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Summertime again

Hier nun die ersten Bilder von meinen Sommerprojekten. Farbe ist da auf jeden Fall schon mal gut, wenn es Sommer wird. Ich mag die Waxprint-Stoffe schon lange, aber habe sie eher für Quilts genutzt. Da sind dann viele Motive einfach zu groß, da das Schöne und Besondere an  den Stoffen dann ziel zu klein geschnipselt wird. Aber da ich immer mehr Lust an bunten Stoffen auch für Kleidung habe, sind nun auch endlich ein paar lange gehegte Pläne umgesetz worden.

Rock aus Waxprint.

Rock aus Waxprint.

Den Stoff habe ich hier in Bremen nicht mal eine Kilometer von meiner Haustür entfernt bei BriSon gekauft. Es war nur noch ein Reststück und ich habe das ganze schon als weiten Rock gesehen, als ich nur eine Ecke von dem Stoff im Schaufenster gesehen habe. Ausserdem war es ein Sonderangebot. Und ich liebe die Farben. Der Stoff hat den Aufdruck „Veritable Duch Wax Hollandais A 2066“ und ist fast durchgefärbt (das Muster ist nur etwas blasser auf der Rückseite). Die Stoffqualität ist eine feste, dicht gewebte Baumwolle. Er ist deutlich dünner als z.B. ShweShwe-Blaudrucke und hat ziemlich viel Stand.

Daher habe ich Falten als eine gute Idee angesehen, um Weite in den Rock zu kriegen. Ich habe mich für diesen Schnitt aus der Fashion Style 03/2016 entschieden. Was man wegen dem wilden Muster auf dem Rock aus der Zeitschrift nicht sofort sieht: der Schnitt hat vorne auf der einen Seite eine Kellerfalte und auf der anderen Seite  zwei zur Seite gelegte Falten. Hinten ebenso. Das macht bei dem  von mir verwendeten Stoff auf jeden Fall einen extra-dicken Hintern. Und funktioniert auch nicht gut mit den großen Kreisen. Daher habe ich hinten nun 2 Kellerfalten gemacht und vorne eine Kellerfalte und zwei seitliche Falten gelegt. Die Falten habe ich eher nach dem Muster gelegt als direkt nach Schnitt. Wahrscheinlich wären durchgehend Kellerfalten für die Symetrie etwas besser gewesen. So sieht es mit den unterschiedlichen Falten finde ich nicht so sehr nach absichtlichem Design, als mehr nach einem Nähversehen aus.

Midi Rock Vorlage

Midi Rock Vorlage

Der Schnitt war aber super um das allermeiste aus dem Stoff zu machen. Ich habe nur winzige Reste übrig behalten die nicht mal für einen Patchwork-Topflappen reichen. Der Stoff hat gut Stand, knittert aber im Gebrauch kaum. Auch nach dem Fahrrad fahren und zugehöhrigem „hochklammern“ des Rockes zum Kettenschutz konnte ich keine fiesen Knitter finden. Der Rock ist superbequem und fühlt sich sehr gut an. Ist bei mir aber nicht wirklich Midi-Länge geworden (obwohl ich genau die vorgeschriebenen 1,68m groß bin). Ich mag die längere Länge aber so eh lieber. Denn hochhackige Klackerschuhe wie auf der Vorlage habe ich sowieso keine.

Der Saum ist eingehalten, dann umgebügelt und im folgenden ohne eine aufwendige Versäuberung umgenäht. Ich habe den Stoff vorher mit der Zickzachschere geschnitten und beim Nähen innen noch eine Zickzackborte mitgefasst. Ein kleines Detail, das mir sehr gefällt.

Rocksaum innen.

Rocksaum innen.

