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Posts Tagged ‘Ottobre Schnittmuster’

Ich war ja sehr wenig fleissig hier im Blog in den letzten Wochen. Aber ich hatte viel zu tun und noch dazu das Gefühl super viel zu tun zu haben. Keine Zeit für alles was nicht Organisation, Arbeit, Haushalt, Kinderorganisation, Arbeit, Putzen oder gegen das Chaos-an-arbeiten ist. Dabei habe ich vor Weihnachten keinen einzigen Keks gebacken und auch bei weitem nicht so viele Geschenke selbst gemacht, wie in den Jahren zuvor. Vielleicht das Alter? Denn soviel Stress war eigentlich gar nicht wie sonst.

Denn das Kokketiern mit der 50 ist nun keine Beinahe mehr. Ein bischen hat mich das Halbe Jahrhundert ja schon beeindruckt. Auch wenn ich das ungerne zugebe. Aber 50 ist schon eben eine sehr runde Zahl. Mit 30 war ich wirr und im Studium und habe mich nach dem Geburtstag viel freier als vorher gefühlt. Bei meinem 40esten Geburtstag war meine Tochter gerade ein halbes Jahr alt und da hatte ich wirklich anderes zu tun, als mir um Zahlen Gedanken zu machen. Jetzt war mehr Zeit zum Nachdenken und da ich auch schon zu einigen 50. Geburstagsfeiern eingeladen war, habe ich mich sehr schwer damit getan, mir klar zu werden was ich von dem Tag eigentlich erwarte.

Feiern oder weg? Hat beides was für sich. Aber feiern kurz vor Weihnachten, wenn keiner Zeit und Lust auf noch einen Termin hat? Grillparty im Garten geht da einfach nicht. Und dann habe ich mich für weg entschieden. Und nach vielen Überlegungen dann dafür, etwas zu tun, was ich noch nie gemacht habe. Beziehungsweise dorthin zu fliegen, wo ich noch nie war. Meine Traumziele Vancouver oder Hawaii müssen noch warten, bis ich reich werde/diese Oberdepp nicht mehr der Chef der US of A ist.

Aber so bin ich mit meinem Mann und meiner Tochter für 3 Tage nach Riga geflogen (da war ich noch nie und fliegen tue ich auch nicht oft) und habe mir mit ihnen die Stadt im Nebel angesehen. Schnee war leider nicht.

Riga bei Tag.

Riga bei Tag.

Es war wunderschön. Das Hotel lag mitten in der Altstadt und alles war zu Fuß zu erreichen. Dort gab es ein echtes James-Bond-Entree mit Marmorbrücke über Goldfischen zum Fahrstuhl. Bei Mr Bond wären es vermutlich Haie und Papgeien gewesen und hier „nur“ Goldfische und Wellensittich aber ich fand es sehr beeindruckend.

Ausserdem lagen zwei Wollgeschäfte einmal 80m und einmal 140m entfernt. Und der Schokoladen-Laden von Laima (tradionelle lettische Schokoladenmarke) war auch gleich um die Ecke. Die Stadt hat mich beeindruckt und mit ihrem Charme für sich eingenommen. Und die RigaerInnen auch.

Riga at night.

Riga at night.

Und die Wolle. Und der Kaffee.

50 und 2 Tage.

50 und 2 Tage.

Aber vor allem die Wolle und die wunderschönen gestrickten Handschuhe. Ich bin vor lauter kucken gar nicht dazu gekommen, einmal eine Wand mit den verschiedenen Modellen zu fotografieren. Aber besonders beeindruckt war ich von der Auswahl bei Tines und Sena Klets . Ich habe mir natürlich ein paar Handschuhe gekauft und dann natürlich ein dickes Buch mit Fotos und Strickanleitungen. Und Wolle. Viel Wolle. In grau/gelb und rosa und lila und rot und rosagraulila und bunt. Und Schals. In türkis/weiß und rot und lila/grün und in grau/glitzer mit Schneeglöckchenmuster. Das ist so wunderschön und ich brauche bestimmt noch Jahre, um soetwas selber stricken zu können.

