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Finale! Finaale!

Ja, es ist geschafft! Nicht nur der Grand prix de la dings mit allen Vorentscheiden gekuckt und durchgestanden, auch die Jacke ist fertig!

Erster Moment des Tragens.

Erster Moment des Tragens.

Alle Fäden sind vernäht (während der Vorentscheide) und die Jacke wurde auch geblockt. Ein Foto von der Farbe, die beim vorsichtigen waschen noch herauskam habe ich nicht gemacht. War aber eine echtes Farb-Erlebnis.

Das zweite Mal blocken.

Das zweite Mal blocken.

Nach einen Tip von Stephanie Pearl-McPhee habe ich die Ärmel erst separat geblockt und dann noch mal die fertige Jacke. Das war vermutlich auch eine gute Idee, denn die fertigen Ärmel haben sich doch sehr eingekringelt. Nach dem Blocken ging dann das Einnähen deutlich einfacher.

Ich bin einfach super froh, dass ich es fertig bekommen habe. Beim Stricken habe ich mich an keinerlei Anleitung gehalten und immer nur den Fortschritt mit einer fertigen Jacke verglichen. Ich denke die Ärmel sind ein bischen lang und dafür eher etwas eng. Aber nach den Fotos kommt es doch ganz gut hin. Die gleiche Farbgestaltung der Ärmel gefällt mir, war aber eher Zufall.

Ich habe von den 6 Strängen Wolle nur knapp 3 gebraucht. Damit könnte ich also mit meinen „Resten“ noch eine Jacke stricken. Aber vielleicht nicht gerade, wenn es so warm ist wie jetzt. Vielleicht erst mal einen Schal.

Damit geht es jetzt zum MeMadeMittwoch zum Finale der Herzen beim Frühlings-Jacken-Knit-Along. Vielen Dank für die Möglichkeit mit zu machen. Alleine ohne deadline hätte ich wahrscheinlich nach einem und einem Halben Ärmel kurz vor Schluss wieder augehört. Aber hier noch mal das Foto, nachdem ich die Jacke heute bei 26° im Schatten 5 Minuten an hatte…

Hot!

Hot!

 

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Also doch wieder viele neue Stoffe. Und es war nicht nur der Stoffmarkt in Amsterdam, sondern auch schon vorher. Aber dafür sind es auch richtig schöne Ideen, unendliche Inspirationen und wieder neue Stoff im Vorrat. Sind ja auch ein paar Sachen fertig geworden oder kuz vor der Fertigstellung. Ja, ja Relativierungen… Aber die Auswahl war wirklich zu groß.

Ich habe vor Ostern ein paar Tage in Amsterdam verbracht. Da war es noch richtig kalt. Richtig, richtig kalt. Aber dieses Mal habe ich es so eingerichtet, dass wir auch zum Stoffmarkt am Westerstraat Markt da waren.

Auswahl.

Auswahl.

Ich habe Stoffe für ein Hemdblusenkleid für mich (blau mit bunten Punkten), einen Pullover für meine Tochter (lindgrün mit goldenen! Rehen) und für ein extravagantes Outfit (grüne Kugeln auf silbern/goldenem Hintergrund…) gekauft. Einmalige Gelegenheit. Die Auswahl war wirklich gut und mir hat vor allem die Bandbreite von Stoffarten gefallen. Von Gardinenstoffen, Polsterstoffen, Baumwolldrucken hin zu fast allen anderen denkbaren Qualitäten. Die Preise waren auch eher günstig bis megagünstig. Die Qualität meiner Einkäufe scheint aber nach dem ersten Wasch-Test trotz günstiger Preise gut zu sein. Ganz besonders hochwertige und auch hochpreisige Stoffe sind hier allerding eher nicht zu finden. Da wären die Stoffläden am Alber-Cuyp-Markt wahrscheinlich geeigneter.

Aber es gab auch Stoffe im Museum. Im Tropenmuseum war gerade eine Ausstellung zu Afrikanischem Modedesign: Fashion Cities Africa und dort waren in einem Raum auch Stoffe von Vlisco ausgestellt. Und auch das Musterbuch von Vlisco, dass ich mir leider nicht leisten konnte. Ich konnte mich nicht für einen Favoriten entscheiden.

