff. Das ist beim Bügeln und Nähen dann kein wirklicher Spaß, da der Stoff einfach weniger Stand hat, als alle anderen. Aber das Ergebnis ist doch nicht schlecht. Und definitiv mal Farben, die ich sonst nicht nehme. Ich wollte mal was anderes machen und anders sieht das Ergebnis auch aus. Jetzt muß ich nur noch quilten…

Und dann war ich noch zu einem Log Cabin Kurs. Denn einen Log Cabin Quilt wollte ich immer machen, bin aber alleine immer nicht dazu gekommen. Irgendwie sind immer andere Projekte dazwischen gekommen. Und dann habe ich mich in dem Kurs doch gegen eine Decke und für einen Wandquilt entschieden. Mit graut einfach vor einer weiteren großen Decke, die ich quilten muß. Und dann sind mir noch die südafrikanischen Stoffe eingefallen, die ich schon so ewig gehütet habe. Hier ist endlich mal ein Projekt, wo sie zur Geltung kommen habe ich mir gedacht.

Log Cabin aus Südafrikanischen Stoffen.

Log Cabin aus Südafrikanischen Stoffen.

Jetzt fließen mir die Muster vielleicht doch ein wenig zu sehr ineinander. Aber es ist wie immer: wenn mit einem Projekt fertig bin, muß ich mich erst mal damit anfreunden. Die Realität mit meinen vorherigen Vorstellungen/Plänen/Ideen in Einklang bringen. Meistens gefällt es mir dann doch noch. Aber auch diesen Quilt muß ich jetzt noch quilten…

Aus den Streifenresten habe ich noch schnell 2 Topflappen-Vorderseiten genäht. Aber die sind noch nicht ganz fertig, da ich erst noch einen Kindersonnenhut zwischenschieben mußte. Der ist jetzt fertig (-dauert nur ganz kurz in der Fertigstellung– kann ich jetzt nicht so bestätigen). Das feststecken und Einscheiden für die Rundungen dauert einfach länger, wenn es präzise werden soll. Das Ergebnis sieht aber sehr profesionell aus. Auch die 2 Seiten funktionierne gut: die Trennung der beiden Stoffe hat gut funktioniert. Ich mag es nicht, wenn die andere Seite immer so halb zu sehen ist. Das funktioniert hier super. Und beide Seiten haben einen ganz eigenen Charakter.

Aufprobieren ging aber dann leider heute noch nicht, da wir überraschend Haustiere bei uns gefunden haben und ich mich das erste Mal in meinem Leben mit Läuseshampoo beschäftigen mußte. Und ich habe sehr viel gewaschen… Es ist alles frisch und duftig hier und riecht nach Chrysanthemenextrakt…

Mehr demnächst.

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