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Archive for the ‘Stricken’ Category

Wolle für den Frühling

Beim meMadeMittwoch gibt es dieses Jahr wieder einen Frühlingsjäckchen Knit Along. Und da mein letzter Schal vor gut einer Woche fertig geworden ist und das Häkeltuch auch schon ordentlich vorangekommen ist, wäre jetzt eigentlich der Zeitpunkt um den zu 6/7 fertigen Pullover, an dem ich seit über 2 Jahren arbeite, endlich abzuschließen. Oder ich kann was neues anfangen und eine Frühlingsjacke stricken.

Eine Jacke zum drüberziehen, wenn eine Jersey-Raglan-Shirt alleine noch zu kühl ist, fehlt mir in der Tat noch. Vor allem auf der Arbeit beim stundenlangen still sitzen, wird mir doch öfters kalt. Bei einem dicken Pullover wird mir dann aber oft schnell widerum zu warm, also hätte ich gerne eine offen zu tragend Jacke, die haupsächlich die Arme und den Rücken wärmt und ich am Bauch offen oder geschlossen tragen kann.

Also habe ich mich entschieden, bei meinem ersten Knit Along mitzumachen. Der Zeitplan sieht folgendermaßen aus:

11.02. 2018 – Inspirationsquellen, in Frage kommende Anleitungen und Garne 
18.02.2018  – Projektvorstellung: Wahl des Strickmusters und des Materials, Maschenprobe und Passformüberlegungen 
04.03.2018  – Erster Zwischenstand – Stolz auf den Fortschritt, Schwierigkeiten und Lösungen 
18.03.2018  – Zweiter Zwischenstand – Ermüdungserscheinungen, Passformmängel, die leidigen Ärmel und andere Ärgernisse 
01.04.2018  – Finale: Große Modenschau der fertigen Jäckchen bei hoffentlich wunderbarem Frühlingswetter am Ostersonntag 
06.05.2018 – Finale der Herzen: Für alle diejenigen, denen beim Anblick der vorigen Termine jetzt schon der Schweiß ausbricht. Keine wird mit einem halbfertigen Jäckchen zurückgelassen.

Tja, da bin ich ja jetzt schon hinterher. Aber die Garne sind ja die wichtigste Entscheidung. Und da bin ich tatsächlich schon ziehmlich weit. Ich habe zwei Kandidaten aus meinem Fundus gefunden, die ich beide mit einer Jacke im Kopf gekauft habe. Ich sehe meist eine Wolle und habe dann eine ungefähre Idee, was daraus werden soll: Schal, Tuch, Jacke, Pullover. Dann kaufe ich in etwa die Menge, die wohl vermutlich dafür nötig ist und fange dann zuhause an zu suchen, ob ich eine dazu passenden Anleitung finde. Da wird es dann meistens schwierig.

Dies ist also meine erste Wahl:

Lettische Wolle.

Lettische Wolle.

Eine etwas dickere Wolle, die ich im Dezember in Riga gekauft habe. Erst nur drei Stränge für ein Tuch und dann noch mal drei, da ich mir doch besser eine Jacke daraus vorstellen konnte. Mir schwebt so was Kastiges Schlichtes vor. Am liebesten nur glatt rechts mit unten und an den Kanten Perlmuster. So ungefähr wie dieses Modell aus einem alten Heft der Brigitte kreativ. Welches Heft kann ich nicht sagen, weil ich es nach dem Foto schon wieder verschusselt habe.

Inspiration für die Jacke.

Inspiration für die Jacke.

Die Wolle ist recht dick, damit kommt frau gut voran. Das Probestück war schnell fertig. Nach einigen Versuchen habe ich mich jetzt für Nadelstärke 6 entschieden, das Strickild gefällt mir so ganz gut. Allerdings ist die 100% Wolle-Wolle doch auch richtig kratzig. Aber ich habe schon eine Halstuch aus ebenso kratziger lettischer Wolle und das trage ich gerne und das Kratzen stöhrt mich nicht. Und bei einer Jacke hätte ich ja sowieso noch was drunter.

Strickprobe Kratzewolle.

Strickprobe Kratzewolle.

Ich mag die Farben total gerne und denke wegen dem Farbverlauf wäre jedes Muster zu viel. Da könnte ich es ja vielleicht schaffen im Zeitplan fertig zu werden. Eventuell. Also bis Mai. Dann ist die Jacke wahrscheinlich zu warm, aber ich stricke immer antizyklisch. Das heißt, dass ich immer erst nach der Saison fertig werde, in der das Strickstück eigentlich getragen werden sollte. Aber im Herbst wäre es bestimmt auch praktisch. Und außerdem ist der Sommer in Bremen eh meist wie früher Frühling mit viel Regen woanders.

