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Posts Tagged ‘Waxprint’

Sommer. Gerade hier in Bremen ein immer wieder überraschender Zustand. Wie heißt es so schön auf Bremen-spezifischen Haustürmatten: Schönwetterloch. Weil das gute Wetter hier immer im Loch verschwindet? Oder heißt es doch Schietwetterloch? Ein endloses Thema und immer noch da, wenn einem gar nichts anderes mehr einfällt…

Auf jeden Fall habe ich einen schönen Zackenschal an dem Sommertag im September abgeschlossen, als es erstauenlicherweise über 30°C in Bremen waren und den super luftigen Sommerrock bei unter 12°C im August. Beide sehr schön geworden aber aus erwähnten Gründen noch nicht getragen.

Davon habe ich aber gar keine Fotos gefunden, daher now to somethin completly different:

mein Waxprint-Kleid nach einem Schnitt von Gretchen Hirsch (Buch: Gerties Ultimate Dress Book) von Gerties New Blog for Better Sewing.

Waxprintkleid.

Waxprintkleid.

Der Schnitt aus dem Buch ist das Cranberry Wool Dress und hier ist das Original noch einmal in verschiedenen Details zu sehen. Mir gefällt das Ergebnis sehr! Ich musste gar nicht so viel ändern: die Ärmel etwas länger und am Oberteil unter dem Arm etwas schmaler. Dafür noch eine Anpassung in der Mittelnaht zwischen Oberteil und Rockteil, weil ich nicht ganz gerade bin und da ein Baumwolle-Waxprint eine niedrigere Schulter sofort mit Knittern an dieser Stelle quittiert. Da ich das Kleid im Nähkurs genäht habe hatte ich aber glücklicherweise mit Ruth gleich eine professionelle „Änderin“ da. Die Taille sitzt jetzt schön gerade und ich würde mir die Änderung das nächste Mal auch selbst zutrauen.

Photobombed.

Photobombed.

Schwierig finde ich es immer die richtigen Schuhe zu den Kleidern zu finden. Die roten passen ganz gut, aber ich bin einfach nicht so ein Sommer-Schuh-Fan. Alles was sich mit klobigen Wanderschuhen anziehen lässt ist ok. Das andere bleibt dann meist im Schrank. Schade, aber ich brauche nun mal Schuhe in die auch Einlagen passen. Ausserdem habe ich mittlerweile so gar keine Lust mehr auf Trittchen, die unbequem sind und mit denen ich es nicht mal bis zum See (ca 800m von der Haustür entfernt) ohne Blasen schaffe. Ist mir auch einfach zu teuer: so Billigteilchen, die nach 2 mal Tragen so aussehen, als wäre ein Auto drüber gefahren. Mal ganz abgesehen von der Ressourcen-Verschwendung.

Von dem Stoff ist noch soviel übrig geblieben, dass ich mir noch eine Bluse davon nähen konnte. Davon gibt es aber noch kein Foto. Die habe ich dann ganz alleine hin gekriegt. Worauf ich sehr stolz bin. Auf das Kleid bin ich auch stolz. Ich finde es wunderschön. Mit den kräftigen Farben ist es im prallen Sonnenschein am schönsten, da leuchtet es richtig, bei Regen und Dämmerung sieht es eher ein bischen Wischi-Waschi aus. Das ich in dem Kleid etwas moppelig wirke, liegt wahrscheinlich daran, dass ich mittlerweile auch moppelig bin. Ich fühle mich darin auf jeden Fall besser und auch schöner, als die Bilder das wiedergeben. Ich werde den Schnitt auf jeden Fall noch mal nähen. Ein roter Baumwollstoff mit rot-weißen Punkten drauf liegt hier schon dafür bereit.

Thats the way I like it.

Thats the way I like it.

Die Fotos sind noch im Rest-Sommer im September entstanden. Jetzt wo der Herbst richtig da ist, mach mich der Anblick doch etwas melancholisch.

Summertime.

Summertime.

