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Archive for the ‘Stoffe’ Category

Statistik

Tja, einer der Gründe warum es etwas dünn bei den Blog-Posts ist: ich habe mir ja eine Stoffstatistik für diese Jahr vorgenommen. Was kommt rein, was wird vernäht und geht damit raus (aus dem Vorrat) und als Effekt: hoffentlich kommt es insgesamt zu einem Abbau der Vorräte. Pffffff. Hände-in-die-Luft-werfen und hysterisches Gekicher. Ich fürchte dieses Ziel wurde mit der Aufnahme einer Statistik nicht erreicht. Ich habe das Gefühl der Eintrag ist gänzlich unkontrolliert explodiert. Dabei sollte es doch weniger werden. Ich nähe zwar wie eine Wilde, aber der Einkauf übertrifft das locker. Dabei bin ich doch Ökologin (in einem früheren Leben gewesen) und weiss, das mehr Eintrag als Austrag kein nachhaltiges System ist. Und es ist sehr unwahrscheinlich, dass sich hier aus den Stoff-Vorräten Erdöl bildet, weil der Druck dafür nicht reicht. Aber Humus ist möglich, denn es gibt Schichten.

Jetzt aber kein rumgerede und verzögern mehr: ich habe in diesem Jahr schon 55,1 m Stoff gekauft. Es ist mir schon ziemlich peinlich. Daher sieht es in meinem Nähzimmer zur Zeit auch teilweise so aus:

Stapelbildung.

Stapelbildung.

Ich habe allerdings auch schon 22,7 m Stoff vernäht: 1 Kinderfaschingskostüm, 1 T-Shirt und 2 Pullover für meine Tochter, 1 T-Shirt für den Gatten und für mich 3 Raglanshirts, 2 Sweatheart-Tops mit kurzen Ärmeln, eines mit langem Ärmel, eine Jogginghose,  3 verschiedene Pullover, einen Rock und ein Ophelia-Shirt. Ausserdem noch diverse Schlüsselbänder, eine Baybhandtuch und eine kleine Tasche für Babyutensilien.  Aber von einem Abbau der Vorräte kann keine Rede sein.

Es ist der Konsumrausch, das Gefühl: diesen Stoff finde ich nie wieder und den anderen kriege ich nie wieder so günstig. Und das Potential. Viele Stoffe finde ich einfach nur schön, oder besonders, oder ich liebe die Farben oder das Muster. Aber bei jeden Stoff geht es auch immer um die Pläne, das Potential. (Ich höre da immer den inneren Remington Steel: Think of the possibilities…Prägende Szene meiner Jugend ab 33: 49). Oder wie Bowie in Absolute Beginners sagte: Wir verkaufen keine Dinge, wir verkaufen Träume. Und das ist es oft: ich stelle mir abgefahrene Kleider, supergemütliche Pullover und wunderschöne Klamotten vor, die alle perfekt aussehen. Das ist das Potential. In der Realität stelle ich dann fest, dass es nie ganz so perfekt wird, ich wieder auf einen Modetrend reingefallen bin, der an einer Frau  mit dickem Hintern und Größe 42-48 auch mit 100 Anpassungen nicht anzupassen ist oder ich dann einfach ein wunderschönes Kleid habe, mit dem frau aber leider nicht Fahrrad fahren kann (ohne beim Absteigen von selbigen zu fallen).

Das ist natürlich ein Kapitalismus-Grund-System: immer schön kaufen. Und ich bin definitiv nicht frei davon. Stoffe habe ich genug, das weiss ich. Aber Träume und Potential: davon kann ich nicht genug bekommen. Es bleibt ein ständiger Kampf zwischen der Realisierung von Träumen, Praktikabilität und der Erkenntnis, dass ich zuviel habe.

Humus.

Humus, vor sich hin reifend.

Aber langsam bis mittelschnell steigt der Anteil der selbstgenähten Klamotten, die ich trage. Es muss nicht alles nur selbst genäht sein, aber ich habe keine Lust auf schlecht sitzende Mode in trüben Farben, die nur von unterbezahlten Frauen in Bangladesh hergestellt worden sein kann. Ich weiß wie lange ein T-Shirt dauert. Und das ist nicht für EUR 4,50 zu machen. Und es dann gleich nach dem Tragen wieder wezuschmeißen ist eine Sauerei. Bei selbst gemachten Sachen dauert alles immer lange. Diese Sachen zu verschenken oder selber zu benutzen bedeutet für mich Wertschätzung: für die Beschenkten, für die Dinge, die eben ihre Zeit brauchen. Das sind bewußte Entscheidungen, nicht immer effektiv sein zu wollen und zu müssen.

Ja, das ist politsch. Hier auf meinem Blog geht es ums selber machen. Aber nicht nur weil es schöner ist. Sondern weil es ein Akt der Selbstbestimmung ist: wie will ich aussehen? Anders als es für eine dicke fast 50-jährige vorgesehen ist? Oder nur nachmachen, was „die Mode“ vorgibt? Ich glaube, ich will weiter spielen, mich ausprobieren und nicht auf irgendwas festlegen lassen. Und das ist auch politisch.

Und dann geht es für mich auch um Unabhängigkeit: ich kann das selber. Finde ich für mich ganz wichtig. Ich kann mein Fahrrad reparieren, Pflanzen pflegen, Klamotten nähen, die Buchhaltung machen, einen Wissenschaftlichen Text verstehen oder schreiben, mit der Axt umgehen, der Häkelnadel und der Bohrmaschine, Lace-Schals stricken (bei Socken übe ich noch), backen, putzen, eine Steuerprüfung vorbereiten und begleiten und die Küche putzen sowie tausend andere Dinge. Und nichts davon ist weniger oder mehr wert oder wertlos. Oder irgendwie lächerlich, weil es ja nur eine Frauenbeschäftigung ist. Selber machen können macht mich unabhängig. Und auch das ist politisch. Weil: ich kann es selber. Ich muß nicht jemanden schlecht bezahlen, damit er oder sie es macht.