Ich glaube ich bin schon entschieden. Zur Vollständigkeit hier aber noch mein Alternativprojekt.  Ich habe hier schon eine Weile eine Wolle in steingrau/antrazit von Lana Grossa liegen. Diese Wolle ist gar nicht kratzig, sondern superkuschelig.

Kuschelwolle.

Kuschelwolle.

Allerding fällt sie deutlich weicher (man könnta auch lappiger sagen). Hier habe ich schon eine Muster im Auge: eine Art Cardigan aus der Filati Stricken Ausgabe vom Herbst/Winter 2015/2016. Ja, der Plan reift schon länger. Ich will die Jacke auf jeden Fall stricken, aber so richtig Frühlingsmäßig ist sie ja nicht. Also werde ich mich mit 98%iger Sicherheit für die grau-gelbe Variante entscheiden.

Bis zum nächsten Mal werde ich dann auch entscheiden, ob ich einfach los stricke oder doch noch mal versuche eine Anleitung zu finden, die einigermaßen zu meiner Wolle passt.

Bis dahin verlinke ich diesen Beitrag beim MeMadeMittwoch. Die anderen Ideen und Jacken sind hier zu finden:FJKA 2018.

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Ich war ja sehr wenig fleissig hier im Blog in den letzten Wochen. Aber ich hatte viel zu tun und noch dazu das Gefühl super viel zu tun zu haben. Keine Zeit für alles was nicht Organisation, Arbeit, Haushalt, Kinderorganisation, Arbeit, Putzen oder gegen das Chaos-an-arbeiten ist. Dabei habe ich vor Weihnachten keinen einzigen Keks gebacken und auch bei weitem nicht so viele Geschenke selbst gemacht, wie in den Jahren zuvor. Vielleicht das Alter? Denn soviel Stress war eigentlich gar nicht wie sonst.

Denn das Kokketiern mit der 50 ist nun keine Beinahe mehr. Ein bischen hat mich das Halbe Jahrhundert ja schon beeindruckt. Auch wenn ich das ungerne zugebe. Aber 50 ist schon eben eine sehr runde Zahl. Mit 30 war ich wirr und im Studium und habe mich nach dem Geburtstag viel freier als vorher gefühlt. Bei meinem 40esten Geburtstag war meine Tochter gerade ein halbes Jahr alt und da hatte ich wirklich anderes zu tun, als mir um Zahlen Gedanken zu machen. Jetzt war mehr Zeit zum Nachdenken und da ich auch schon zu einigen 50. Geburstagsfeiern eingeladen war, habe ich mich sehr schwer damit getan, mir klar zu werden was ich von dem Tag eigentlich erwarte.

Feiern oder weg? Hat beides was für sich. Aber feiern kurz vor Weihnachten, wenn keiner Zeit und Lust auf noch einen Termin hat? Grillparty im Garten geht da einfach nicht. Und dann habe ich mich für weg entschieden. Und nach vielen Überlegungen dann dafür, etwas zu tun, was ich noch nie gemacht habe. Beziehungsweise dorthin zu fliegen, wo ich noch nie war. Meine Traumziele Vancouver oder Hawaii müssen noch warten, bis ich reich werde/diese Oberdepp nicht mehr der Chef der US of A ist.

Aber so bin ich mit meinem Mann und meiner Tochter für 3 Tage nach Riga geflogen (da war ich noch nie und fliegen tue ich auch nicht oft) und habe mir mit ihnen die Stadt im Nebel angesehen. Schnee war leider nicht.

Riga bei Tag.

Riga bei Tag.

Es war wunderschön. Das Hotel lag mitten in der Altstadt und alles war zu Fuß zu erreichen. Dort gab es ein echtes James-Bond-Entree mit Marmorbrücke über Goldfischen zum Fahrstuhl. Bei Mr Bond wären es vermutlich Haie und Papgeien gewesen und hier „nur“ Goldfische und Wellensittich aber ich fand es sehr beeindruckend.

Ausserdem lagen zwei Wollgeschäfte einmal 80m und einmal 140m entfernt. Und der Schokoladen-Laden von Laima (tradionelle lettische Schokoladenmarke) war auch gleich um die Ecke. Die Stadt hat mich beeindruckt und mit ihrem Charme für sich eingenommen. Und die RigaerInnen auch.