Als der Rock jedoch fertig war, musste ich feststellen, dass ich so gar kein Oberteil hatte, das farblich und stilistisch zum Rock passt. Da musste ich mir dann noch was entsperechendes nähen. Das Oberteil ist aus sehr dünnem Jersey. Da passte zumindestens die Farbe, aber das Nähen war eine Tortur mit einer normalen Nähmaschiene. Auftrennen war da fast nicht möglich. Der Schnitt ist das Knitt-Sweatheart-Shirt von Gertie Hirsch aus dem Buch „Gertie Sews Vintage Casual“. Im Buch wird extra drauf verwiesen, nicht zu dünne Jerseys zu nehmen… Aber frau muss sich ja nicht an alle Vorgaben halten.

Nachdem mir meine erste gestreifte Version aus dickerm Jersey so gut gefallen hat (Fotos davon später), habe ich einfach mal ein Erfolgsmodell noch einmal genäht. Abgesehen vom Stoff war es supereasy und das beste: ich musste NICHTS ändern.

Oder so.

Oder so.

Es ist eine schöne Sommerkombi. Ich werde auf jeden Fall wieder Waxprint vernähen. Ich habe auch schon ein Kleid genäht, aber davon gibt es noch keine schönen Bilder. Daher später.

Weitere Farben-Projekte wurden ebenfalls abgeschlossen. Der Regenbogenschal ist fertig. Pünklich zum Christoper Street Day. Passend und immer noch und immer wieder ein wichtiger Tag.

Regenbogenschal.

Regenbogenschal.

Die Empfängerin war sehr zufrieden und trägt ihn nur wegen der Temperaturen noch nicht dauerhaft. Die Wolle habe ich vom Woll SB Markt in Bremen.

Happy.

Happy.

Es geht aber auch monochrom. In der Lieblingsfarbe der Tochter:

Kleid in blau.

Kleid in blau.

Das ist wieder ein Schnitt aus der Ottobre Kids. Mit drei verschieden dicken Jersey-Stoffen dann etwas schwieriger im Übergang der einzelnen Farbblöcke zu nähen, aber durch ordentliches Dampfbügeln sind keine dauerhaften „Wellen“ geblieben. Es wird gerne und viel getragen und war doch recht schnell fertig. Der obere Stoff ist von tatams, der mittlere vom Holländischen Stoffmarkt und der unterste von Karstadt. Uii, mit den ganzen links sieht es ja wie Sponsoring aus… Macht aber keiner, ich kaufe alle meine Stoffe und Wolle selber und bin damit völlig frei in meinen Kommentaren.

Have a nice summer.

Guess what…

Jubiläum. Tatsächlich Nr. 100. Mal sehen, ob dieser Post besser, länger, diverser, mit mehr links, mehr Musik und irgendwie doller wird… Auf jeden Fall wollte ich dieses mal nicht so lange warten, bis ich mich wieder zum Schreiben aufraffe. Und dan ist es schon wieder einen Monat später… Eigentlich sind auch eher die Fotos der limitierende Faktor. Deshalb fange ich einfach mal an mit den Dingen, wo schon Fotos vorhanden sind: ich bin bei den Jersey-Oberteilen vom Virus befallen. Seitdem ich durch simples verstellen des Nähfüßchendrucks endlich keine welligen Nähte im Jersey habe, kann ich gar nicht mehr aufhören.

Ich habe mir den Schnitt von einem gekauften Shirt abgenommen und das ganze dann noch mit ziemlicher Nahtzugabe zugeschnitten. Auf jeden Fall zeigte sich da ein grundsätzliches Problem von Jersey/stretchigen Stoffen allgemein: jeder stretcht sich irgendwie anders. Hier musste ich dann an den Wiener Nähten einiges zugeben und unter dem Arm wieder einiges wegnehmen.

Änderung Brust und Armausschnitt.

Änderung Brust und Armausschnitt.