Ich habe viel über den Post von Frau Jule nachgedacht. Und denke schon, dass es auf meinem Blog auch um politische Fragen geht. Weil es um mich geht und ich mache viele Dinge, nicht nur Topflappen (siehe oben). Und vor allem geht es mir auch um Sichtbarkeit. Ich habe das Gefühl, ich komme da draußen in der Welt nicht wirklich vor. Aber hier bin ich da. Und mal ist mir Wolle wichtiger, mal muß ich mich über Gender-Farb-Zuordnungen aufregen und dann wieder geht es um ganz was anderes. Aber ich will eben auch vorkommen: Frau, chronisch krank, nerdig, dick, nicht mehr jung, Musik-verrückt, nicht konventionell schön, Bollywood-Fan, unsportliche Tanzbegeisterte, sesshaft, Nematodenspezialistin, frickelige Buchhalterin, Sammlerin, Mutter, verheiratet, nicht nur hetero , Bücher-liebend und Schoko-abhängig. Und wenn ich da draußen sonst nicht vorkomme, muß ich eben selber raus. Und das ist auch politisch.

Mir geht es hier auch eher um Sichtbarkeit für mich. Keine Ahnung, ob oder was hier andere interessiert. Das ist für mich nicht entscheidend beim Schreiben. Keiner muß das hier lesen. Wenn ich so wütend über die Wahl eines amerikanischen Präsidenten werde, dass ich schon Selbstgespräche führe, dann hat das hier aber definitiv einen Platz. Sehr schön auf den Punkte gebracht von John Oliver: this is not normal. Und ich muss es mir auch immer wieder sagen: das ist nicht normal. Ich will mich an bestimmte Dinge und Aussagen nicht gewöhnen.

Aber ich will auch nicht, dass diesen Deppen in den USA, der Türkei, Syrien oder gar nicht so weit weg die Jungen Alternativen Identitären Idioten (oder wie auch immer die heißen) hier in Bremen (Grusel und würg) alle meine Energie absorbieren. Ich will immer wieder sagen: nein, für mich sprecht ihr nicht und euere Zukunft will ich nicht. Ich kann mir nähmlich eine bessere und buntere vorstellen. Aber gerade in diesen Zeiten und diesen Zuständen, von denen ich nicht erwartet hätte, mich wieder in ihnen bewegen und damit auseindersetzen müsste, ist bunt und Glitzer vielleicht auch ein echtes Statement. Dazu ein perfekter Post von Oonabaloona.

Und daher nun: Glitzer!

Golden Years...

Golden Years…Seufz.

Zusammenfassend kann ich nur sagen: ist vielleicht alles etwas wirr geworden. Aber ich bin echt zu alt, um mich mit irrer Anstrengung zu kompartimentieren. Weder nur Stoffe, noch nur Regt-mich-auf. Mich gibt es als Gesamtpaket. Und eine neue rosa Mütze stricke ich mir auch. Und trage sie auch im Frühling.

 

 

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Also doch noch rechtzeitig fertig geworden. Am Sonntag, 20:45 Uhr wurde das Faschingskostüm für das Kind anziebar. Just in time production. Kurz vor Ende stellte sich noch raus, dass das Oberteil leider zu eng geworden war. Also noch mal Rettungskonstuktion überlegen, antiken und empfindlichen Tüll wieder auftrennen und Seitendreiecke einbauen. Hat aber noch geklappt.

Dschinn.

Dschinn.

Das Kind wollte ein Dschinn-Kostüm haben. Und da sind mir dann meine nicht unerheblichen Vorräte an Saris eingefallen. Eine Pumphose und ein Oberteil sollten es werden. Ich habe da ganz klare Vorgaben aufgezeichnet bekommen. Es ist zwar etwas anders geworden, hat aber trotzdem gefallen.

Konstruktionszeichnung.

Konstruktionszeichnung.

Da der Sari aus rosa Tüll mit Zardosi-Stickereien in türkis und Gold sowie Goldpailletten sehr durchsichtig ist, war mir klar, dass ich alle Kleidungsstücke füttern muss. Zumal der Fasching ja im Februar stattfindet und nix doofer ist, als über sein Kostüm immer eine Jacke ziehen zu müssen. Für die Hose habe ich aus einem rosa-rot gewebtem Sari nach einem Schnitt aus der Ottobre eine normale, gerade geschnittene Hose ohne Bündchen oben genäht. Dann habe ich anhand des Schnittes einen neuen Schnitt mit ca 10cm mehr Weite im Bein gezeichnet und diese Teile aus dem Sari-Tüll zugeschnitten. Diese beiden Hosen habe ich dann mit Bündchen in Rosa oben am Bund und unten am Beinabschluss zusammen genäht. Dabei müsste ich den Sari Stoff leider durchgängig mit französichen Nähten nähen, da der Stoff sonst schon beim Ankucken auffaserte und wegfusselt. Das Nähen über die Pailetten vor allem unten an den Beinen hat mich eine halbe Packung Nähmaschinennadeln gekostet. Aber die Hose sitzt super, ist wohl sehr bequem und gefällt mir auch richtig gut.