Noch mehr Auswahl.

Noch mehr Auswahl.

Die Ausstellung und das Museum sind super. Sehr informativ und beides hat mich beeindruckt. Die Fotos von den Modellen geben nicht die im Ansatz die tollen Details und die rafinierte Verarbeitung wieder. Trotzdem hier eines meiner Lieblingsmodelle.

Afrikanisches Modedesign.

Afrikanisches Modedesign.

Aber da dies ja ein Näh-Blog ist, werde ich jetzt nicht von den netten Cafés berichten, von den vielen weitern Museen, die wir gesehne haben und und und. Sondern von einr ganz kleinen Nähstube, die wir in der Nähe der Westerstaat zufällig gefunden haben. Dort ist nähmlich das Mouse Mansion Studio zu finden. Das hatte zwar geschlossen, aber mit den Flyern dort an der Tür haben wir dann das originale Mouse Mansion in der Stadtbibliothek gefunden. Unsere Unterkunft lag nähmlich ganz in der Nähe der Bibliothek. Über 2 Meter hoch und über hundert Räume waren da zu finden. Hier nur die Schneiderei. Sehr gut hat mir auch das Musikliebhaber-Zimmer mit Schallplatten und Bowie-Poster an der Wand gefallen…

Schneiderei in klein.

Schneiderei in klein.

Wir sind schon dabei, uns hier zuhause auch ein kleines Maus-Haus zu bauen. Bisher gibt es schon 2 Räume und am Wochenende wird hoffentlich der dritte Raum tapeziert. Und noch ein Paar Bücher gebastelt. Die Regale sind noch zu leer.

Natürlich war ich in Amsterdam noch in anderen Stoffläden (Frottee für den neuen Bademantel für die Tochter, Blumencanvas nach alten Meistern für eine Tasche und Tweed und Zottelfell für einen Hippy-Mantel…) aber da war ich viel zu beschäftigt, um Fotos zu machen. Daher hier ein weiter Maus-Laden…

Stoffladen in klein.

Stoffladen in klein.

Hier ist also endlich mein 2. Post über den Fortgang meines Jackenprojekts zum diesjährigen Knit Along. Ich habe mich entschieden, brav gearbeitet und für meine Verhältnisse sieht es mit den Fortschritten auch ganz gut aus. Allerdings habe ich auch viel gearbeitet, eine Dienstreise hinter mich gebracht, war im Urlaub und außerdem waren da auch noch etliche Arztbesuche und und und….

Daher habe ich wirklich keine Zeit zum bloggen. Ich versuche hier alles aus den letzten Wochen zusammen zu fassen:

Ich habe mich für die lettische Wolle entschieden. Die sieht jetzt wirklich mehr nach Frühling aus als die grau-braun-schwarze. Und außerdem habe ich mich schon sehr darauf gefreut, die Stränge alle umzuwickeln. Wo ich doch jetzt einen Woll-Winder habe. Das sieht dann immer so schön manierlich aus. Also habe ich alle meine Stränge umgewickelt und dann brav eine Maschenprobe gemacht. Vielleicht hilft es ja zur erfolgreichen Bewältigung eines Projektes. Ich muß ja zugeben, dass ich zwar Schals und Tücher fertig bekomme, aber seit über 25 Jahren (!) keinen Pullover mehr fertig gekriegt habe. Angefangen hatte ich in der Zeit allerdings schon den ein oder anderen. Alles UFOs…

Dieses mal soll nun alles besser werden: also erst mal rauskriegen, wieviele Maschen und Reihen ich für ein 10x10cm Stück brauche. Und dann bei dem gewünschten Strickmuster entsprechend die Umrechnung starten. Leider hat mich schon dieser zweite Punkt überfordert. Passt der ausgesuchte Schnitt überhaupt für mich? Ich kenne mich ja mit Schnitten für das Nähen besser aus und da habe ich aus bitteren Erfahrungen gelernt, dass irgendeine Angabe wie „Größe 44/46“ oder „L“ so ziemlich alles heißen kann und ohne (Körper-)Maßtabelle nicht zu gebrauchen ist. Nach reichlichem Grübeln bin ich dann auf die (hoffentlich gute) Idee gekommen, als Vorlage einfache eine gut sitzende Jacke von mir zu nehmen. Wenn ich die Maße kopiere, müsste ja auch die gestrickte Jacke dann passen.