Ich bin/war von dem Waxstoff so begeistert, dass ich endlich nicht nur alle Stoffe bei Vlisco auf der website angeschmachtet habe, sondernd mir auch bei der Rabatt-Aktion gleich zwei Stoffe bestellt habe. Vlisco ist eine holländische Firma für Waxprintstoffe, die es schon seit 1846 gibt. Sie machen ganz eigene Drucke und Muster. Sie sind mit irgendwelchen anderen Stoffen nicht zu verwechseln. Oft sehe ich mir den ganzen Katalog an und bin einfach nur von den Formen und Farben begeistert.

Vlisco Stoff in grün.

Vlisco Stoff in grün.

Hier habe ich ein Stück mit 2 yard Länge und ich wollte mir eigentlich einen längeren, schmalen Rock daraus nähen. Nachdem der Stoff aber angekommen war und ich ihn in der Hand hatte, war ich mir da nicht mehr sicher. Anders als die anderen Waxprint-Stoffe, die ich bisher in der Hand hatte, ist dieser Stoff fester gewebt und dünner. Er hat einen leichten Schimmer und erinnert mich am ehesten an Voile. Dadurch hat der Stoff einen weicheren Fall als z.B. der Stoff vom Kleid oben. Jetzt tendiere ich eher zu einer Bluse oder einer Tunika. Mal sehen

Vlisco Stoff, wieder in grün.

Vlisco Stoff, wieder in grün.

Dieses ist der zweite Stoff, den ich bestellt habe. Ich liebe Grün. Ist vermutlich zu erahnen gewesen. Dieses Muster hatte mich total fasziniert als ich es auf der Seite gesehen habe. So habe ich jetzt einen Coupon von 6 yards und es soll ein beeindruckendes Kleid werden. Das Grün und Pink sind ziemlich quietschig und sehr auffällig. Da muss ein echtes Statement her. Ich liebe den Stoff sehr (sehr schön auch nach der Wäsche, wenig Knitter-anfällig). Den richtigen Schnitt habe ich dafür aber noch nicht im Kopf.

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Hier nun die ersten Bilder von meinen Sommerprojekten. Farbe ist da auf jeden Fall schon mal gut, wenn es Sommer wird. Ich mag die Waxprint-Stoffe schon lange, aber habe sie eher für Quilts genutzt. Da sind dann viele Motive einfach zu groß, da das Schöne und Besondere an  den Stoffen dann ziel zu klein geschnipselt wird. Aber da ich immer mehr Lust an bunten Stoffen auch für Kleidung habe, sind nun auch endlich ein paar lange gehegte Pläne umgesetz worden.

Rock aus Waxprint.

Rock aus Waxprint.

Den Stoff habe ich hier in Bremen nicht mal eine Kilometer von meiner Haustür entfernt bei BriSon gekauft. Es war nur noch ein Reststück und ich habe das ganze schon als weiten Rock gesehen, als ich nur eine Ecke von dem Stoff im Schaufenster gesehen habe. Ausserdem war es ein Sonderangebot. Und ich liebe die Farben. Der Stoff hat den Aufdruck „Veritable Duch Wax Hollandais A 2066“ und ist fast durchgefärbt (das Muster ist nur etwas blasser auf der Rückseite). Die Stoffqualität ist eine feste, dicht gewebte Baumwolle. Er ist deutlich dünner als z.B. ShweShwe-Blaudrucke und hat ziemlich viel Stand.

Daher habe ich Falten als eine gute Idee angesehen, um Weite in den Rock zu kriegen. Ich habe mich für diesen Schnitt aus der Fashion Style 03/2016 entschieden. Was man wegen dem wilden Muster auf dem Rock aus der Zeitschrift nicht sofort sieht: der Schnitt hat vorne auf der einen Seite eine Kellerfalte und auf der anderen Seite  zwei zur Seite gelegte Falten. Hinten ebenso. Das macht bei dem  von mir verwendeten Stoff auf jeden Fall einen extra-dicken Hintern. Und funktioniert auch nicht gut mit den großen Kreisen. Daher habe ich hinten nun 2 Kellerfalten gemacht und vorne eine Kellerfalte und zwei seitliche Falten gelegt. Die Falten habe ich eher nach dem Muster gelegt als direkt nach Schnitt. Wahrscheinlich wären durchgehend Kellerfalten für die Symetrie etwas besser gewesen. So sieht es mit den unterschiedlichen Falten finde ich nicht so sehr nach absichtlichem Design, als mehr nach einem Nähversehen aus.