Ich habe ziemlich viel probiert und die Linie von Vorderteil und Seitenteil immer wieder angepasst. Eigentlich war ich dann mit dem Ergebnis ganz zufrieden: keine Beulen mehr unter dem Ärmel und genug Platz vorne am Busen und hinten am Rundrücken. Aber das Foto spricht da eine andere Sprache. Die Falten im vorderen Seitenteil deuten ganz eindeutig darauf hin, dass die Rundung immer noch falsch ist und ich für die Brust mehr Stoff gebraucht hätte. Die Ärmel sind auch zu eng, bzw. das Shirt hat mehr Weite als die Ärmel und wirkt daher etwas unausgewogen. Davon abgesehen gibt es auch Plus-Punkte: ich habe eine Menge beim nähen gelernt (neue Flüche z.B.), die beiden Stoffe gefallen mir gut zusammen, die Nähte sind nicht wellig, die Einfassung des Halsauschnitts ist mir gut gelungen und das Teil ist trotz der wenig überzeugenden Passform sehr bequem. Eine weitere Erkenntnis: wenn die Schneiderpuppe eine Nummer kleiner/dünner als frau selbst ist, nützt es nix, wenn daran die Passform ausprobiert wird…

Grüne Blumen - fertig.

Grüne Blumen – fertig.

Der nächste Versuch war dann in blau. Habe ich füher viel getragen und dann nach einer Farb-Typ-Beratung jahrelang gar nicht mehr. Den Ärmelstoff mit den dunkelblauen Kringeln auf hellblauem Grund fand ich aber dann so schön, daß ich einfach angefangen habe. Dieses ist ein Raglanmodell aus der Ottobre 5/2013. Nähte sich schnell und einfach und ich musste nicht viel anpassen. Ich habe die Ärmel im Oberarmbereich etwas weiter gemacht und das Shirt insgesamt etwas länger als im Schnitt angegeben. Der Jersey ist eine dickere und festere Qualität als bei dem grünen Modell. Das Shirt ist superbequem und ich fühle mich darin sehr „angezogen“, obwohl es auch eher körperbetont sitzt.

Raglan in blau.

Raglan in blau.

Im Foto sieht man wieder die Passprobleme im Brustbereich. Da muss ich beim nächsten Modell noch mal eine Verbesserung finden. Die Details sind wahrscheinlich unangezogen besser zu sehen. Pluspunkte sind hier: Kragen perfekt von der Weite und der Verarbeitung, schöne Kombi der 2 Stoffe, extrabequem und geeignet für drunter und alleine tragen.

Raglan ohne Passprobleme.

Raglan ohne Passprobleme.

Dieses dritte Shirt ist jetzt nicht körperbetont und aus Romanit-Jersey. Diese Art Stoff habe ich das erste Mal vernäht und bin von den Eigenschaften sehr angetan. Die Passform ist super, denn das Modell ist im Nähkurs unter Anleitung angepasst und fertig gestellt worden. Der Schnitt ist aus der Fashion Style 9/2015 Modell 24 und es wurde einiges verändert: Seiten-und Vorderteile wurden zu einem Schnittteil zusammengelegt, der Saum ist vorne und hinten etwas länger und an den Seiten kürzer (im Original war es vorne kürzer und hinten länger), ein Beleg wurde benutzt und keine Einfassung des Halsausschnittes wie im Heft und außerdem sind die Ärmel etwas länger als im Schnitt. Im Foto habe ich sie hochgeschoben, sie reichen aber bis über die Handgelenke. Pluspunkte hier: passt alles, perfekte Länge für mich und es fühlt sich so an, als hätte ich es schon ewig. Allerdings ist vom Original-Schnitt wirklich nicht mehr viel übrig geblieben.

Schwarz-Weiss und passend.

Schwarz-Weiss und passend.

Den schwarz-weißen Stoff finde ich jetzt allerdings etwas langweilig. Auf dem Ballen hat er mich von der Optik mehr überzeugt, vielleicht würde er bei einem Kleid noch besser zur Geltung kommen. Da ich aber kaum Kleider trage, da die auf einem Herrenrad leicht zu Problemen führen, ist die Überlegung nur theoretisch. Praktisch würde das Teil dann wohl nur im Schrank wirken und das wäre zu schade. Sehr bequem und ein echtes Basis-Stück. Werde ich bestimmt noch mal nähen. Dann wieder in bunt.