Riga at night.

Riga at night.

Und die Wolle. Und der Kaffee.

50 und 2 Tage.

50 und 2 Tage.

Aber vor allem die Wolle und die wunderschönen gestrickten Handschuhe. Ich bin vor lauter kucken gar nicht dazu gekommen, einmal eine Wand mit den verschiedenen Modellen zu fotografieren. Aber besonders beeindruckt war ich von der Auswahl bei Tines und Sena Klets . Ich habe mir natürlich ein paar Handschuhe gekauft und dann natürlich ein dickes Buch mit Fotos und Strickanleitungen. Und Wolle. Viel Wolle. In grau/gelb und rosa und lila und rot und rosagraulila und bunt. Und Schals. In türkis/weiß und rot und lila/grün und in grau/glitzer mit Schneeglöckchenmuster. Das ist so wunderschön und ich brauche bestimmt noch Jahre, um soetwas selber stricken zu können.

Außerdem noch Pfefferkuchen. Sehr lecker. Aber wir waren auch in der Nationaloper und haben uns The Sound of Music auf lettisch angesehen und im Lettischen Nationalen Kunstmuseum um dort die Bilder anzusehen. Dabei waren schon das Gebäude und die Wände beeindruckend.

Lettisches Nationales Kunstmuseum.

Lettisches Nationales Kunstmuseum mit Touristen.

Ich hoffe ich komme dort noch einmal hin. Villeicht im Sommer. Dann muß es da wunderschön grün sein mit den vielen Parks und Grünanlagen in der Stadt. Und dann habe ich auch mehr Platz für Wolle. Diese konnte ich leider nicht mehr mitnehmen…

Wolle. Überall Wolle.

Wolle. Überall Wolle.

Daher jetzt gar kein Rückblick auf 2017 und auch kein Ausblick auf 2018. Da wird es um die Reduktion des Stoffvorates gehen. Ein bischen ist da schon passiert. Damit hier zumindest der Beginn von 2018. Tiere und mein Lieblingsmodell von 2017: Ottobre Raglan Shirt. Hier mit FBA.

Einhörner. Es ist so 2017.

Einhörner. Es ist so 2017.

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Also doch noch rechtzeitig fertig geworden. Am Sonntag, 20:45 Uhr wurde das Faschingskostüm für das Kind anziebar. Just in time production. Kurz vor Ende stellte sich noch raus, dass das Oberteil leider zu eng geworden war. Also noch mal Rettungskonstuktion überlegen, antiken und empfindlichen Tüll wieder auftrennen und Seitendreiecke einbauen. Hat aber noch geklappt.

Dschinn.

Dschinn.

Das Kind wollte ein Dschinn-Kostüm haben. Und da sind mir dann meine nicht unerheblichen Vorräte an Saris eingefallen. Eine Pumphose und ein Oberteil sollten es werden. Ich habe da ganz klare Vorgaben aufgezeichnet bekommen. Es ist zwar etwas anders geworden, hat aber trotzdem gefallen.

Konstruktionszeichnung.

Konstruktionszeichnung.

Da der Sari aus rosa Tüll mit Zardosi-Stickereien in türkis und Gold sowie Goldpailletten sehr durchsichtig ist, war mir klar, dass ich alle Kleidungsstücke füttern muss. Zumal der Fasching ja im Februar stattfindet und nix doofer ist, als über sein Kostüm immer eine Jacke ziehen zu müssen. Für die Hose habe ich aus einem rosa-rot gewebtem Sari nach einem Schnitt aus der Ottobre eine normale, gerade geschnittene Hose ohne Bündchen oben genäht. Dann habe ich anhand des Schnittes einen neuen Schnitt mit ca 10cm mehr Weite im Bein gezeichnet und diese Teile aus dem Sari-Tüll zugeschnitten. Diese beiden Hosen habe ich dann mit Bündchen in Rosa oben am Bund und unten am Beinabschluss zusammen genäht. Dabei müsste ich den Sari Stoff leider durchgängig mit französichen Nähten nähen, da der Stoff sonst schon beim Ankucken auffaserte und wegfusselt. Das Nähen über die Pailetten vor allem unten an den Beinen hat mich eine halbe Packung Nähmaschinennadeln gekostet. Aber die Hose sitzt super, ist wohl sehr bequem und gefällt mir auch richtig gut.