Das Oberteil wollte ich dann genauso machen: innenliegendes T-Shirt aus Jersey und darüber dann das Tülloberteil und beides mit Bündchen am Hals zusammengefasst. Leider ist das Tülloberteil durch die französichen Nähte dann viel zu eng geworden und ich musste es noch mal aufmachen. Aber das Trennen hat geklappt und alles zusammen war so bequem, das das Kostüm den ganzen Tag über getragen wurde. Ich bin ganz stolz. Und froh, dass aus dem Sari noch was neues geworden ist. Ich fand ihn immer schön, aber rosa ist einfach nicht meine Farbe. Und der Stoff ist super empfindlich. Das fiehl mir natürlich erst wieder ein, als das Kostüm schon fast fertig war… Handwäsche…. Selber schuld.

Ich mochte aber das Hellblau/Türkis mit dem rosa Bündchen für das Untern-drunter-T-Shirt dann doch erstaunlich gerne. Ich hätte geschworen, ich hasse rosa. Das ist so eine niedliche Farbe, so Prinzessinnenmäßg, lieb, harmlos, klischeebeladen und Mädchen. Aber warum geht es dann so für mich gar nicht, wo blau doch manchmal wieder geht (nach Jahren ohne Blau in meiner Kleidung)? Ist das wieder so ein Mädchen-ist-doof-Ding oder wirklich nur meine geradezu allergische Reaktion auf die ganzen rosa Klamotten für kleine und mittelgroße Mädchen die alles zu überwuchern scheinen? Selbsthass oder Potest gegen Geschlechter-Klischees? Ich bin mir nicht sicher. Auf jeden Fall ist rosa für mich ein No-Go seitdem ich eine Tochter habe. Alles in Rosa, immer alles aufgeteilt in „Für Mädchen“ und „Für Jungen“. Nach neutral muß man ewig suchen, ob es nun Klamotten, Bücher, Brotdosen oder Rucksäcke sind. Ich hasse diese Festlegung auf „so-bist-du- und es wird dir schon gefallen-wenn du-ein-Mädchen-bist“. Die Farben sind nur das sichtbarste (ja, ja) Symbol für diese Einsortierung in A oder B. Und egal ob frau sich dem beugt oder sich dagegen entscheidet kommt immer wieder der Abgleich an der Norm. Wie cool: gar kein rosa oder wie nett und niedlich in Pink. Und muß Verweigerung von Rollenklischees dann als Konsequenz das Tragen von Schlamm als vorherschender Jungenfarbe für Mädchen sein? Anstatt zu sagen: meine Lieblingsfarbe ist lila mit grünen Streifen, läuft gleich der Film ab: lila? ist das nicht zu offensichtlich? und wieso 2 Farben bei einer Lieblingsfarbe? Ist bunt gut, oder ist es nicht bunt genug? Ist das gendermäßig irgendwie festgelegt?

Mal was anderes.

Mal was anderes.

Schwierig. Weil ich immer von Kinderklamotten auf meine eigenen Farbvorlieben komme und da die Symbolik für mich immer mit reinspielt. Natürlich auch auch Jonny Cash mit „Till things are brighter, I´m the man in black.“ Aber Schwarz reicht mir nicht. Daher habe ich mir für diesen 8. März eine pinke Mütze gestrickt. Jetzt trägt sie jemand anders. Abschließend nur noch ein Gedanke: ein Tag im Jahr alles in Pink reicht mir nicht. Jeden Tag 50%. Equal rights, equal pay, equal freedom. Und alle Farben sind ok. Sogar beige.

Internationaler Frauentag

Selbsterklärend.

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Mal wieder viel zu spät. Aber hier noch mal der Vollständigkeit halber: mein Weihnachts-Outfit. Für den Weihnachtskleid-Sew-Along war ich viel zu langsam. Das eigentlich geplante Kleid hängt hier immer noch genauso rum, wie ich es im November auf die Puppe gestülpt habe: mit gesteckten Seitennähten und ohne Ärmel und Beleg. Rohbau sozusagen.

Diesen Rock hatte ich schon länger fertig, aber dann wollte ich noch ein schönes Oberteil dazu nähen. Vielleicht mal aus Strickstoff, den habe ich noch nie verarbeitet. Macht ja bestimmt auch ein schönes Weihnachtsoutfit und praktischer ist es wahrscheinlich auch habe ich mir gedacht. Diesen dunkelroten Strickstoff, für den wohl viele kleine Polyster sterben mussten, habe ich dann im Stoffmarkt Hastedt gekauft.

Ich und schick.

Ich und schick. Na ja.

Ich wollte mir ein kurzärmeliges Top (Pin-Up Sweater von Gertie Hirsch) und dazu ein kleines Jäckchen Art Bolero nähen. Wie viel Stoff ich brauchen würde, war mir im Laden mal wieder nicht präsent und so habe ich einfach alles mitgenommen, was noch da war: 2,6m. Im Endzustand habe ich daraus dieses Top (Sweetheart-Top mit 3/4 Ärmeln und Ausschnittvariation von Gertie Hirsch aus Gertie Sews Vintage Casual), das geplante Pin-Up-Shirt und ein Jäckchen aus der Fashion Style 6/2016 genäht. Vielleicht kann ich aus den Resten sogar noch ein Top für das Kind zusammenstückeln. Der Stoff trägt sich super angenehm und kuschelig (das Schwitz-Problem bei Poly ist hier nicht so ausgeprägt, erstaunlicherweise) und war auch sehr angenehm zu vernähen. Weniger Kampf mit der Materie als bei vielen Jersey-Stoffen, die ich in der letzten Zeit verarbeitet habe. Ich mag die Farbe total gerne.

Beachten sie die Schuhe.

Beachten sie die passenden Schuhe.