Außerdem noch Pfefferkuchen. Sehr lecker. Aber wir waren auch in der Nationaloper und haben uns The Sound of Music auf lettisch angesehen und im Lettischen Nationalen Kunstmuseum um dort die Bilder anzusehen. Dabei waren schon das Gebäude und die Wände beeindruckend.

Lettisches Nationales Kunstmuseum.

Lettisches Nationales Kunstmuseum mit Touristen.

Ich hoffe ich komme dort noch einmal hin. Villeicht im Sommer. Dann muß es da wunderschön grün sein mit den vielen Parks und Grünanlagen in der Stadt. Und dann habe ich auch mehr Platz für Wolle. Diese konnte ich leider nicht mehr mitnehmen…

Wolle. Überall Wolle.

Wolle. Überall Wolle.

Daher jetzt gar kein Rückblick auf 2017 und auch kein Ausblick auf 2018. Da wird es um die Reduktion des Stoffvorates gehen. Ein bischen ist da schon passiert. Damit hier zumindest der Beginn von 2018. Tiere und mein Lieblingsmodell von 2017: Ottobre Raglan Shirt. Hier mit FBA.

Einhörner. Es ist so 2017.

Einhörner. Es ist so 2017.

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Tja, ist wirklich nah dran. Erst die Wahl. Dann meine eigene Unfähigkeit, den Hass aus meinem Herzen zu kriegen. Ich bin so sauer über alle, die die Rechten gewählt haben. Und dann gab es auch noch ein Einruch im Büro und einen Tag später wurde meinem Liebesten das Fahrrad geklaut. Das Gute. Mit ZWEI Schlössern angeschlossene. Tagsüber.

Das finde ich einfach so gemein. Das erste Rad, das ihm mal groß genug war. Schöner Schiet. Ich wünsche den Dieben alles Miese an den Hals und ärgere mich darüber, dass sie es auch noch schaffen so viel Wut in mir zu generieren. Am meisten aber wünsche ich mir, dass sie mal in Therapie sind und dann den Auftrag bekommen, sich bei allen persöhnlich zu entschuldigen, denen sie was geklaut  haben. So richtig entschuldigen, von Angesicht zu Angesicht und sich dann die Geschichten anhören, wie die Leute ohne ihre Fahrräder klar kommen. Grrrrrrrrr.

Tja, aber die Heizung ist nicht kaputt, wonach es erst aussah. Mein Strickschaf kommt super voran (nur noch 1,5 Arme und dann zusammensetzen). Das Kinderfahrad konnte ich gut selber reparieren und ganz viel Leute haben die AFD nicht gewählt. Mal sehen, ob ich das mit dem Blick auf die positiven Dinge insgesamt besser hinkriege. Harte Arbeit für mich zur Zeit.

Aber wie heißt es so schön: grün ist die Hoffnung und daher jetzt:

Es grünt so grün.

Es grünt so grün.

Schlechte Haltung, schlechter Hintergund, schlechter Gesichtdsausdruck. Aber das Shirt ist ein Gewinner. Wieder nach meinem angepassten Standartschnitt aus der Ottobre. Genäht in Größe 46. Superbequem und der Palmenstoff ist auch richtig super. War ein Sonderangebot bei Kraftstoff. Vielleicht ist das ja auch schon ein Statement mit der Farbe.

Grün mit Sonne.

Grün mit Sonne.

Einhörner, Halloween-Kostüme, Schaf gibt es demnächst. Hier nur noch ein Blick in den Vorgarten. Ich sach nur: November…

OMG. We are all going to die.

OMG. We are all going to die.

 

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Mal wieder viel zu spät. Aber hier noch mal der Vollständigkeit halber: mein Weihnachts-Outfit. Für den Weihnachtskleid-Sew-Along war ich viel zu langsam. Das eigentlich geplante Kleid hängt hier immer noch genauso rum, wie ich es im November auf die Puppe gestülpt habe: mit gesteckten Seitennähten und ohne Ärmel und Beleg. Rohbau sozusagen.

Diesen Rock hatte ich schon länger fertig, aber dann wollte ich noch ein schönes Oberteil dazu nähen. Vielleicht mal aus Strickstoff, den habe ich noch nie verarbeitet. Macht ja bestimmt auch ein schönes Weihnachtsoutfit und praktischer ist es wahrscheinlich auch habe ich mir gedacht. Diesen dunkelroten Strickstoff, für den wohl viele kleine Polyster sterben mussten, habe ich dann im Stoffmarkt Hastedt gekauft.