Farben sind bei meinen nächsten Modellen dann wieder mehr dabei. Hieraus soll ein längerer A-Linien-Rock entstehen.

Colour baby!

Colour baby!

Und hieraus ein Schal für die Tochter. Sie mag Farben und hier ist der ganze Regenbogen drin. Auch mein Wunsch nach Regenbogen ist zur Zeit groß. Leider habe ich nur ein Knäuel.

Even more colour.

Even more colour.

Sorry, keine Musik, wenig links und nur Bilder. Das kommt dann in dennächsten 100 posts…

 

Endlich wieder ein paar Ergebnisse. Die Teile sind zum Teil schon länger fertig, aber die fotgrafische Dokumentation war diese mal der schwierige Teil. Das Wetter ist meist zu grau und ungemütlich und abends werden die Fotos immer nur düster. Aber jetzt pünklich zum Mai-Beginn ist das Wetter ja endlich der Jahreszeit entprechend. Der April war hier kälter als der Dezember (gefühlt) und zwischen den wenigen sonnigen Abschnitten immer wieder Schneeregen.

Hier aber jetzt mit Sonne: meine Tasche aus alten Leinenstoffen und einer alten Wäscheborte für meine Mutter.

Neue, alte Tasche.

Neue, alte Tasche.

Ich mag die Stoffe zusammen, obwohl der Kontrast relativ gering ist. Da es sich um Leinenstoffe handelt ist die Tasche in sich etwas steifer als aus Baumwollstoffen. Aber es geht noch und wird mit der Einlage nicht zum Brett. Die Wäscheborte mit den Initialen finde ich sehr schön dazu. Der Schnitt ist wieder der viel genutzte von das-mach-ich-nachts.

Dann habe ich auch noch zwei Oberteile fertig bekommen. Aber nur von einem gibt es Fotos:

Jacke in Grün.

Jacke in Grün.

Die Stoffe habe ich mir von einem Stoffgutschein von tatams gekauft, den ich zu meinem Geburtag geschenkt bekommen hatte. Es sind Biobaumwollstoffe und ich wäre fast zu knickerig dafür gewesen. Aber irdenwie fand ich das grün so schön. Der Sternestoff ist dicker und weniger stretchig als der unifarbene. Aber sie vertragen sich ganz gut beim vernähen. Ich hatte genau solch einen Schnitt mit vorderen Teilungsnähten für diese Stoffe im Kopf und bin wieder bei einer Ottobre fündig geworden. Es ist der Sweatshirt-Schnitt “ Evening Walk“ aus der Ottobre 5/2014. Allerdings habe ich ihn mit Kaputze genäht und nicht mit Stehkragen. Ausserdem habe ich noch alles mit Belegen versehen, weil ich diese offenen Reißverschlüsse innen nicht schön finde. Und habe das erste mal meinen Deko-Coverlock-Fake-Stich meiner Nähmaschiene benutzt (ich habe sie ja auch erst seit über 30 Jahren…). Die Nähte haben sich beim nähen glücklicherweise auch nur leicht gedehnt. Das wurde aber mit insensivem Dampfbügeln doch wieder ziemlich glatt. Insgesamt mußte ich den Schnitt im Brustbereich doch ziemlich anpassen. Das ist nicht 100%ig gelungen wie man an den Falten im Detailfoto sieht. Da hatte ich einfach nicht mehr genug Stoff für ein optimales Ergebnis.

Zierdetails.

Zierdetails.

Mein Fazit:

-der Schnitt ist nicht schlecht, aber für mich sind die Ärmel mit einer Naht oben nichts. Das würde ich das nächste mal anders machen.

-die zusätzliche 10kg, die in den letzten 2-3 Jahren dazugekommen sind, machen die Anpassung der Schnitte an mich deutlich schwieriger, als die 10kg davor. Ich muß mich da noch gewöhnen und das Anpassen an den Busen lernen.