So richtig festlich wirkt das ganze jetzt auf den Fotos nicht. Aber auf der Weihnachtsfeier hatte ich eben noch ein Jäckchen drüber und schickere Schuhe an. Ewas schickere. So richtig schicke Schuhe habe ich wahrscheinlich gar nicht. Fazit: das Oberteil könnte für diesen Rock noch deutlich kürzer sein, für die Kombi mit Hose mag ich diese Länge aber lieber. Das andere Top hat einen kleineren Ausschnitt und kurze Ärmel und ist ebenfalls ein Gewinner. Ich musste wie auch bei dem anderen Gertie Hirsch Schnitt nichts ändern und trage beide Oberteile sehr viel.

Das kleine Jäckchen trage ich nicht so viel, da bin ich mit dem Schnitt in Kombination mit dem sehr weich fallenden Stoff nicht 100% zufrieden. Eventuell ändere ich da die vordere Kante oben noch etwas und mache sie runder. Der Schnitt hätte nach einen Stoff mit etwas mehr Stand verlangt.

Der Rock ist aus der letzten Ottobre 5/2016 der Rock „Math Teacher“. Ich mochte das ganze Ensemble, hier zu sehen, wie es in der Zeitschrift abgebildet war. Daher auch ein ähnlicher Pullover, jedoch ohne Puff-Ärmel, die ich nicht mag.

Ich wollte für den Rock den Rest von meinem Wollmischstoff vom Mantel verarbeiten. Das hat auch gereicht, nun sind nur noch ein paar Reste für Stulpen und/oder die Vorderseite einer Weste übrig. Der Stoff hat eine wunderschöne Webkante. Die muss ich auf jeden Fall noch weiterverarbeiten.

Der Schnitt in der Ottobre war auf jeden Fall dieses Mal nicht so problemlos wie erwartet. Ich habe nach meinen Maßen eine Größe 48 ausgeschnitten und diese stellte sich als viel zu weit heraus. Also musste ich alle Falten wieder auftrennen, die Weite in tiefere Falten verteilen und noch mal neu stecken und nähen. Das nächste Mal messe ich den Taillenbund bevor ich irgendwas nähe…

Sonst klappte aber alles gut und auch die Länge gefällt mir. Der Rock ist ein paar Zentimeter kürzer als beim Schnitt angegeben. Allerdings habe ich einen einfachen Futterrock eingenäht und nicht einen mit den gleichen Falten wie der Außenrock. Das machte das einnähen deutlich einfacher und reduzierte die Stofflagen am Bund. Auch ist es viel Stoff und der Rock an sich ist ziemlich schwer. Was aber bei einem Winter-Modell auch gut ist.

Ich fühle mich wohl darin, sehr angezogen ohne das Gefühl zu haben, overdressed zu sein wenn ich ihn im Alltag trage. Die eine mittlere Falte vorne links ist mir nicht so gut gelungen, da werde ich mein Glück noch mal mit intensivem Bügeln versuchen. Und zur Weihnachtsfeier und zu Heiligabend habe ich das ganze auch tatsächlich getragen. Und die wunderschöne goldene Brosche, die ich von meiner Schwester geschenkt bekommen habe passt perfekt dazu. Fazit: gerne wieder mit Strickstoffen nähen, casual ist eher mein Ding als schick und noch mehr auf abmessen und anpassen beim Nähen achten.

Das klingt ja schon ein bischen nach Vorsätzen für das neue Jahr. Nun ja. Eigentlich wollte ich keine, aber dann haben sich doch ein paar Pläne eingeschlichen:

  • eine Stoff-Statistik muß her: Eingänge und vernähte Meter. Der Zuwachs an Stoffen wird einfach zu viel. Ich habe nachgerechnet: alleine im Dezember habe ich mindestens 20,8m Stoff gekauft. Ich habe zwar auch 1 Pullover für den Gatten, 2 fürs Kind und 3 für mich genäht, aber der Schwerpunkt liegt doch auf Zuwachs. Exponentiellem Zuwachs. Das muß sich ändern. Der Artikel von Nahtzugabe hat mich da zum Nachdenken gebracht. Danke dafür.
  • Daher sollen jetzt erst mal die Vorräte vernäht werden. Nur noch ein Stoff pro Einkauf. Maximal einen neuen Stoff pro Monat habe ich mir vorgenommen. Mal sehen, ob ich das schaffe.
  • Ich will noch mehr Vintage-Kleider und Tops nähen.
  • Dieses Jahr will ich einen Basisschnitt für Hosen für mich hinkriegen.
  • Alte Projekte fertig stellen oder entsorgen/umarbeiten. Stapelbildung unterbinden.
  • Keine neue Wolle mehr, sondern Vorräte wegstricken.
  • Ich will eine Liste mit Stoffläden in Bremen erstellen. Ich liebe diese Listen. Wenn ich irgenwo hin fahre sehe ich mir vorher immer schon mal die Gegebenheiten für Stoff und Wolle an. Und mitlerweile lohnt es sich hier in Bremen auch wieder.
  • Nur noch Motto-Shirts kaufen, denn diese Jahr wird es auf jedes Statement ankommen. In diesem Sinne: Denken gefärdet Vorurteile. Hoffe ich doch sehr.

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Sommer. Gerade hier in Bremen ein immer wieder überraschender Zustand. Wie heißt es so schön auf Bremen-spezifischen Haustürmatten: Schönwetterloch. Weil das gute Wetter hier immer im Loch verschwindet? Oder heißt es doch Schietwetterloch? Ein endloses Thema und immer noch da, wenn einem gar nichts anderes mehr einfällt…

Auf jeden Fall habe ich einen schönen Zackenschal an dem Sommertag im September abgeschlossen, als es erstauenlicherweise über 30°C in Bremen waren und den super luftigen Sommerrock bei unter 12°C im August. Beide sehr schön geworden aber aus erwähnten Gründen noch nicht getragen.