Ich und schick.

Ich und schick. Na ja.

Ich wollte mir ein kurzärmeliges Top (Pin-Up Sweater von Gertie Hirsch) und dazu ein kleines Jäckchen Art Bolero nähen. Wie viel Stoff ich brauchen würde, war mir im Laden mal wieder nicht präsent und so habe ich einfach alles mitgenommen, was noch da war: 2,6m. Im Endzustand habe ich daraus dieses Top (Sweetheart-Top mit 3/4 Ärmeln und Ausschnittvariation von Gertie Hirsch aus Gertie Sews Vintage Casual), das geplante Pin-Up-Shirt und ein Jäckchen aus der Fashion Style 6/2016 genäht. Vielleicht kann ich aus den Resten sogar noch ein Top für das Kind zusammenstückeln. Der Stoff trägt sich super angenehm und kuschelig (das Schwitz-Problem bei Poly ist hier nicht so ausgeprägt, erstaunlicherweise) und war auch sehr angenehm zu vernähen. Weniger Kampf mit der Materie als bei vielen Jersey-Stoffen, die ich in der letzten Zeit verarbeitet habe. Ich mag die Farbe total gerne.

Beachten sie die Schuhe.

Beachten sie die passenden Schuhe.

So richtig festlich wirkt das ganze jetzt auf den Fotos nicht. Aber auf der Weihnachtsfeier hatte ich eben noch ein Jäckchen drüber und schickere Schuhe an. Ewas schickere. So richtig schicke Schuhe habe ich wahrscheinlich gar nicht. Fazit: das Oberteil könnte für diesen Rock noch deutlich kürzer sein, für die Kombi mit Hose mag ich diese Länge aber lieber. Das andere Top hat einen kleineren Ausschnitt und kurze Ärmel und ist ebenfalls ein Gewinner. Ich musste wie auch bei dem anderen Gertie Hirsch Schnitt nichts ändern und trage beide Oberteile sehr viel.

Das kleine Jäckchen trage ich nicht so viel, da bin ich mit dem Schnitt in Kombination mit dem sehr weich fallenden Stoff nicht 100% zufrieden. Eventuell ändere ich da die vordere Kante oben noch etwas und mache sie runder. Der Schnitt hätte nach einen Stoff mit etwas mehr Stand verlangt.

Der Rock ist aus der letzten Ottobre 5/2016 der Rock „Math Teacher“. Ich mochte das ganze Ensemble, hier zu sehen, wie es in der Zeitschrift abgebildet war. Daher auch ein ähnlicher Pullover, jedoch ohne Puff-Ärmel, die ich nicht mag.

Ich wollte für den Rock den Rest von meinem Wollmischstoff vom Mantel verarbeiten. Das hat auch gereicht, nun sind nur noch ein paar Reste für Stulpen und/oder die Vorderseite einer Weste übrig. Der Stoff hat eine wunderschöne Webkante. Die muss ich auf jeden Fall noch weiterverarbeiten.

Der Schnitt in der Ottobre war auf jeden Fall dieses Mal nicht so problemlos wie erwartet. Ich habe nach meinen Maßen eine Größe 48 ausgeschnitten und diese stellte sich als viel zu weit heraus. Also musste ich alle Falten wieder auftrennen, die Weite in tiefere Falten verteilen und noch mal neu stecken und nähen. Das nächste Mal messe ich den Taillenbund bevor ich irgendwas nähe…

Sonst klappte aber alles gut und auch die Länge gefällt mir. Der Rock ist ein paar Zentimeter kürzer als beim Schnitt angegeben. Allerdings habe ich einen einfachen Futterrock eingenäht und nicht einen mit den gleichen Falten wie der Außenrock. Das machte das einnähen deutlich einfacher und reduzierte die Stofflagen am Bund. Auch ist es viel Stoff und der Rock an sich ist ziemlich schwer. Was aber bei einem Winter-Modell auch gut ist.