So sehen die Überlegungen aus:

Jackenberechnung.

Ich habe dann beim Rückenteil angefangen und einfach los gestrickt. Dabei habe ich das Stück immer wieder auf die andere Jacke aufgelegt und entsprechend zu- und abgenommen. Als untere Kante habe ich mich für Perlmuster entschieden.  Insgesamt habe ich das Rückenteil etwas länger als meine Jacken-Vorlage gemacht, die hat tendenziell etwas zu wenig Länge und definitiv zu kurze Ärmel. Aber das kommt ja noch.

Das Rückenteil ist fertig und auch eine Vorderteil. Beim zweiten Vorderteil bin ich jetzt auch schon zu 2/3 fertig und überlege, ob ich die Jacke dann schon mal zusammen nähe und wasche/dämpfe. Zur Zeit rollen sich die Teile ganz fürchterlich, so daß ich noch nicht so richtig die Passform kontrollieren konnte. Aber den Rest des 2. Vorderteils habe ich dann hoffentlich heute Abend fertig und dann fehlen mir nur noch die Ärmel und der angestrickte Kragen. Und ich bin wirklich durchgängig dabei:

Stricken bei der Arbeit.

Stricken bei der Arbeit.

Ich stricke auf dem Sofa, ich stricke beim Fernsehen, ich stricke in den Pausen auf der Arbeit, ich stricke in der verspäteten Bahn auf der Dienstreise und ich habe auf dem Hausboot in Amsterdam gestrickt. Ich will auf jeden Fall diese Teil fertig kriegen. Ob bis Ostern ist mir nicht so wichtig, aber FERTIG muß es werden.

Es strickt sich auch recht flott (ist ja auch recht dicke Wolle und Nadelstärke 6), allerdings dauert es immer ein bisschen, die Strohreste aus dem Garn zu pulen. Es ist halt doch mehr so rustikale Wolle. Der Farbverlauf gefällt mir sehr gut und ich habe auch keine Bedenken mehr, dass ich mit meiner Wolle hinkomme: fast ein Strang habe ich für die Rückseite gebraucht. Die beiden Vorderteile bekomme ich ebenfalls mit einem Strang (und dem Rest vom Knäul der Rückseite) fertig. Und ich habe dann noch 4 Stränge, das sollte auch für längere Ärmel reichen.

Damit habe werde ich mich etwas ausser Atem beim FJKA 2018 einreihen und konnte ja ein paar der Themen des Termins ansprechen: Ärmel, Fortschritte und andere Ärgernisse. Die Passform muß bis zum nächsten Schritt warte.

 

 

Erste Erfolge

Gar nicht mal so schlecht. Jedenfalls was Vorsätze angeht. Ich habe den ersten Monat des Jahres zwar nicht ganz ohne den Kauf von Wolle und Stoff geschafft, aber es ist in sehr kleinem Rahmen geblieben.

Potentielle Bluse.

Potentielle Bluse.

Diesen leichten Baumwollstoff habe ich in Hannover gefunden, bei Bastian-Stoffe in der Innenstadt. Ich war wirklich beeindruckt von der Auswahl in dem eher kleinen Laden. Und erschlagen und überfordert. Ganz ohne einen Stoff konnte ich da einfach nicht heraus. Aber ich habe schon eine Idee für den Stoff: es soll eine ganz klassische Hemdbluse mit Kurzarm werden. Dann dazu meinen Tweedrock und die Schiebermütze… Kann ich mir gut vorstellen.