Das Oberteil wollte ich dann genauso machen: innenliegendes T-Shirt aus Jersey und darüber dann das Tülloberteil und beides mit Bündchen am Hals zusammengefasst. Leider ist das Tülloberteil durch die französichen Nähte dann viel zu eng geworden und ich musste es noch mal aufmachen. Aber das Trennen hat geklappt und alles zusammen war so bequem, das das Kostüm den ganzen Tag über getragen wurde. Ich bin ganz stolz. Und froh, dass aus dem Sari noch was neues geworden ist. Ich fand ihn immer schön, aber rosa ist einfach nicht meine Farbe. Und der Stoff ist super empfindlich. Das fiehl mir natürlich erst wieder ein, als das Kostüm schon fast fertig war… Handwäsche…. Selber schuld.

Ich mochte aber das Hellblau/Türkis mit dem rosa Bündchen für das Untern-drunter-T-Shirt dann doch erstaunlich gerne. Ich hätte geschworen, ich hasse rosa. Das ist so eine niedliche Farbe, so Prinzessinnenmäßg, lieb, harmlos, klischeebeladen und Mädchen. Aber warum geht es dann so für mich gar nicht, wo blau doch manchmal wieder geht (nach Jahren ohne Blau in meiner Kleidung)? Ist das wieder so ein Mädchen-ist-doof-Ding oder wirklich nur meine geradezu allergische Reaktion auf die ganzen rosa Klamotten für kleine und mittelgroße Mädchen die alles zu überwuchern scheinen? Selbsthass oder Potest gegen Geschlechter-Klischees? Ich bin mir nicht sicher. Auf jeden Fall ist rosa für mich ein No-Go seitdem ich eine Tochter habe. Alles in Rosa, immer alles aufgeteilt in „Für Mädchen“ und „Für Jungen“. Nach neutral muß man ewig suchen, ob es nun Klamotten, Bücher, Brotdosen oder Rucksäcke sind. Ich hasse diese Festlegung auf „so-bist-du- und es wird dir schon gefallen-wenn du-ein-Mädchen-bist“. Die Farben sind nur das sichtbarste (ja, ja) Symbol für diese Einsortierung in A oder B. Und egal ob frau sich dem beugt oder sich dagegen entscheidet kommt immer wieder der Abgleich an der Norm. Wie cool: gar kein rosa oder wie nett und niedlich in Pink. Und muß Verweigerung von Rollenklischees dann als Konsequenz das Tragen von Schlamm als vorherschender Jungenfarbe für Mädchen sein? Anstatt zu sagen: meine Lieblingsfarbe ist lila mit grünen Streifen, läuft gleich der Film ab: lila? ist das nicht zu offensichtlich? und wieso 2 Farben bei einer Lieblingsfarbe? Ist bunt gut, oder ist es nicht bunt genug? Ist das gendermäßig irgendwie festgelegt?

Mal was anderes.

Mal was anderes.

Schwierig. Weil ich immer von Kinderklamotten auf meine eigenen Farbvorlieben komme und da die Symbolik für mich immer mit reinspielt. Natürlich auch auch Jonny Cash mit „Till things are brighter, I´m the man in black.“ Aber Schwarz reicht mir nicht. Daher habe ich mir für diesen 8. März eine pinke Mütze gestrickt. Jetzt trägt sie jemand anders. Abschließend nur noch ein Gedanke: ein Tag im Jahr alles in Pink reicht mir nicht. Jeden Tag 50%. Equal rights, equal pay, equal freedom. Und alle Farben sind ok. Sogar beige.

Internationaler Frauentag

Selbsterklärend.

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Hier nun die ersten Bilder von meinen Sommerprojekten. Farbe ist da auf jeden Fall schon mal gut, wenn es Sommer wird. Ich mag die Waxprint-Stoffe schon lange, aber habe sie eher für Quilts genutzt. Da sind dann viele Motive einfach zu groß, da das Schöne und Besondere an  den Stoffen dann ziel zu klein geschnipselt wird. Aber da ich immer mehr Lust an bunten Stoffen auch für Kleidung habe, sind nun auch endlich ein paar lange gehegte Pläne umgesetz worden.

Rock aus Waxprint.

Rock aus Waxprint.

Den Stoff habe ich hier in Bremen nicht mal eine Kilometer von meiner Haustür entfernt bei BriSon gekauft. Es war nur noch ein Reststück und ich habe das ganze schon als weiten Rock gesehen, als ich nur eine Ecke von dem Stoff im Schaufenster gesehen habe. Ausserdem war es ein Sonderangebot. Und ich liebe die Farben. Der Stoff hat den Aufdruck „Veritable Duch Wax Hollandais A 2066“ und ist fast durchgefärbt (das Muster ist nur etwas blasser auf der Rückseite). Die Stoffqualität ist eine feste, dicht gewebte Baumwolle. Er ist deutlich dünner als z.B. ShweShwe-Blaudrucke und hat ziemlich viel Stand.