Davon habe ich aber gar keine Fotos gefunden, daher now to somethin completly different:

mein Waxprint-Kleid nach einem Schnitt von Gretchen Hirsch (Buch: Gerties Ultimate Dress Book) von Gerties New Blog for Better Sewing.

Waxprintkleid.

Waxprintkleid.

Der Schnitt aus dem Buch ist das Cranberry Wool Dress und hier ist das Original noch einmal in verschiedenen Details zu sehen. Mir gefällt das Ergebnis sehr! Ich musste gar nicht so viel ändern: die Ärmel etwas länger und am Oberteil unter dem Arm etwas schmaler. Dafür noch eine Anpassung in der Mittelnaht zwischen Oberteil und Rockteil, weil ich nicht ganz gerade bin und da ein Baumwolle-Waxprint eine niedrigere Schulter sofort mit Knittern an dieser Stelle quittiert. Da ich das Kleid im Nähkurs genäht habe hatte ich aber glücklicherweise mit Ruth gleich eine professionelle „Änderin“ da. Die Taille sitzt jetzt schön gerade und ich würde mir die Änderung das nächste Mal auch selbst zutrauen.

Photobombed.

Photobombed.

Schwierig finde ich es immer die richtigen Schuhe zu den Kleidern zu finden. Die roten passen ganz gut, aber ich bin einfach nicht so ein Sommer-Schuh-Fan. Alles was sich mit klobigen Wanderschuhen anziehen lässt ist ok. Das andere bleibt dann meist im Schrank. Schade, aber ich brauche nun mal Schuhe in die auch Einlagen passen. Ausserdem habe ich mittlerweile so gar keine Lust mehr auf Trittchen, die unbequem sind und mit denen ich es nicht mal bis zum See (ca 800m von der Haustür entfernt) ohne Blasen schaffe. Ist mir auch einfach zu teuer: so Billigteilchen, die nach 2 mal Tragen so aussehen, als wäre ein Auto drüber gefahren. Mal ganz abgesehen von der Ressourcen-Verschwendung.

Von dem Stoff ist noch soviel übrig geblieben, dass ich mir noch eine Bluse davon nähen konnte. Davon gibt es aber noch kein Foto. Die habe ich dann ganz alleine hin gekriegt. Worauf ich sehr stolz bin. Auf das Kleid bin ich auch stolz. Ich finde es wunderschön. Mit den kräftigen Farben ist es im prallen Sonnenschein am schönsten, da leuchtet es richtig, bei Regen und Dämmerung sieht es eher ein bischen Wischi-Waschi aus. Das ich in dem Kleid etwas moppelig wirke, liegt wahrscheinlich daran, dass ich mittlerweile auch moppelig bin. Ich fühle mich darin auf jeden Fall besser und auch schöner, als die Bilder das wiedergeben. Ich werde den Schnitt auf jeden Fall noch mal nähen. Ein roter Baumwollstoff mit rot-weißen Punkten drauf liegt hier schon dafür bereit.

Thats the way I like it.

Thats the way I like it.

Die Fotos sind noch im Rest-Sommer im September entstanden. Jetzt wo der Herbst richtig da ist, mach mich der Anblick doch etwas melancholisch.

Summertime.

Summertime.

Ich bin/war von dem Waxstoff so begeistert, dass ich endlich nicht nur alle Stoffe bei Vlisco auf der website angeschmachtet habe, sondernd mir auch bei der Rabatt-Aktion gleich zwei Stoffe bestellt habe. Vlisco ist eine holländische Firma für Waxprintstoffe, die es schon seit 1846 gibt. Sie machen ganz eigene Drucke und Muster. Sie sind mit irgendwelchen anderen Stoffen nicht zu verwechseln. Oft sehe ich mir den ganzen Katalog an und bin einfach nur von den Formen und Farben begeistert.

Vlisco Stoff in grün.

Vlisco Stoff in grün.

Hier habe ich ein Stück mit 2 yard Länge und ich wollte mir eigentlich einen längeren, schmalen Rock daraus nähen. Nachdem der Stoff aber angekommen war und ich ihn in der Hand hatte, war ich mir da nicht mehr sicher. Anders als die anderen Waxprint-Stoffe, die ich bisher in der Hand hatte, ist dieser Stoff fester gewebt und dünner. Er hat einen leichten Schimmer und erinnert mich am ehesten an Voile. Dadurch hat der Stoff einen weicheren Fall als z.B. der Stoff vom Kleid oben. Jetzt tendiere ich eher zu einer Bluse oder einer Tunika. Mal sehen

Vlisco Stoff, wieder in grün.

Vlisco Stoff, wieder in grün.

Dieses ist der zweite Stoff, den ich bestellt habe. Ich liebe Grün. Ist vermutlich zu erahnen gewesen. Dieses Muster hatte mich total fasziniert als ich es auf der Seite gesehen habe. So habe ich jetzt einen Coupon von 6 yards und es soll ein beeindruckendes Kleid werden. Das Grün und Pink sind ziemlich quietschig und sehr auffällig. Da muss ein echtes Statement her. Ich liebe den Stoff sehr (sehr schön auch nach der Wäsche, wenig Knitter-anfällig). Den richtigen Schnitt habe ich dafür aber noch nicht im Kopf.