-die Anpassungen sind zwar noch nicht optimal, aber ich habe mich schon sehr viel mehr an Veränderungen getraut als früher. Bei crafteln gibt es eine tolle Reihe mit Schnittanpassungen! Das hat mir sehr geholfen.

-ich bin ganz stolz über die schöne Kaputze auch wenn die total unpraktisch ist, wenn frau den Pullover unter einer Jacke trägt…

-ich trage den Pullover viel, denn er ist super-bequem.

-insgesamt ein Erfolg.

Musterschal in rot.

Musterschal in rot.

Ansonsten stricke ich wie besessen an meine Muster-Dreieckstuch. Da sind zwar etliche Fehler drin, da es aber riesig werden wird und mit Nadel 3,5 gestrickt wird, fallen die dann bei der Größe gar nicht auf. Ich habe 3 Knäule von der Wolle, aber nach 2 Knäulen wird das ganze bestimmt schon groß genug sein. Dann habe ich wahrscheinlich auch keine Lust mehr auf  das ewige 4-Maschen-1-zusammenstricken-1-Umschlag….

Und zum Abschluß noch mal eine andere Farbe:

Baum in rosa.

Baum in rosa.

 

Hasenzeit

Jedes Jahr ab Anfang März muss ich mich vor Hasen in Acht nehmen. Denn ich mag Hasen. Eigentlich alle Nager. Aber Hasen gibt es einfach mehr als Meerschweinchen. Sie sind überall. Und die niedlichsten ziehen dann immer bei mir ein und nie wieder aus.

Ein paar sind von meiner Tochter übernommen worden (Stichwort feindliche Übernahme…) Aber die meisten wohnen bei mir. Jetzt so beim Blick vom Schreibtisch hoch sehe ich hier 5 Hasen, 2 Meerschweinchen und etliche Hasenstempel. Es gibt einfach so viele nette Hasen. Und nun habe ich auch noch ein total niedliches selbstgehäkeltes Häschen mit Möhre geschenkt bekommen. Vielen Dank Kerstin!

Kuschelhase.

Kuschelhase.

Ich habe ihm gleich noch eine Decke und ein Kopfkissen genäht, weil ich eben genau den perfekten Stoff dafür noch in meinem Fundus hatte. Er hat hier einen Ehrenplatz.

Ansonsten haben ich noch kleine Taschen genäht, Pulswärmer entwickelt und genäht und mein Tuch zuende gestrickt. Hier die Beweise:

Tuch in grün.

Tuch in grün.

Das Tuch ist fertig und ich trage es fast täglich. Es ist zwar ein bischen kratzig aber daran habe ich mich schon gewöhnt. Es ist genau richtig groß geworden: nicht zu riesig unter der Jacke und beim um den Hals legen, aber genau richtig warm und anschmiegsam. Am liebsten würde ich gleich noch mal genau das selbe Modell mit einer anderen Wolle stricken. Aber das wäre dann wohl doch zu langweilig. Daher habe ich jetzt erst mal diesen Loop fertig gestellt.

Loop in rot.

Loop in rot.

Die Anleitung habe ich hier gefunden. Mein Exemplar ist mit deutlich mehr Fehlern behaftet als bei Frau fadengold, daher bin ich mit dem Foto auch nicht so nah ran gegangen… Aber er gefällt mir ganz gut und das ganze war auch gut während 2 Bahnfahrten zu stricken. Ich habe etwas mehr als ein Knäuel 3 Cento von Lana Grossa gebraucht. Jetzt versuche ich mich mit den „restlichen“ 3 3/4 Knäulen an einem etwas komplexeren Muster. Aber nur etwas komplizierter.

Und wenn ich dann damit fertig bin, werde ich mich an diese Wolles setzten. Die habe ich am Ende der Bahnfahrt in Berlin gekauft und sie ist wunderbar weich und kuschelig.

Peruanische Wolle.

Peruanische Wolle.