Daher habe ich Falten als eine gute Idee angesehen, um Weite in den Rock zu kriegen. Ich habe mich für diesen Schnitt aus der Fashion Style 03/2016 entschieden. Was man wegen dem wilden Muster auf dem Rock aus der Zeitschrift nicht sofort sieht: der Schnitt hat vorne auf der einen Seite eine Kellerfalte und auf der anderen Seite  zwei zur Seite gelegte Falten. Hinten ebenso. Das macht bei dem  von mir verwendeten Stoff auf jeden Fall einen extra-dicken Hintern. Und funktioniert auch nicht gut mit den großen Kreisen. Daher habe ich hinten nun 2 Kellerfalten gemacht und vorne eine Kellerfalte und zwei seitliche Falten gelegt. Die Falten habe ich eher nach dem Muster gelegt als direkt nach Schnitt. Wahrscheinlich wären durchgehend Kellerfalten für die Symetrie etwas besser gewesen. So sieht es mit den unterschiedlichen Falten finde ich nicht so sehr nach absichtlichem Design, als mehr nach einem Nähversehen aus.

Midi Rock Vorlage

Midi Rock Vorlage

Der Schnitt war aber super um das allermeiste aus dem Stoff zu machen. Ich habe nur winzige Reste übrig behalten die nicht mal für einen Patchwork-Topflappen reichen. Der Stoff hat gut Stand, knittert aber im Gebrauch kaum. Auch nach dem Fahrrad fahren und zugehöhrigem „hochklammern“ des Rockes zum Kettenschutz konnte ich keine fiesen Knitter finden. Der Rock ist superbequem und fühlt sich sehr gut an. Ist bei mir aber nicht wirklich Midi-Länge geworden (obwohl ich genau die vorgeschriebenen 1,68m groß bin). Ich mag die längere Länge aber so eh lieber. Denn hochhackige Klackerschuhe wie auf der Vorlage habe ich sowieso keine.

Der Saum ist eingehalten, dann umgebügelt und im folgenden ohne eine aufwendige Versäuberung umgenäht. Ich habe den Stoff vorher mit der Zickzachschere geschnitten und beim Nähen innen noch eine Zickzackborte mitgefasst. Ein kleines Detail, das mir sehr gefällt.

Rocksaum innen.

Rocksaum innen.

Als der Rock jedoch fertig war, musste ich feststellen, dass ich so gar kein Oberteil hatte, das farblich und stilistisch zum Rock passt. Da musste ich mir dann noch was entsperechendes nähen. Das Oberteil ist aus sehr dünnem Jersey. Da passte zumindestens die Farbe, aber das Nähen war eine Tortur mit einer normalen Nähmaschiene. Auftrennen war da fast nicht möglich. Der Schnitt ist das Knitt-Sweatheart-Shirt von Gertie Hirsch aus dem Buch „Gertie Sews Vintage Casual“. Im Buch wird extra drauf verwiesen, nicht zu dünne Jerseys zu nehmen… Aber frau muss sich ja nicht an alle Vorgaben halten.

Nachdem mir meine erste gestreifte Version aus dickerm Jersey so gut gefallen hat (Fotos davon später), habe ich einfach mal ein Erfolgsmodell noch einmal genäht. Abgesehen vom Stoff war es supereasy und das beste: ich musste NICHTS ändern.

Oder so.

Oder so.

Es ist eine schöne Sommerkombi. Ich werde auf jeden Fall wieder Waxprint vernähen. Ich habe auch schon ein Kleid genäht, aber davon gibt es noch keine schönen Bilder. Daher später.

Weitere Farben-Projekte wurden ebenfalls abgeschlossen. Der Regenbogenschal ist fertig. Pünklich zum Christoper Street Day. Passend und immer noch und immer wieder ein wichtiger Tag.

Regenbogenschal.

Regenbogenschal.

Die Empfängerin war sehr zufrieden und trägt ihn nur wegen der Temperaturen noch nicht dauerhaft. Die Wolle habe ich vom Woll SB Markt in Bremen.

Happy.

Happy.

Es geht aber auch monochrom. In der Lieblingsfarbe der Tochter:

Kleid in blau.

Kleid in blau.