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Hier nun die ersten Bilder von meinen Sommerprojekten. Farbe ist da auf jeden Fall schon mal gut, wenn es Sommer wird. Ich mag die Waxprint-Stoffe schon lange, aber habe sie eher für Quilts genutzt. Da sind dann viele Motive einfach zu groß, da das Schöne und Besondere an  den Stoffen dann ziel zu klein geschnipselt wird. Aber da ich immer mehr Lust an bunten Stoffen auch für Kleidung habe, sind nun auch endlich ein paar lange gehegte Pläne umgesetz worden.

Rock aus Waxprint.

Rock aus Waxprint.

Den Stoff habe ich hier in Bremen nicht mal eine Kilometer von meiner Haustür entfernt bei BriSon gekauft. Es war nur noch ein Reststück und ich habe das ganze schon als weiten Rock gesehen, als ich nur eine Ecke von dem Stoff im Schaufenster gesehen habe. Ausserdem war es ein Sonderangebot. Und ich liebe die Farben. Der Stoff hat den Aufdruck „Veritable Duch Wax Hollandais A 2066“ und ist fast durchgefärbt (das Muster ist nur etwas blasser auf der Rückseite). Die Stoffqualität ist eine feste, dicht gewebte Baumwolle. Er ist deutlich dünner als z.B. ShweShwe-Blaudrucke und hat ziemlich viel Stand.

Daher habe ich Falten als eine gute Idee angesehen, um Weite in den Rock zu kriegen. Ich habe mich für diesen Schnitt aus der Fashion Style 03/2016 entschieden. Was man wegen dem wilden Muster auf dem Rock aus der Zeitschrift nicht sofort sieht: der Schnitt hat vorne auf der einen Seite eine Kellerfalte und auf der anderen Seite  zwei zur Seite gelegte Falten. Hinten ebenso. Das macht bei dem  von mir verwendeten Stoff auf jeden Fall einen extra-dicken Hintern. Und funktioniert auch nicht gut mit den großen Kreisen. Daher habe ich hinten nun 2 Kellerfalten gemacht und vorne eine Kellerfalte und zwei seitliche Falten gelegt. Die Falten habe ich eher nach dem Muster gelegt als direkt nach Schnitt. Wahrscheinlich wären durchgehend Kellerfalten für die Symetrie etwas besser gewesen. So sieht es mit den unterschiedlichen Falten finde ich nicht so sehr nach absichtlichem Design, als mehr nach einem Nähversehen aus.

Midi Rock Vorlage

Midi Rock Vorlage

Der Schnitt war aber super um das allermeiste aus dem Stoff zu machen. Ich habe nur winzige Reste übrig behalten die nicht mal für einen Patchwork-Topflappen reichen. Der Stoff hat gut Stand, knittert aber im Gebrauch kaum. Auch nach dem Fahrrad fahren und zugehöhrigem „hochklammern“ des Rockes zum Kettenschutz konnte ich keine fiesen Knitter finden. Der Rock ist superbequem und fühlt sich sehr gut an. Ist bei mir aber nicht wirklich Midi-Länge geworden (obwohl ich genau die vorgeschriebenen 1,68m groß bin). Ich mag die längere Länge aber so eh lieber. Denn hochhackige Klackerschuhe wie auf der Vorlage habe ich sowieso keine.

Der Saum ist eingehalten, dann umgebügelt und im folgenden ohne eine aufwendige Versäuberung umgenäht. Ich habe den Stoff vorher mit der Zickzachschere geschnitten und beim Nähen innen noch eine Zickzackborte mitgefasst. Ein kleines Detail, das mir sehr gefällt.

Rocksaum innen.

Rocksaum innen.

Als der Rock jedoch fertig war, musste ich feststellen, dass ich so gar kein Oberteil hatte, das farblich und stilistisch zum Rock passt. Da musste ich mir dann noch was entsperechendes nähen. Das Oberteil ist aus sehr dünnem Jersey. Da passte zumindestens die Farbe, aber das Nähen war eine Tortur mit einer normalen Nähmaschiene. Auftrennen war da fast nicht möglich. Der Schnitt ist das Knitt-Sweatheart-Shirt von Gertie Hirsch aus dem Buch „Gertie Sews Vintage Casual“. Im Buch wird extra drauf verwiesen, nicht zu dünne Jerseys zu nehmen… Aber frau muss sich ja nicht an alle Vorgaben halten.

Nachdem mir meine erste gestreifte Version aus dickerm Jersey so gut gefallen hat (Fotos davon später), habe ich einfach mal ein Erfolgsmodell noch einmal genäht. Abgesehen vom Stoff war es supereasy und das beste: ich musste NICHTS ändern.

Oder so.

Oder so.

Es ist eine schöne Sommerkombi. Ich werde auf jeden Fall wieder Waxprint vernähen. Ich habe auch schon ein Kleid genäht, aber davon gibt es noch keine schönen Bilder. Daher später.

Weitere Farben-Projekte wurden ebenfalls abgeschlossen. Der Regenbogenschal ist fertig. Pünklich zum Christoper Street Day. Passend und immer noch und immer wieder ein wichtiger Tag.

Regenbogenschal.

Regenbogenschal.

Die Empfängerin war sehr zufrieden und trägt ihn nur wegen der Temperaturen noch nicht dauerhaft. Die Wolle habe ich vom Woll SB Markt in Bremen.

Happy.

Happy.

Es geht aber auch monochrom. In der Lieblingsfarbe der Tochter:

Kleid in blau.

Kleid in blau.