Genäht habe ich auch, aber nicht so viel. Ich habe ein bischen mit Pulswärmern herumexperimentiert. Beim Arbeiten am Schreibtisch wird mir immer kalt wenn die nackten Handgelenke auf der Tischplatte liegen. Daher jetzt eine wärmende Lösung in verschiedenen Farben. Ich habe immer zwei verschiede Stoffe für innen und außen genommen. Damit gibt es noch mehr Auswahl…DSC00178 DSC00175

Wärmer mal 3.

Wärmer mal 3.

 

Fasching 2.0

Tja, so sind sie die neuen Zeiten. Da hat sich das Kind doch ein Faschings-Kostüm nach ihrem Lieblingsspiel am Tablet ausgesucht. Dragon City. Und ich habe eine Eisdrachenkostüm gebastelt. Das gute ist, dass es gaaaanz viele verschiedene Eisdrachen gibt. Das ist immer viel besser als ein ganz exaktes Ergebnis abliefern zu müssen.

Eisiger Drache.

Eisiger Drache.

Den Stoff hatte ich noch in meinem Fundus (da ist wirklich alles, sogar Leoparden-Imitat…) und ich habe nur weißen und grauen Filz gekauft. Und den weißen Puschelstoff für die Hosen, die man auf dem Foto nicht sieht. Ebenso wie die genialen Krallenfüße zum Über-den-Hausschuhen-Tragen. Und aus den „Resten“ vom weißen Puschelstoff lässt sich nächstes Jahr bestimmt noch ein Eisbärenkostüm oder auch Schneefrauenkostüm nähen. Also alles in allem gelungen.

Ansonsten bin ich zur Zeit wieder vom Strick-Wahn befallen. Ich habe endlich mit meiner lettischen Schafswolle mit Leinen angefangen. Auch mit diesem sehr einfachen Muster habe ich mich am Anfang schwer getan, bis ich es überhaupt begriffen hatte. Aber dank Übersetzungstool Strickenglisch-deutsch habe ich es dann im 2. Anlauf verstanden. Ich finde die Farben des Garns wunderschön und wollte ein ganz schlichtes Tuch, damit kein Muster davon ablenkt. Ich finde auf dem Foto wirkt der Farbverlauf viel „streifiger“ als in natura. Auf jeden Fall werden in jeder 2. Reihe 4 Maschen zugenommen und so bin ich mitlerweile gefühlt bei unenedlich vielen Maschen pro Reihe. Wenn alles klappt schaffe ich am Wochenende den Abschluss.

Eine Millionen Maschen.

Eine Millionen Maschen.

Mein Oberteil nach dem Schnitt auf Seite 5 aus der Ottobre 5/2014 ist auch fertig. Es ist wie immer: kurz vor Ende des Projekts gefällt es mir alles nicht mehr so richtig. Ich habe es auch noch nicht angehabt. Aber jetzt finde ich es eigentlich ganz gelungen. Ich brauche immer etwas Zeit bis ich mich gewöhnt habe. Ich musste die Ärmel etwas weiter machen als im Schnitt angegeben und sie sind auch eine Idee länger geworden. Eigentlich waren nur 3 Abnäher am Ausschnitt vorgesehen, der Ausschnitt war mir damit aber definitiv zu riesig, daher habe ich noch 2 Abnäher mehr eingefügt und jetzt sitzt es gut. So richtig schlank sieht man in dem Modell nicht aus um es mal vorsichtig auszudrücken. Aber dafür ist es sehr bequem. Der Punktestoff gefällt mir auch super. Ich habe noch genug für ein T-Shirt hoffe ich.

Punkte und ZickZack.

Punkte und ZickZack.

Und jetzt nur noch was schönes: es gab nur wenige so richtige Wintertage hier in Bremen. Aber ein Tag war wirklich schön und ich hatte sogar meine Kamera auf dem Weg zur Arbeit mit.

Winterwonderland.

Winterwonderland.

Old things

Das erste Foto des Jahres, beim Neujahrsspaziergang an der Weser gemacht. Mit meiner neuen Kamera. Ich übe noch ein bischen.

Neujahr 2016.

Neujahr 2016.