Immer wenn ich  für die Arbeit woanders hin muß, suche ich mir die Stoffgeschäfte in der Nähe raus. Und die Wollgeschäfte. Wenn ich doch eh daran vorbei komme. Hier lag das Wollgeschäft nur ca 50m vom Stoffgeschäft entfernt. Da habe ich dann noch ein paar runtergesetzte Knäule für die Verlängerung von meinem Schal gekauft. Falls es doch nicht so gut passt, lässt sich daraus auch ein schöner Colour-Block-Schal stricken. Das war es dann aber auch mit Nachschub für das Woll/Stoff-Lager für den Januar.

Auf jeden Fall Schal.

Auf jeden Fall Schal.

Und die ersten fertigen Projekte gibt es such schon zu sehen. Meine Shirt aus eine schönen Biostoff von Lillestoff hier nur als mäßiges Bild. Aber für was besseres war es einfach zu kalt.

Regen im Schnee.

Regen im Schnee.

Die kupferfarbenen Regentropfen glitzern auch noch und bis jetzt scheint dieses Glitzern auch die Wäsche gut zu überleben. Ein sehr schöner Stoff und das Oberteil lässt sich gut kombinieren. Mal wieder der Raglanschnitt aus der Ottobre, den ich schon in sehr vielen Varianten genäht habe. Ich fühle mich darin einfach zuhause. Und im Winter jetzt eine schöne und warme Basis unter einer Jacke.

Ein nächstes Projekt ist auch schon fertig. Eine Premiere: ich den habe den Schnitt von einem Pullover/Sweater abgenommen, den ich Second Hand gekauft hatte. Der gefiehl mir von der Länge her und von den Schnittdetails gut und so habe ich den Schnitt abgenommen, alles noch etwas weiter als bei dem Original abgezeichnet und dann nach Gefühl alles zusammengeklöppelt. Ich bin sehr stolz, denn es hat geklappt! Nur die Ärmelkugel muß ich im Schnitt noch mal überarbeiten, der Rest gefällt mir gut.  Und die Verarbeitung ist bei meinem Projekt besser geworden als im Original. Ich bin da vermutlich aber auch ein bischen sehr pingelig.

Langpullover.

Langpullover.

Am besten gefällt mir der Kaputzenausschnitt. Den kann man natürlich auf keinem Foto gut sehen. Und den „doppelten“ Bauch mit denseitlichen Eingrifftaschen. Macht das Ganze sehr gemütlich.

 

Wolle für den Frühling

Beim meMadeMittwoch gibt es dieses Jahr wieder einen Frühlingsjäckchen Knit Along. Und da mein letzter Schal vor gut einer Woche fertig geworden ist und das Häkeltuch auch schon ordentlich vorangekommen ist, wäre jetzt eigentlich der Zeitpunkt um den zu 6/7 fertigen Pullover, an dem ich seit über 2 Jahren arbeite, endlich abzuschließen. Oder ich kann was neues anfangen und eine Frühlingsjacke stricken.

Eine Jacke zum drüberziehen, wenn eine Jersey-Raglan-Shirt alleine noch zu kühl ist, fehlt mir in der Tat noch. Vor allem auf der Arbeit beim stundenlangen still sitzen, wird mir doch öfters kalt. Bei einem dicken Pullover wird mir dann aber oft schnell widerum zu warm, also hätte ich gerne eine offen zu tragend Jacke, die haupsächlich die Arme und den Rücken wärmt und ich am Bauch offen oder geschlossen tragen kann.

Also habe ich mich entschieden, bei meinem ersten Knit Along mitzumachen. Der Zeitplan sieht folgendermaßen aus:

11.02. 2018 – Inspirationsquellen, in Frage kommende Anleitungen und Garne 
18.02.2018  – Projektvorstellung: Wahl des Strickmusters und des Materials, Maschenprobe und Passformüberlegungen 
04.03.2018  – Erster Zwischenstand – Stolz auf den Fortschritt, Schwierigkeiten und Lösungen 
18.03.2018  – Zweiter Zwischenstand – Ermüdungserscheinungen, Passformmängel, die leidigen Ärmel und andere Ärgernisse 
01.04.2018  – Finale: Große Modenschau der fertigen Jäckchen bei hoffentlich wunderbarem Frühlingswetter am Ostersonntag 
06.05.2018 – Finale der Herzen: Für alle diejenigen, denen beim Anblick der vorigen Termine jetzt schon der Schweiß ausbricht. Keine wird mit einem halbfertigen Jäckchen zurückgelassen.