Das ist wieder ein Schnitt aus der Ottobre Kids. Mit drei verschieden dicken Jersey-Stoffen dann etwas schwieriger im Übergang der einzelnen Farbblöcke zu nähen, aber durch ordentliches Dampfbügeln sind keine dauerhaften „Wellen“ geblieben. Es wird gerne und viel getragen und war doch recht schnell fertig. Der obere Stoff ist von tatams, der mittlere vom Holländischen Stoffmarkt und der unterste von Karstadt. Uii, mit den ganzen links sieht es ja wie Sponsoring aus… Macht aber keiner, ich kaufe alle meine Stoffe und Wolle selber und bin damit völlig frei in meinen Kommentaren.

Have a nice summer.

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Jubiläum. Tatsächlich Nr. 100. Mal sehen, ob dieser Post besser, länger, diverser, mit mehr links, mehr Musik und irgendwie doller wird… Auf jeden Fall wollte ich dieses mal nicht so lange warten, bis ich mich wieder zum Schreiben aufraffe. Und dan ist es schon wieder einen Monat später… Eigentlich sind auch eher die Fotos der limitierende Faktor. Deshalb fange ich einfach mal an mit den Dingen, wo schon Fotos vorhanden sind: ich bin bei den Jersey-Oberteilen vom Virus befallen. Seitdem ich durch simples verstellen des Nähfüßchendrucks endlich keine welligen Nähte im Jersey habe, kann ich gar nicht mehr aufhören.

Ich habe mir den Schnitt von einem gekauften Shirt abgenommen und das ganze dann noch mit ziemlicher Nahtzugabe zugeschnitten. Auf jeden Fall zeigte sich da ein grundsätzliches Problem von Jersey/stretchigen Stoffen allgemein: jeder stretcht sich irgendwie anders. Hier musste ich dann an den Wiener Nähten einiges zugeben und unter dem Arm wieder einiges wegnehmen.

Änderung Brust und Armausschnitt.

Änderung Brust und Armausschnitt.

Ich habe ziemlich viel probiert und die Linie von Vorderteil und Seitenteil immer wieder angepasst. Eigentlich war ich dann mit dem Ergebnis ganz zufrieden: keine Beulen mehr unter dem Ärmel und genug Platz vorne am Busen und hinten am Rundrücken. Aber das Foto spricht da eine andere Sprache. Die Falten im vorderen Seitenteil deuten ganz eindeutig darauf hin, dass die Rundung immer noch falsch ist und ich für die Brust mehr Stoff gebraucht hätte. Die Ärmel sind auch zu eng, bzw. das Shirt hat mehr Weite als die Ärmel und wirkt daher etwas unausgewogen. Davon abgesehen gibt es auch Plus-Punkte: ich habe eine Menge beim nähen gelernt (neue Flüche z.B.), die beiden Stoffe gefallen mir gut zusammen, die Nähte sind nicht wellig, die Einfassung des Halsauschnitts ist mir gut gelungen und das Teil ist trotz der wenig überzeugenden Passform sehr bequem. Eine weitere Erkenntnis: wenn die Schneiderpuppe eine Nummer kleiner/dünner als frau selbst ist, nützt es nix, wenn daran die Passform ausprobiert wird…

Grüne Blumen - fertig.

Grüne Blumen – fertig.

Der nächste Versuch war dann in blau. Habe ich füher viel getragen und dann nach einer Farb-Typ-Beratung jahrelang gar nicht mehr. Den Ärmelstoff mit den dunkelblauen Kringeln auf hellblauem Grund fand ich aber dann so schön, daß ich einfach angefangen habe. Dieses ist ein Raglanmodell aus der Ottobre 5/2013. Nähte sich schnell und einfach und ich musste nicht viel anpassen. Ich habe die Ärmel im Oberarmbereich etwas weiter gemacht und das Shirt insgesamt etwas länger als im Schnitt angegeben. Der Jersey ist eine dickere und festere Qualität als bei dem grünen Modell. Das Shirt ist superbequem und ich fühle mich darin sehr „angezogen“, obwohl es auch eher körperbetont sitzt.

Raglan in blau.

Raglan in blau.

Im Foto sieht man wieder die Passprobleme im Brustbereich. Da muss ich beim nächsten Modell noch mal eine Verbesserung finden. Die Details sind wahrscheinlich unangezogen besser zu sehen. Pluspunkte sind hier: Kragen perfekt von der Weite und der Verarbeitung, schöne Kombi der 2 Stoffe, extrabequem und geeignet für drunter und alleine tragen.

Raglan ohne Passprobleme.

Raglan ohne Passprobleme.

Dieses dritte Shirt ist jetzt nicht körperbetont und aus Romanit-Jersey. Diese Art Stoff habe ich das erste Mal vernäht und bin von den Eigenschaften sehr angetan. Die Passform ist super, denn das Modell ist im Nähkurs unter Anleitung angepasst und fertig gestellt worden. Der Schnitt ist aus der Fashion Style 9/2015 Modell 24 und es wurde einiges verändert: Seiten-und Vorderteile wurden zu einem Schnittteil zusammengelegt, der Saum ist vorne und hinten etwas länger und an den Seiten kürzer (im Original war es vorne kürzer und hinten länger), ein Beleg wurde benutzt und keine Einfassung des Halsausschnittes wie im Heft und außerdem sind die Ärmel etwas länger als im Schnitt. Im Foto habe ich sie hochgeschoben, sie reichen aber bis über die Handgelenke. Pluspunkte hier: passt alles, perfekte Länge für mich und es fühlt sich so an, als hätte ich es schon ewig. Allerdings ist vom Original-Schnitt wirklich nicht mehr viel übrig geblieben.

Schwarz-Weiss und passend.

Schwarz-Weiss und passend.