Keine Vorsätze. Keine Rückblicke. Das hatte ich mir vorgenommen. Und im Großen und Ganzen will ich mich auch dran halten. Trotzdem ist es sehr schwer, nicht zu überlegen wie das letzte Jahr war (gut, anstrengend, mit vielem Neuen und mit mehr Selbstvertrauen) und wie ich mir das nächste Jahr wünsche (Arbeit an der Verbesserung meiner sozialen Fähigkeiten und noch ganz viel beim Kleidung-nähen dazulernen). So schwammige Ideen sind ok, aber ich will keine Liste und keinen festen Plan.

Ich habe aber tatsächlich zum Jahresende so einen Drang bekommen Projekte noch abzuschließen. Also sind meine ersten selbst gestrickten Handschuhe fertig. Ich habe mich nur so halb an die Anleitung gehalten und so sind sie etwas groß mit Riesendaumen geworden. Aber besser zu groß als zu klein. Sie sehen echt selbstgemacht aus, aber ich bin doch irgendwie stolz. Es sind zwei! Bei meinem ersten Paar Socken bin ich immer noch bei 1 und einhalb. Und auch wenn die Wolle nicht so super warm ist und wahrscheinlich nicht robust genug für Handschuhe, ziehe ich sie an. Heir liegen sie auf den Stoffen für meine nächsten Projekte: ein Sommerkleid links und ein weites Jersey-Oberteil rechts.

Handschuhe und Sommerstoffe.

Handschuhe und Sommerstoffe.

Ausserdem ist mein Mantel fertig:

Mantel das erste mal in freier Wildbahn.

Mantel das erste mal in freier Wildbahn.

Ich bin ganz zufrieden, obwohl man das etwas kurze Futter (Falten rechts unten über dem Saum) immer noch sieht. Ich habe die Stelle bestimmt 3 mal aufgemacht und alles 4 mal neu mit der Hand genäht. Dann hatte ich keine Lust mehr. Das bleibt jetzt so. Hier noch ein paar Details zum Kragen mit zwischengefasster Webkante und aufgesetzten Fake-Taschen bzw. Taschenklappen. Im Futter ist auch eine Tasche, die reicht gut für die Schlüssel. Ohne den Wochenendnähkurs hätte ich das Teil so nicht hinbekommen. Ich bin alleine viel zu zögerlich beim Anpassen von Schnitten. Ich will bei meinem nächsten Projekt auf jeden Fall wieder darauf achten, den Schnitt vorher und während der Arbeit für mich anzupassen.

Kragendetail.

Kragendetail.

Frontansicht.

Frontansicht.

Nach diesem Post habe ich viel darüber nachgedacht, warum ich angefangen habe Sachen für mich selbst zu nähen. Und dann warum ich sie heute noch/wieder für mich selbst nähe. Angefangen habe ich, weil ich mir bestimmte Sachen nicht leisten konnte. Selbstgenäht ging es dann. Zum Teil auch der Wunsch nach Kleidung, die mir mehr entsprach als die zu kaufenden gerade modernen Teile. Ich habe früher Knöpfe regelrecht gehaßt und wollte Jacken und Kleider und Blusen mit Reißverschlüssen. Ausserdem schlichter, ohne Gedöns und Schleifchen und aus ungewöhnlichen Stoffen. Dass eine geküpfter Kissenbezug für einen Sweatshirt-Schnitt zwar innovativ aber nicht praktisch ist, habe ich dabei unter anderm gelernt.

Mittlerweile merke ich, dass ich mit einigen von mir genähten Teilen unzufriednen bin und bei anderen gleich ein genau-richtig-Gefühl habe und sie viel trage. Das hängt nicht mit der Qualität der Arbeit zusammen sondern eher mit dem Eindruck ob mir etwas steht oder nicht. Oder eben auch gut passt. Oft nähe ich wirklich nach den Schnitten aus den Heften mit dem Ziel: das Foto finde ich schön, so würde ich auch gerne aussehen. Das klappt nicht immer bzw. eher selten. Weil ich wie ich aussehe und nicht wie ein geshopptes Bild in einer Zeitschrift. Manchmal habe ich auch einen Stoff und will daraus ein bestimmtes Kleidungsstück für mich machen und suche dann einen passenden Schnitt dafür. Das klappt häufiger, aber auch nicht 100%ig.