Tja, da bin ich ja jetzt schon hinterher. Aber die Garne sind ja die wichtigste Entscheidung. Und da bin ich tatsächlich schon ziehmlich weit. Ich habe zwei Kandidaten aus meinem Fundus gefunden, die ich beide mit einer Jacke im Kopf gekauft habe. Ich sehe meist eine Wolle und habe dann eine ungefähre Idee, was daraus werden soll: Schal, Tuch, Jacke, Pullover. Dann kaufe ich in etwa die Menge, die wohl vermutlich dafür nötig ist und fange dann zuhause an zu suchen, ob ich eine dazu passenden Anleitung finde. Da wird es dann meistens schwierig.

Dies ist also meine erste Wahl:

Lettische Wolle.

Lettische Wolle.

Eine etwas dickere Wolle, die ich im Dezember in Riga gekauft habe. Erst nur drei Stränge für ein Tuch und dann noch mal drei, da ich mir doch besser eine Jacke daraus vorstellen konnte. Mir schwebt so was Kastiges Schlichtes vor. Am liebesten nur glatt rechts mit unten und an den Kanten Perlmuster. So ungefähr wie dieses Modell aus einem alten Heft der Brigitte kreativ. Welches Heft kann ich nicht sagen, weil ich es nach dem Foto schon wieder verschusselt habe.

Inspiration für die Jacke.

Inspiration für die Jacke.

Die Wolle ist recht dick, damit kommt frau gut voran. Das Probestück war schnell fertig. Nach einigen Versuchen habe ich mich jetzt für Nadelstärke 6 entschieden, das Strickild gefällt mir so ganz gut. Allerdings ist die 100% Wolle-Wolle doch auch richtig kratzig. Aber ich habe schon eine Halstuch aus ebenso kratziger lettischer Wolle und das trage ich gerne und das Kratzen stöhrt mich nicht. Und bei einer Jacke hätte ich ja sowieso noch was drunter.

Strickprobe Kratzewolle.

Strickprobe Kratzewolle.

Ich mag die Farben total gerne und denke wegen dem Farbverlauf wäre jedes Muster zu viel. Da könnte ich es ja vielleicht schaffen im Zeitplan fertig zu werden. Eventuell. Also bis Mai. Dann ist die Jacke wahrscheinlich zu warm, aber ich stricke immer antizyklisch. Das heißt, dass ich immer erst nach der Saison fertig werde, in der das Strickstück eigentlich getragen werden sollte. Aber im Herbst wäre es bestimmt auch praktisch. Und außerdem ist der Sommer in Bremen eh meist wie früher Frühling mit viel Regen woanders.

Ich glaube ich bin schon entschieden. Zur Vollständigkeit hier aber noch mein Alternativprojekt.  Ich habe hier schon eine Weile eine Wolle in steingrau/antrazit von Lana Grossa liegen. Diese Wolle ist gar nicht kratzig, sondern superkuschelig.

Kuschelwolle.

Kuschelwolle.

Allerding fällt sie deutlich weicher (man könnta auch lappiger sagen). Hier habe ich schon eine Muster im Auge: eine Art Cardigan aus der Filati Stricken Ausgabe vom Herbst/Winter 2015/2016. Ja, der Plan reift schon länger. Ich will die Jacke auf jeden Fall stricken, aber so richtig Frühlingsmäßig ist sie ja nicht. Also werde ich mich mit 98%iger Sicherheit für die grau-gelbe Variante entscheiden.

Bis zum nächsten Mal werde ich dann auch entscheiden, ob ich einfach los stricke oder doch noch mal versuche eine Anleitung zu finden, die einigermaßen zu meiner Wolle passt.

Bis dahin verlinke ich diesen Beitrag beim MeMadeMittwoch. Die anderen Ideen und Jacken sind hier zu finden:FJKA 2018.