Ich fühle mich wohl darin, sehr angezogen ohne das Gefühl zu haben, overdressed zu sein wenn ich ihn im Alltag trage. Die eine mittlere Falte vorne links ist mir nicht so gut gelungen, da werde ich mein Glück noch mal mit intensivem Bügeln versuchen. Und zur Weihnachtsfeier und zu Heiligabend habe ich das ganze auch tatsächlich getragen. Und die wunderschöne goldene Brosche, die ich von meiner Schwester geschenkt bekommen habe passt perfekt dazu. Fazit: gerne wieder mit Strickstoffen nähen, casual ist eher mein Ding als schick und noch mehr auf abmessen und anpassen beim Nähen achten.

Das klingt ja schon ein bischen nach Vorsätzen für das neue Jahr. Nun ja. Eigentlich wollte ich keine, aber dann haben sich doch ein paar Pläne eingeschlichen:

  • eine Stoff-Statistik muß her: Eingänge und vernähte Meter. Der Zuwachs an Stoffen wird einfach zu viel. Ich habe nachgerechnet: alleine im Dezember habe ich mindestens 20,8m Stoff gekauft. Ich habe zwar auch 1 Pullover für den Gatten, 2 fürs Kind und 3 für mich genäht, aber der Schwerpunkt liegt doch auf Zuwachs. Exponentiellem Zuwachs. Das muß sich ändern. Der Artikel von Nahtzugabe hat mich da zum Nachdenken gebracht. Danke dafür.
  • Daher sollen jetzt erst mal die Vorräte vernäht werden. Nur noch ein Stoff pro Einkauf. Maximal einen neuen Stoff pro Monat habe ich mir vorgenommen. Mal sehen, ob ich das schaffe.
  • Ich will noch mehr Vintage-Kleider und Tops nähen.
  • Dieses Jahr will ich einen Basisschnitt für Hosen für mich hinkriegen.
  • Alte Projekte fertig stellen oder entsorgen/umarbeiten. Stapelbildung unterbinden.
  • Keine neue Wolle mehr, sondern Vorräte wegstricken.
  • Ich will eine Liste mit Stoffläden in Bremen erstellen. Ich liebe diese Listen. Wenn ich irgenwo hin fahre sehe ich mir vorher immer schon mal die Gegebenheiten für Stoff und Wolle an. Und mitlerweile lohnt es sich hier in Bremen auch wieder.
  • Nur noch Motto-Shirts kaufen, denn diese Jahr wird es auf jedes Statement ankommen. In diesem Sinne: Denken gefärdet Vorurteile. Hoffe ich doch sehr.

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Ich war beim Friseur und habe da durch großmundiges „bitte RICHTIG“ kurz, den kürzesten Haarschnitt seit Jahren bekommen. Gefällt mir ganz gut, aber leider kam einen Tag später die Kältewelle. Und so fast ohne Haare auf dem Kopf sind -7 Grad Celsius eben noch mal kälter. 9mm ist halt eben sehr kurz. Ich habe aber unerschrocken dem Wetter getrotzt. Und draußen Fotos gemacht. Ohne Jacke. Und ohne Mütze.

Noch mit langen Haaren.

Noch mit langen Haaren.

Ich wollte doch endlich mal die verschiedenen Shirts nach dem Raglan-Schnitt aus der Ottobre 3/2015 zeigen. Ich habe den Schnitt mitlerweile gut an meine Figur angepasst: an den Hüften an beiden Seiteten ca. je 2 cm mehr Weite, dafür unter den Armen etwas weniger Weite. Dafür aber auf ca. 15cm am Ärmel von der Achsel aus gesehen über die Länge mindestens 2cm mehr Weite zugegeben. Ich mag diese Shirts super gerne und trage auch jetzt noch fast jeden Tag eines davon. Obwohl es eigentlich zu kalt dafür ist und ich dann eine Jacke drüber an habe. Dieser Schwalbenstoff war ein Rest aus dem Stoffmarkt Hastedt und das Stück hat einfach nicht für lange Ärmel gereicht. Und zuhause habe ich nix in meinem Vorrat gefunden, das gepasst hätte. Daher habe ich dann bei einm späteren Besuch in Hastedt noch mal gesucht und den Punktestoff gefunden. Passt super finde ich. Die Ärmel sind etwas stretchiger als der Schwalbenstoff. Optimale Kombi für den Tragekomfort. Mein erstes Modell nach dem Schnitt habe ich hier schon mal gezeigt.