Das ist wieder ein Schnitt aus der Ottobre Kids. Mit drei verschieden dicken Jersey-Stoffen dann etwas schwieriger im Übergang der einzelnen Farbblöcke zu nähen, aber durch ordentliches Dampfbügeln sind keine dauerhaften „Wellen“ geblieben. Es wird gerne und viel getragen und war doch recht schnell fertig. Der obere Stoff ist von tatams, der mittlere vom Holländischen Stoffmarkt und der unterste von Karstadt. Uii, mit den ganzen links sieht es ja wie Sponsoring aus… Macht aber keiner, ich kaufe alle meine Stoffe und Wolle selber und bin damit völlig frei in meinen Kommentaren.

Have a nice summer.

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Jubiläum. Tatsächlich Nr. 100. Mal sehen, ob dieser Post besser, länger, diverser, mit mehr links, mehr Musik und irgendwie doller wird… Auf jeden Fall wollte ich dieses mal nicht so lange warten, bis ich mich wieder zum Schreiben aufraffe. Und dan ist es schon wieder einen Monat später… Eigentlich sind auch eher die Fotos der limitierende Faktor. Deshalb fange ich einfach mal an mit den Dingen, wo schon Fotos vorhanden sind: ich bin bei den Jersey-Oberteilen vom Virus befallen. Seitdem ich durch simples verstellen des Nähfüßchendrucks endlich keine welligen Nähte im Jersey habe, kann ich gar nicht mehr aufhören.

Ich habe mir den Schnitt von einem gekauften Shirt abgenommen und das ganze dann noch mit ziemlicher Nahtzugabe zugeschnitten. Auf jeden Fall zeigte sich da ein grundsätzliches Problem von Jersey/stretchigen Stoffen allgemein: jeder stretcht sich irgendwie anders. Hier musste ich dann an den Wiener Nähten einiges zugeben und unter dem Arm wieder einiges wegnehmen.

Änderung Brust und Armausschnitt.

Änderung Brust und Armausschnitt.

Ich habe ziemlich viel probiert und die Linie von Vorderteil und Seitenteil immer wieder angepasst. Eigentlich war ich dann mit dem Ergebnis ganz zufrieden: keine Beulen mehr unter dem Ärmel und genug Platz vorne am Busen und hinten am Rundrücken. Aber das Foto spricht da eine andere Sprache. Die Falten im vorderen Seitenteil deuten ganz eindeutig darauf hin, dass die Rundung immer noch falsch ist und ich für die Brust mehr Stoff gebraucht hätte. Die Ärmel sind auch zu eng, bzw. das Shirt hat mehr Weite als die Ärmel und wirkt daher etwas unausgewogen. Davon abgesehen gibt es auch Plus-Punkte: ich habe eine Menge beim nähen gelernt (neue Flüche z.B.), die beiden Stoffe gefallen mir gut zusammen, die Nähte sind nicht wellig, die Einfassung des Halsauschnitts ist mir gut gelungen und das Teil ist trotz der wenig überzeugenden Passform sehr bequem. Eine weitere Erkenntnis: wenn die Schneiderpuppe eine Nummer kleiner/dünner als frau selbst ist, nützt es nix, wenn daran die Passform ausprobiert wird…

Grüne Blumen - fertig.

Grüne Blumen – fertig.

Der nächste Versuch war dann in blau. Habe ich füher viel getragen und dann nach einer Farb-Typ-Beratung jahrelang gar nicht mehr. Den Ärmelstoff mit den dunkelblauen Kringeln auf hellblauem Grund fand ich aber dann so schön, daß ich einfach angefangen habe. Dieses ist ein Raglanmodell aus der Ottobre 5/2013. Nähte sich schnell und einfach und ich musste nicht viel anpassen. Ich habe die Ärmel im Oberarmbereich etwas weiter gemacht und das Shirt insgesamt etwas länger als im Schnitt angegeben. Der Jersey ist eine dickere und festere Qualität als bei dem grünen Modell. Das Shirt ist superbequem und ich fühle mich darin sehr „angezogen“, obwohl es auch eher körperbetont sitzt.

Raglan in blau.

Raglan in blau.

Im Foto sieht man wieder die Passprobleme im Brustbereich. Da muss ich beim nächsten Modell noch mal eine Verbesserung finden. Die Details sind wahrscheinlich unangezogen besser zu sehen. Pluspunkte sind hier: Kragen perfekt von der Weite und der Verarbeitung, schöne Kombi der 2 Stoffe, extrabequem und geeignet für drunter und alleine tragen.