Bekennerinenschreiben

Tja, führt ja kein Weg dran vorbei. Es muß ja wohl gesagt werden. Auch Nachrechnen hat nix am Ergebnis geändert.

Ich habe versagt, bin gescheitert und habe mich nicht an die Abmachung gehalten. Stoffdiät war ja wohl nix, gar nix für 2017.

Hier die nackten Zahlen:

  • ich habe insgesamt 117m Stoff gekauft
  • gekostet hat das ganze € 1270,32
  • vernäht habe ich dieses Jahr 62,75m
  • davon sind 20,7m aus dem Vorrat gekommen (33% der vernähten Stoffe lagen hier also schon länger als ein Jahr)
  • 46,37% der Einkäufe dieses Jahres sind nun im Vorrat und haben ihn damit um 54,25m vergrößert

Und hier die verschiedenen Formen der Erkenntnis:

  • sobald ich ein Ultimatum habe, sträubt sich alles in mir sofort dagegen
  • egal ob Schokolade, Stoffe, Tassen oder Wolle: sobald es heißt: gibt es ab jetzt nicht mehr/nur noch reduziert, muss ich gleich los was kaufen oder essen
  • wenn das so weitergeht brauche ich nur noch ca 5 Jahre, bis ich meine Nähmaschine unter den Stoffen nicht mehr finde
  • ich habe wohl ein klein wenig den Überblick verloren
  • irgendwie muß es besser werden in 2018
  • also nachhaltiger, mit keinem weiteren massivem Eintrag von Stoffen – unökologisch! bzw. so funktioniert kein Ökosystem…
  • vielleicht klappt es ja mit all den guten Vorsätzen für 2018…
  • immerhin haben wir heute schon den 11.01.2018 und ich habe noch keinen Stoff gekauft
  • meine Erkenntnis, daß kein Weg um den Stoff-Berg-Abbau herum führt ist schon da, ich muß aber noch was motivierendes in Gefahrensituationen finden (jeder Stoffladen, das Reizwort -Sonderangebote- und der Anblick von Tieren auf Stoffen, oder Streifen, oder Punkten…), vielleicht Disziplin?
  • pffffffff…
  • ich versuche es mal mit Bestechung: für jeden Monat, in dem ich keine Stoffe und keine Wolle kaufe, darf ich mir ein neues Buch kaufen. Auch Hardcover oder direkt in Schottland bestellt
  • oder für ein halbes Jahr ein paar neue Tanzschuhe? Unendliche Möglichkeiten…
  • ich will noch so viel nähen und habe hier noch so viele Stoffe auf dem „nächstes Projekt“-Haufen, dass es mindestens bis 2021 reicht
  • außerdem: auch Meter sind nur Zahlen. Und wie sagt der Barde so schön: Not everything that counts can be counted.
  • Hier also das Motto für 2018: Tomorrows gonna be a better day.

    A Lining. Perhaps silver.

    A Lining. Perhaps silver.

No snow, aber Wolle.

Ich war ja sehr wenig fleissig hier im Blog in den letzten Wochen. Aber ich hatte viel zu tun und noch dazu das Gefühl super viel zu tun zu haben. Keine Zeit für alles was nicht Organisation, Arbeit, Haushalt, Kinderorganisation, Arbeit, Putzen oder gegen das Chaos-an-arbeiten ist. Dabei habe ich vor Weihnachten keinen einzigen Keks gebacken und auch bei weitem nicht so viele Geschenke selbst gemacht, wie in den Jahren zuvor. Vielleicht das Alter? Denn soviel Stress war eigentlich gar nicht wie sonst.

Denn das Kokketiern mit der 50 ist nun keine Beinahe mehr. Ein bischen hat mich das Halbe Jahrhundert ja schon beeindruckt. Auch wenn ich das ungerne zugebe. Aber 50 ist schon eben eine sehr runde Zahl. Mit 30 war ich wirr und im Studium und habe mich nach dem Geburtstag viel freier als vorher gefühlt. Bei meinem 40esten Geburtstag war meine Tochter gerade ein halbes Jahr alt und da hatte ich wirklich anderes zu tun, als mir um Zahlen Gedanken zu machen. Jetzt war mehr Zeit zum Nachdenken und da ich auch schon zu einigen 50. Geburstagsfeiern eingeladen war, habe ich mich sehr schwer damit getan, mir klar zu werden was ich von dem Tag eigentlich erwarte.