Eine weiteres Lieblingsmodell, das farblich etwas leichter zu kombinieren ist, ist mein Fahrradshirt.

Das beste von allen miesen Fotos.

Das beste von allen miesen Fotos.

Irgenwie habe das Shirt zwar am meisten an, aber noch nicht ein einziges brauchbares Foto davon zustande gebracht. Die Ärmel sind aus einfarbigem Jersey in Antrazit. Der Stoff hat wohl einen Poly-Anteil und ist daher etwas weicher/puscheliger als meine anderen Jerseys. Das trägt sich sehr angenehm, nach einem anstrengenden Tag ist frau da aber auch leicht etwas stinkiger unterwegs…

Und das letzte Modell nach dem Schnitt ist mit uni-Bauch und hellblauen Ärmeln mit stilisierten Korbblütlern/Pusteblumen.

Winter im Garten.

Winter im Garten mit kurzen Haaren.

Ich trage es sehr gerne, obwohl es für meine Verhältnisse total unfarbig ist. Blau entdecke ich dieses Jahr wieder für mich. Auch dieses Modell trägt sich super und ich sehe die Falten über dem Busen ja selber nicht. Da muss ich bei einem weiteren Exemplar wohl doch noch mal mehr Weite für den Busen einarbeiten. Oder dünner werden. Das mit der zusätzlichen Weite ist aber wohl erfolgsversprechender. Ein Modell mit hellblauem Bauch mit Schwänen drauf und orangenen Ärmeln ist als nächstes geplant. Gefolgt von einem Modell in dunkellila mit Äpfeln für den Körper und lila Streifen für die Arme. Dann sollte ich wohl auch mal wieder Lust auf andere Schnitte bekommen.

Fazit: der Raglan-Shirt-Schnitt aus der Ottobre ist für mich DER Schnitt für 2016. Ein bis zwei mal die Woche trage ich eines der nach diesem Schnitt genähten Shirts und finde sie immer noch super.

Hier nur noch eine Impression aus der kurzen richtig kalten Zeit.

Vor dem Vorgarten.

Vor dem Vorgarten.

Und meine Meinung zu 2016:

Fuck 2016.

2016. No comment.

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Endlich wieder ein paar Ergebnisse. Die Teile sind zum Teil schon länger fertig, aber die fotgrafische Dokumentation war diese mal der schwierige Teil. Das Wetter ist meist zu grau und ungemütlich und abends werden die Fotos immer nur düster. Aber jetzt pünklich zum Mai-Beginn ist das Wetter ja endlich der Jahreszeit entprechend. Der April war hier kälter als der Dezember (gefühlt) und zwischen den wenigen sonnigen Abschnitten immer wieder Schneeregen.

Hier aber jetzt mit Sonne: meine Tasche aus alten Leinenstoffen und einer alten Wäscheborte für meine Mutter.

Neue, alte Tasche.

Neue, alte Tasche.

Ich mag die Stoffe zusammen, obwohl der Kontrast relativ gering ist. Da es sich um Leinenstoffe handelt ist die Tasche in sich etwas steifer als aus Baumwollstoffen. Aber es geht noch und wird mit der Einlage nicht zum Brett. Die Wäscheborte mit den Initialen finde ich sehr schön dazu. Der Schnitt ist wieder der viel genutzte von das-mach-ich-nachts.

Dann habe ich auch noch zwei Oberteile fertig bekommen. Aber nur von einem gibt es Fotos:

Jacke in Grün.

Jacke in Grün.