Raglan ohne Passprobleme.

Raglan ohne Passprobleme.

Dieses dritte Shirt ist jetzt nicht körperbetont und aus Romanit-Jersey. Diese Art Stoff habe ich das erste Mal vernäht und bin von den Eigenschaften sehr angetan. Die Passform ist super, denn das Modell ist im Nähkurs unter Anleitung angepasst und fertig gestellt worden. Der Schnitt ist aus der Fashion Style 9/2015 Modell 24 und es wurde einiges verändert: Seiten-und Vorderteile wurden zu einem Schnittteil zusammengelegt, der Saum ist vorne und hinten etwas länger und an den Seiten kürzer (im Original war es vorne kürzer und hinten länger), ein Beleg wurde benutzt und keine Einfassung des Halsausschnittes wie im Heft und außerdem sind die Ärmel etwas länger als im Schnitt. Im Foto habe ich sie hochgeschoben, sie reichen aber bis über die Handgelenke. Pluspunkte hier: passt alles, perfekte Länge für mich und es fühlt sich so an, als hätte ich es schon ewig. Allerdings ist vom Original-Schnitt wirklich nicht mehr viel übrig geblieben.

Schwarz-Weiss und passend.

Schwarz-Weiss und passend.

Den schwarz-weißen Stoff finde ich jetzt allerdings etwas langweilig. Auf dem Ballen hat er mich von der Optik mehr überzeugt, vielleicht würde er bei einem Kleid noch besser zur Geltung kommen. Da ich aber kaum Kleider trage, da die auf einem Herrenrad leicht zu Problemen führen, ist die Überlegung nur theoretisch. Praktisch würde das Teil dann wohl nur im Schrank wirken und das wäre zu schade. Sehr bequem und ein echtes Basis-Stück. Werde ich bestimmt noch mal nähen. Dann wieder in bunt.

Farben sind bei meinen nächsten Modellen dann wieder mehr dabei. Hieraus soll ein längerer A-Linien-Rock entstehen.

Colour baby!

Colour baby!

Und hieraus ein Schal für die Tochter. Sie mag Farben und hier ist der ganze Regenbogen drin. Auch mein Wunsch nach Regenbogen ist zur Zeit groß. Leider habe ich nur ein Knäuel.

Even more colour.

Even more colour.

Sorry, keine Musik, wenig links und nur Bilder. Das kommt dann in dennächsten 100 posts…

 

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Hasenzeit

Jedes Jahr ab Anfang März muss ich mich vor Hasen in Acht nehmen. Denn ich mag Hasen. Eigentlich alle Nager. Aber Hasen gibt es einfach mehr als Meerschweinchen. Sie sind überall. Und die niedlichsten ziehen dann immer bei mir ein und nie wieder aus.

Ein paar sind von meiner Tochter übernommen worden (Stichwort feindliche Übernahme…) Aber die meisten wohnen bei mir. Jetzt so beim Blick vom Schreibtisch hoch sehe ich hier 5 Hasen, 2 Meerschweinchen und etliche Hasenstempel. Es gibt einfach so viele nette Hasen. Und nun habe ich auch noch ein total niedliches selbstgehäkeltes Häschen mit Möhre geschenkt bekommen. Vielen Dank Kerstin!

Kuschelhase.

Kuschelhase.

Ich habe ihm gleich noch eine Decke und ein Kopfkissen genäht, weil ich eben genau den perfekten Stoff dafür noch in meinem Fundus hatte. Er hat hier einen Ehrenplatz.

Ansonsten haben ich noch kleine Taschen genäht, Pulswärmer entwickelt und genäht und mein Tuch zuende gestrickt. Hier die Beweise:

Tuch in grün.

Tuch in grün.

Das Tuch ist fertig und ich trage es fast täglich. Es ist zwar ein bischen kratzig aber daran habe ich mich schon gewöhnt. Es ist genau richtig groß geworden: nicht zu riesig unter der Jacke und beim um den Hals legen, aber genau richtig warm und anschmiegsam. Am liebsten würde ich gleich noch mal genau das selbe Modell mit einer anderen Wolle stricken. Aber das wäre dann wohl doch zu langweilig. Daher habe ich jetzt erst mal diesen Loop fertig gestellt.

Loop in rot.

Loop in rot.