Midi Rock Vorlage

Midi Rock Vorlage

Der Schnitt war aber super um das allermeiste aus dem Stoff zu machen. Ich habe nur winzige Reste übrig behalten die nicht mal für einen Patchwork-Topflappen reichen. Der Stoff hat gut Stand, knittert aber im Gebrauch kaum. Auch nach dem Fahrrad fahren und zugehöhrigem „hochklammern“ des Rockes zum Kettenschutz konnte ich keine fiesen Knitter finden. Der Rock ist superbequem und fühlt sich sehr gut an. Ist bei mir aber nicht wirklich Midi-Länge geworden (obwohl ich genau die vorgeschriebenen 1,68m groß bin). Ich mag die längere Länge aber so eh lieber. Denn hochhackige Klackerschuhe wie auf der Vorlage habe ich sowieso keine.

Der Saum ist eingehalten, dann umgebügelt und im folgenden ohne eine aufwendige Versäuberung umgenäht. Ich habe den Stoff vorher mit der Zickzachschere geschnitten und beim Nähen innen noch eine Zickzackborte mitgefasst. Ein kleines Detail, das mir sehr gefällt.

Rocksaum innen.

Rocksaum innen.

Als der Rock jedoch fertig war, musste ich feststellen, dass ich so gar kein Oberteil hatte, das farblich und stilistisch zum Rock passt. Da musste ich mir dann noch was entsperechendes nähen. Das Oberteil ist aus sehr dünnem Jersey. Da passte zumindestens die Farbe, aber das Nähen war eine Tortur mit einer normalen Nähmaschiene. Auftrennen war da fast nicht möglich. Der Schnitt ist das Knitt-Sweatheart-Shirt von Gertie Hirsch aus dem Buch „Gertie Sews Vintage Casual“. Im Buch wird extra drauf verwiesen, nicht zu dünne Jerseys zu nehmen… Aber frau muss sich ja nicht an alle Vorgaben halten.

Nachdem mir meine erste gestreifte Version aus dickerm Jersey so gut gefallen hat (Fotos davon später), habe ich einfach mal ein Erfolgsmodell noch einmal genäht. Abgesehen vom Stoff war es supereasy und das beste: ich musste NICHTS ändern.

Oder so.

Oder so.

Es ist eine schöne Sommerkombi. Ich werde auf jeden Fall wieder Waxprint vernähen. Ich habe auch schon ein Kleid genäht, aber davon gibt es noch keine schönen Bilder. Daher später.

Weitere Farben-Projekte wurden ebenfalls abgeschlossen. Der Regenbogenschal ist fertig. Pünklich zum Christoper Street Day. Passend und immer noch und immer wieder ein wichtiger Tag.

Regenbogenschal.

Regenbogenschal.

Die Empfängerin war sehr zufrieden und trägt ihn nur wegen der Temperaturen noch nicht dauerhaft. Die Wolle habe ich vom Woll SB Markt in Bremen.

Happy.

Happy.

Es geht aber auch monochrom. In der Lieblingsfarbe der Tochter:

Kleid in blau.

Kleid in blau.

Das ist wieder ein Schnitt aus der Ottobre Kids. Mit drei verschieden dicken Jersey-Stoffen dann etwas schwieriger im Übergang der einzelnen Farbblöcke zu nähen, aber durch ordentliches Dampfbügeln sind keine dauerhaften „Wellen“ geblieben. Es wird gerne und viel getragen und war doch recht schnell fertig. Der obere Stoff ist von tatams, der mittlere vom Holländischen Stoffmarkt und der unterste von Karstadt. Uii, mit den ganzen links sieht es ja wie Sponsoring aus… Macht aber keiner, ich kaufe alle meine Stoffe und Wolle selber und bin damit völlig frei in meinen Kommentaren.

Have a nice summer.

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