Die Stoffe habe ich mir von einem Stoffgutschein von tatams gekauft, den ich zu meinem Geburtag geschenkt bekommen hatte. Es sind Biobaumwollstoffe und ich wäre fast zu knickerig dafür gewesen. Aber irdenwie fand ich das grün so schön. Der Sternestoff ist dicker und weniger stretchig als der unifarbene. Aber sie vertragen sich ganz gut beim vernähen. Ich hatte genau solch einen Schnitt mit vorderen Teilungsnähten für diese Stoffe im Kopf und bin wieder bei einer Ottobre fündig geworden. Es ist der Sweatshirt-Schnitt “ Evening Walk“ aus der Ottobre 5/2014. Allerdings habe ich ihn mit Kaputze genäht und nicht mit Stehkragen. Ausserdem habe ich noch alles mit Belegen versehen, weil ich diese offenen Reißverschlüsse innen nicht schön finde. Und habe das erste mal meinen Deko-Coverlock-Fake-Stich meiner Nähmaschiene benutzt (ich habe sie ja auch erst seit über 30 Jahren…). Die Nähte haben sich beim nähen glücklicherweise auch nur leicht gedehnt. Das wurde aber mit insensivem Dampfbügeln doch wieder ziemlich glatt. Insgesamt mußte ich den Schnitt im Brustbereich doch ziemlich anpassen. Das ist nicht 100%ig gelungen wie man an den Falten im Detailfoto sieht. Da hatte ich einfach nicht mehr genug Stoff für ein optimales Ergebnis.

Zierdetails.

Zierdetails.

Mein Fazit:

-der Schnitt ist nicht schlecht, aber für mich sind die Ärmel mit einer Naht oben nichts. Das würde ich das nächste mal anders machen.

-die zusätzliche 10kg, die in den letzten 2-3 Jahren dazugekommen sind, machen die Anpassung der Schnitte an mich deutlich schwieriger, als die 10kg davor. Ich muß mich da noch gewöhnen und das Anpassen an den Busen lernen.

-die Anpassungen sind zwar noch nicht optimal, aber ich habe mich schon sehr viel mehr an Veränderungen getraut als früher. Bei crafteln gibt es eine tolle Reihe mit Schnittanpassungen! Das hat mir sehr geholfen.

-ich bin ganz stolz über die schöne Kaputze auch wenn die total unpraktisch ist, wenn frau den Pullover unter einer Jacke trägt…

-ich trage den Pullover viel, denn er ist super-bequem.

-insgesamt ein Erfolg.

Musterschal in rot.

Musterschal in rot.

Ansonsten stricke ich wie besessen an meine Muster-Dreieckstuch. Da sind zwar etliche Fehler drin, da es aber riesig werden wird und mit Nadel 3,5 gestrickt wird, fallen die dann bei der Größe gar nicht auf. Ich habe 3 Knäule von der Wolle, aber nach 2 Knäulen wird das ganze bestimmt schon groß genug sein. Dann habe ich wahrscheinlich auch keine Lust mehr auf  das ewige 4-Maschen-1-zusammenstricken-1-Umschlag….

Und zum Abschluß noch mal eine andere Farbe:

Baum in rosa.

Baum in rosa.

 

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Tja, so sind sie die neuen Zeiten. Da hat sich das Kind doch ein Faschings-Kostüm nach ihrem Lieblingsspiel am Tablet ausgesucht. Dragon City. Und ich habe eine Eisdrachenkostüm gebastelt. Das gute ist, dass es gaaaanz viele verschiedene Eisdrachen gibt. Das ist immer viel besser als ein ganz exaktes Ergebnis abliefern zu müssen.

Eisiger Drache.

Eisiger Drache.

Den Stoff hatte ich noch in meinem Fundus (da ist wirklich alles, sogar Leoparden-Imitat…) und ich habe nur weißen und grauen Filz gekauft. Und den weißen Puschelstoff für die Hosen, die man auf dem Foto nicht sieht. Ebenso wie die genialen Krallenfüße zum Über-den-Hausschuhen-Tragen. Und aus den „Resten“ vom weißen Puschelstoff lässt sich nächstes Jahr bestimmt noch ein Eisbärenkostüm oder auch Schneefrauenkostüm nähen. Also alles in allem gelungen.

Ansonsten bin ich zur Zeit wieder vom Strick-Wahn befallen. Ich habe endlich mit meiner lettischen Schafswolle mit Leinen angefangen. Auch mit diesem sehr einfachen Muster habe ich mich am Anfang schwer getan, bis ich es überhaupt begriffen hatte. Aber dank Übersetzungstool Strickenglisch-deutsch habe ich es dann im 2. Anlauf verstanden. Ich finde die Farben des Garns wunderschön und wollte ein ganz schlichtes Tuch, damit kein Muster davon ablenkt. Ich finde auf dem Foto wirkt der Farbverlauf viel „streifiger“ als in natura. Auf jeden Fall werden in jeder 2. Reihe 4 Maschen zugenommen und so bin ich mitlerweile gefühlt bei unenedlich vielen Maschen pro Reihe. Wenn alles klappt schaffe ich am Wochenende den Abschluss.