Die Anleitung habe ich hier gefunden. Mein Exemplar ist mit deutlich mehr Fehlern behaftet als bei Frau fadengold, daher bin ich mit dem Foto auch nicht so nah ran gegangen… Aber er gefällt mir ganz gut und das ganze war auch gut während 2 Bahnfahrten zu stricken. Ich habe etwas mehr als ein Knäuel 3 Cento von Lana Grossa gebraucht. Jetzt versuche ich mich mit den „restlichen“ 3 3/4 Knäulen an einem etwas komplexeren Muster. Aber nur etwas komplizierter.

Und wenn ich dann damit fertig bin, werde ich mich an diese Wolles setzten. Die habe ich am Ende der Bahnfahrt in Berlin gekauft und sie ist wunderbar weich und kuschelig.

Peruanische Wolle.

Peruanische Wolle.

Genäht habe ich auch, aber nicht so viel. Ich habe ein bischen mit Pulswärmern herumexperimentiert. Beim Arbeiten am Schreibtisch wird mir immer kalt wenn die nackten Handgelenke auf der Tischplatte liegen. Daher jetzt eine wärmende Lösung in verschiedenen Farben. Ich habe immer zwei verschiede Stoffe für innen und außen genommen. Damit gibt es noch mehr Auswahl…DSC00178 DSC00175

Wärmer mal 3.

Wärmer mal 3.

 

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Tja, so sind sie die neuen Zeiten. Da hat sich das Kind doch ein Faschings-Kostüm nach ihrem Lieblingsspiel am Tablet ausgesucht. Dragon City. Und ich habe eine Eisdrachenkostüm gebastelt. Das gute ist, dass es gaaaanz viele verschiedene Eisdrachen gibt. Das ist immer viel besser als ein ganz exaktes Ergebnis abliefern zu müssen.

Eisiger Drache.

Eisiger Drache.

Den Stoff hatte ich noch in meinem Fundus (da ist wirklich alles, sogar Leoparden-Imitat…) und ich habe nur weißen und grauen Filz gekauft. Und den weißen Puschelstoff für die Hosen, die man auf dem Foto nicht sieht. Ebenso wie die genialen Krallenfüße zum Über-den-Hausschuhen-Tragen. Und aus den „Resten“ vom weißen Puschelstoff lässt sich nächstes Jahr bestimmt noch ein Eisbärenkostüm oder auch Schneefrauenkostüm nähen. Also alles in allem gelungen.

Ansonsten bin ich zur Zeit wieder vom Strick-Wahn befallen. Ich habe endlich mit meiner lettischen Schafswolle mit Leinen angefangen. Auch mit diesem sehr einfachen Muster habe ich mich am Anfang schwer getan, bis ich es überhaupt begriffen hatte. Aber dank Übersetzungstool Strickenglisch-deutsch habe ich es dann im 2. Anlauf verstanden. Ich finde die Farben des Garns wunderschön und wollte ein ganz schlichtes Tuch, damit kein Muster davon ablenkt. Ich finde auf dem Foto wirkt der Farbverlauf viel „streifiger“ als in natura. Auf jeden Fall werden in jeder 2. Reihe 4 Maschen zugenommen und so bin ich mitlerweile gefühlt bei unenedlich vielen Maschen pro Reihe. Wenn alles klappt schaffe ich am Wochenende den Abschluss.

Eine Millionen Maschen.

Eine Millionen Maschen.

Mein Oberteil nach dem Schnitt auf Seite 5 aus der Ottobre 5/2014 ist auch fertig. Es ist wie immer: kurz vor Ende des Projekts gefällt es mir alles nicht mehr so richtig. Ich habe es auch noch nicht angehabt. Aber jetzt finde ich es eigentlich ganz gelungen. Ich brauche immer etwas Zeit bis ich mich gewöhnt habe. Ich musste die Ärmel etwas weiter machen als im Schnitt angegeben und sie sind auch eine Idee länger geworden. Eigentlich waren nur 3 Abnäher am Ausschnitt vorgesehen, der Ausschnitt war mir damit aber definitiv zu riesig, daher habe ich noch 2 Abnäher mehr eingefügt und jetzt sitzt es gut. So richtig schlank sieht man in dem Modell nicht aus um es mal vorsichtig auszudrücken. Aber dafür ist es sehr bequem. Der Punktestoff gefällt mir auch super. Ich habe noch genug für ein T-Shirt hoffe ich.

Punkte und ZickZack.

Punkte und ZickZack.

Und jetzt nur noch was schönes: es gab nur wenige so richtige Wintertage hier in Bremen. Aber ein Tag war wirklich schön und ich hatte sogar meine Kamera auf dem Weg zur Arbeit mit.

Winterwonderland.

Winterwonderland.

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