Ich will es jetzt mal vermehrt mit dem Konzept versuchen: Was steht mir gut, worin fühle ich mich wohl und wie muß ich den Schnitt auswählen bzw. verändern, damit ich genau diese Idee von einem Kleidungsstück hinbekomme. Das wird garantiert aufwendiger, aber vermutlich ist die Ausbeute an gelungenen Lieblingsstücken größer.

Schon fast ein Vorsatz, aber vielleicht auch eher eine Veränderung der Perspektive auf das Nähen.

Eine Veränderung der Perspektive war auch David Bowie für mich. Längst bin ich nicht mehr so ein Fan wie in meinen letzten Schuljahren. Ich habe in den letzten Jahren nicht mehr alle Platten gekauft und die, die ich habe nicht mehr jeden Tage gehört, nicht mal mehr jede Woche. Und so hat es mich überrascht, wie mich die Nachricht von seinem Tod berührt hat. Weil die Musik so unentwirrbar mit meiner Jugend zusammenhängt. Und damit kamen dann doch viele private Rückblicke. Viele Zeilen sind mir wieder eingefallen, besonder präsent sind diese:

All the somebody people. I never thought I would need so many people.

Zum Abschluß also wirklich alte Dinge: mein letzter Schultag. Übrigens mit einem selbst zusammengekotetem Tuch und einer selbstgenähten Hose meiner Mutter. Das Bowie-Overall nach seinem Outfit aus dem Ziggy Stardust Film war das erste Kleidungsstück, das ich selbst genäht habe. Davon gibt es glücklicherweise keine Fotos…

1987

1987

Von jeher ein Bestreben…

Hier endlich der Beweis: die Kissen sind fertig. Sie sind auch schon eine Weile in Benutzung und auch recht gemütlich auf dem Sofa, da relativ fest. Ich habe einfach Kissen mit 50cm Kantenlänge in einen Überzug mit ca 41cm  Kantenlänge gestopft… Beim Einkauf war ich sicher, dass es passt. Und das tut es erstaunlicherweise ja auch.

Kissen zu Zweit.

Kissen zu Zweit.

Das Quilten mit der Maschine ist kleinräumig mit dem Obertransporteur nicht so einfach. Das sieht man am Zentrum der Kissen. Aber perfekt muß ja auch nicht unbedingt sein. Die Stoffe gefallen mir immer noch sehr gut zusammen.

Der Mantel ist leider immer noch nicht ganz fertig. Das Futter ist noch zu eng und muß noch einmal nachgebessert werden.

Der schönste Song zum Ende des Jahres (wenn ich es nicht schaffe noch mal zu posten…) natürlich von Bernd Begemann. Der Bremen-Song ist super ziemlich gut und auch recht genau auf den Punkt. Und hat mich dazu gebracht mal wieder eine Vinyl-Maxi nur für die B-Seite zu erwerben. Aber ansonsten gefallen mir viele Songs auf der neuen Platte: Ich habe meine Frieden gemacht, Das klappt gerade nicht mit dem Fahrrad, St. Pauli hat uns ausgespuckt, Liebling wir haben größere Problem als uns, Mehr als Erfolg (brauche ich das Gefühl, Euch weiterhin alle Scheiße finden zu dürfen), Brauch dich so, Die Glücklichen und Die Reichen haben gewonnen. Und es sind noch weitere 20 Songs auf der Cd bzw. Do-LP: Eine kurze Liste mit Forderungen. Da krigt man was für sein Geld. Nur so als Tip.

Aber mein Motto für das nächste Jahr sollte dieser Song sein: Unoptimiert.

Das gilt natürlich auch für den Baum oder eher für das Foto davon.

Baum 2015.

Baum 2015.