Feiern oder weg? Hat beides was für sich. Aber feiern kurz vor Weihnachten, wenn keiner Zeit und Lust auf noch einen Termin hat? Grillparty im Garten geht da einfach nicht. Und dann habe ich mich für weg entschieden. Und nach vielen Überlegungen dann dafür, etwas zu tun, was ich noch nie gemacht habe. Beziehungsweise dorthin zu fliegen, wo ich noch nie war. Meine Traumziele Vancouver oder Hawaii müssen noch warten, bis ich reich werde/diese Oberdepp nicht mehr der Chef der US of A ist.

Aber so bin ich mit meinem Mann und meiner Tochter für 3 Tage nach Riga geflogen (da war ich noch nie und fliegen tue ich auch nicht oft) und habe mir mit ihnen die Stadt im Nebel angesehen. Schnee war leider nicht.

Riga bei Tag.

Riga bei Tag.

Es war wunderschön. Das Hotel lag mitten in der Altstadt und alles war zu Fuß zu erreichen. Dort gab es ein echtes James-Bond-Entree mit Marmorbrücke über Goldfischen zum Fahrstuhl. Bei Mr Bond wären es vermutlich Haie und Papgeien gewesen und hier „nur“ Goldfische und Wellensittich aber ich fand es sehr beeindruckend.

Ausserdem lagen zwei Wollgeschäfte einmal 80m und einmal 140m entfernt. Und der Schokoladen-Laden von Laima (tradionelle lettische Schokoladenmarke) war auch gleich um die Ecke. Die Stadt hat mich beeindruckt und mit ihrem Charme für sich eingenommen. Und die RigaerInnen auch.

Riga at night.

Riga at night.

Und die Wolle. Und der Kaffee.

50 und 2 Tage.

50 und 2 Tage.

Aber vor allem die Wolle und die wunderschönen gestrickten Handschuhe. Ich bin vor lauter kucken gar nicht dazu gekommen, einmal eine Wand mit den verschiedenen Modellen zu fotografieren. Aber besonders beeindruckt war ich von der Auswahl bei Tines und Sena Klets . Ich habe mir natürlich ein paar Handschuhe gekauft und dann natürlich ein dickes Buch mit Fotos und Strickanleitungen. Und Wolle. Viel Wolle. In grau/gelb und rosa und lila und rot und rosagraulila und bunt. Und Schals. In türkis/weiß und rot und lila/grün und in grau/glitzer mit Schneeglöckchenmuster. Das ist so wunderschön und ich brauche bestimmt noch Jahre, um soetwas selber stricken zu können.

Außerdem noch Pfefferkuchen. Sehr lecker. Aber wir waren auch in der Nationaloper und haben uns The Sound of Music auf lettisch angesehen und im Lettischen Nationalen Kunstmuseum um dort die Bilder anzusehen. Dabei waren schon das Gebäude und die Wände beeindruckend.

Lettisches Nationales Kunstmuseum.

Lettisches Nationales Kunstmuseum mit Touristen.

Ich hoffe ich komme dort noch einmal hin. Villeicht im Sommer. Dann muß es da wunderschön grün sein mit den vielen Parks und Grünanlagen in der Stadt. Und dann habe ich auch mehr Platz für Wolle. Diese konnte ich leider nicht mehr mitnehmen…

Wolle. Überall Wolle.

Wolle. Überall Wolle.

Daher jetzt gar kein Rückblick auf 2017 und auch kein Ausblick auf 2018. Da wird es um die Reduktion des Stoffvorates gehen. Ein bischen ist da schon passiert. Damit hier zumindest der Beginn von 2018. Tiere und mein Lieblingsmodell von 2017: Ottobre Raglan Shirt. Hier mit FBA.

Einhörner. Es ist so 2017.

Einhörner. Es ist so 2017.