Den schwarz-weißen Stoff finde ich jetzt allerdings etwas langweilig. Auf dem Ballen hat er mich von der Optik mehr überzeugt, vielleicht würde er bei einem Kleid noch besser zur Geltung kommen. Da ich aber kaum Kleider trage, da die auf einem Herrenrad leicht zu Problemen führen, ist die Überlegung nur theoretisch. Praktisch würde das Teil dann wohl nur im Schrank wirken und das wäre zu schade. Sehr bequem und ein echtes Basis-Stück. Werde ich bestimmt noch mal nähen. Dann wieder in bunt.

Farben sind bei meinen nächsten Modellen dann wieder mehr dabei. Hieraus soll ein längerer A-Linien-Rock entstehen.

Colour baby!

Colour baby!

Und hieraus ein Schal für die Tochter. Sie mag Farben und hier ist der ganze Regenbogen drin. Auch mein Wunsch nach Regenbogen ist zur Zeit groß. Leider habe ich nur ein Knäuel.

Even more colour.

Even more colour.

Sorry, keine Musik, wenig links und nur Bilder. Das kommt dann in dennächsten 100 posts…

 

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Endlich wieder ein paar Ergebnisse. Die Teile sind zum Teil schon länger fertig, aber die fotgrafische Dokumentation war diese mal der schwierige Teil. Das Wetter ist meist zu grau und ungemütlich und abends werden die Fotos immer nur düster. Aber jetzt pünklich zum Mai-Beginn ist das Wetter ja endlich der Jahreszeit entprechend. Der April war hier kälter als der Dezember (gefühlt) und zwischen den wenigen sonnigen Abschnitten immer wieder Schneeregen.

Hier aber jetzt mit Sonne: meine Tasche aus alten Leinenstoffen und einer alten Wäscheborte für meine Mutter.

Neue, alte Tasche.

Neue, alte Tasche.

Ich mag die Stoffe zusammen, obwohl der Kontrast relativ gering ist. Da es sich um Leinenstoffe handelt ist die Tasche in sich etwas steifer als aus Baumwollstoffen. Aber es geht noch und wird mit der Einlage nicht zum Brett. Die Wäscheborte mit den Initialen finde ich sehr schön dazu. Der Schnitt ist wieder der viel genutzte von das-mach-ich-nachts.

Dann habe ich auch noch zwei Oberteile fertig bekommen. Aber nur von einem gibt es Fotos:

Jacke in Grün.

Jacke in Grün.

Die Stoffe habe ich mir von einem Stoffgutschein von tatams gekauft, den ich zu meinem Geburtag geschenkt bekommen hatte. Es sind Biobaumwollstoffe und ich wäre fast zu knickerig dafür gewesen. Aber irdenwie fand ich das grün so schön. Der Sternestoff ist dicker und weniger stretchig als der unifarbene. Aber sie vertragen sich ganz gut beim vernähen. Ich hatte genau solch einen Schnitt mit vorderen Teilungsnähten für diese Stoffe im Kopf und bin wieder bei einer Ottobre fündig geworden. Es ist der Sweatshirt-Schnitt “ Evening Walk“ aus der Ottobre 5/2014. Allerdings habe ich ihn mit Kaputze genäht und nicht mit Stehkragen. Ausserdem habe ich noch alles mit Belegen versehen, weil ich diese offenen Reißverschlüsse innen nicht schön finde. Und habe das erste mal meinen Deko-Coverlock-Fake-Stich meiner Nähmaschiene benutzt (ich habe sie ja auch erst seit über 30 Jahren…). Die Nähte haben sich beim nähen glücklicherweise auch nur leicht gedehnt. Das wurde aber mit insensivem Dampfbügeln doch wieder ziemlich glatt. Insgesamt mußte ich den Schnitt im Brustbereich doch ziemlich anpassen. Das ist nicht 100%ig gelungen wie man an den Falten im Detailfoto sieht. Da hatte ich einfach nicht mehr genug Stoff für ein optimales Ergebnis.

Zierdetails.

Zierdetails.

Mein Fazit:

-der Schnitt ist nicht schlecht, aber für mich sind die Ärmel mit einer Naht oben nichts. Das würde ich das nächste mal anders machen.

-die zusätzliche 10kg, die in den letzten 2-3 Jahren dazugekommen sind, machen die Anpassung der Schnitte an mich deutlich schwieriger, als die 10kg davor. Ich muß mich da noch gewöhnen und das Anpassen an den Busen lernen.

-die Anpassungen sind zwar noch nicht optimal, aber ich habe mich schon sehr viel mehr an Veränderungen getraut als früher. Bei crafteln gibt es eine tolle Reihe mit Schnittanpassungen! Das hat mir sehr geholfen.

-ich bin ganz stolz über die schöne Kaputze auch wenn die total unpraktisch ist, wenn frau den Pullover unter einer Jacke trägt…

-ich trage den Pullover viel, denn er ist super-bequem.

-insgesamt ein Erfolg.

Musterschal in rot.

Musterschal in rot.

Ansonsten stricke ich wie besessen an meine Muster-Dreieckstuch. Da sind zwar etliche Fehler drin, da es aber riesig werden wird und mit Nadel 3,5 gestrickt wird, fallen die dann bei der Größe gar nicht auf. Ich habe 3 Knäule von der Wolle, aber nach 2 Knäulen wird das ganze bestimmt schon groß genug sein. Dann habe ich wahrscheinlich auch keine Lust mehr auf  das ewige 4-Maschen-1-zusammenstricken-1-Umschlag….

Und zum Abschluß noch mal eine andere Farbe:

Baum in rosa.

Baum in rosa.

 

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