Eine Millionen Maschen.

Eine Millionen Maschen.

Mein Oberteil nach dem Schnitt auf Seite 5 aus der Ottobre 5/2014 ist auch fertig. Es ist wie immer: kurz vor Ende des Projekts gefällt es mir alles nicht mehr so richtig. Ich habe es auch noch nicht angehabt. Aber jetzt finde ich es eigentlich ganz gelungen. Ich brauche immer etwas Zeit bis ich mich gewöhnt habe. Ich musste die Ärmel etwas weiter machen als im Schnitt angegeben und sie sind auch eine Idee länger geworden. Eigentlich waren nur 3 Abnäher am Ausschnitt vorgesehen, der Ausschnitt war mir damit aber definitiv zu riesig, daher habe ich noch 2 Abnäher mehr eingefügt und jetzt sitzt es gut. So richtig schlank sieht man in dem Modell nicht aus um es mal vorsichtig auszudrücken. Aber dafür ist es sehr bequem. Der Punktestoff gefällt mir auch super. Ich habe noch genug für ein T-Shirt hoffe ich.

Punkte und ZickZack.

Punkte und ZickZack.

Und jetzt nur noch was schönes: es gab nur wenige so richtige Wintertage hier in Bremen. Aber ein Tag war wirklich schön und ich hatte sogar meine Kamera auf dem Weg zur Arbeit mit.

Winterwonderland.

Winterwonderland.

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Tja, das Neue Jahr ist da und obwohl ich hier wie wild Kalender ausgetauscht habe, ist es noch nicht so richtig bei mir angekommen. Diese alles-frisch-und-neu-Gefühl lässt noch auf sich warten. Vielleicht sollte ich tatsächlich ein paar Vorsätze fassen, dann kommt dieser Druck bestimmt, welchen ich sonst mit dem Beginn des Jahres in Verbindung bringe. Ein paar Sachen vom letzten Jahr habe ich ja auch tatsächlich umgesetzt: mehr gestrickt (wenn auch nicht die angefangenen Socken…), mich jetzt für 2 Nähkurse in 2014 angemeldet und das mit der Hühnerhaltung durchdacht und aufgegeben. Auch Bienen sind in unserem kleinen offenen Garten mit hoher Kleinkinderfrequenz nicht wirklich eine Option. Seufz. Also nur Merrschwein-Applikation als Annäherung an das Tierhaltungs-Thema…

Das mit den schöneren Bildern nehme ich mir einfach noch mal vor. Und ausserdem: not waiting for the change – make it happen yourself. Das sollte mein Motto für 2014 werden. Mich mehr trauen und weniger warten und denken. Denken ist ja nicht schlecht, aber ich habe das Gefühl, daß ich das letzte Jahr mit sehr viel Nachdenken und wenig daraus resultierender Aktion gefüllt war.  Zur allgemeinen Unzufriedenheit hat dann auch noch die letzte Nick Cave Live CD beigetragen. Wunderschön, aber kein Stimmungsaufheller.

Dann hoffe ich wirklich auf mehr Gesundheit in 2014. Wieder so was, was nur auffällt, wenn es plötzlich fehlt. Aber ich bin dafür deutlich dankbarer als noch vor einem Jahr, das alle meine Lieben zumindestens ziemlich gesund sind.  Damit es auch so bleibt: die ersten drei in der vor- und Nachweihnachtszeit fertiggestellten Projekte:

Schachbrett-Loop.

Schachbrett-Loop.

ein Wollloop in Schachbrettmuster (immer 3 rechts, drei links und dann alles 4 Reihen wechseln). Ist schön warm und ich bin ganz stolz, das es so schnell ging und die Naht kaum zu sehen ist. Jetzt müsste es nur noch ca 5-10 Grad kälter werden, damit das Ding beim Fahrradfahren nicht völlig überdimensioniert ist.

Extra Blumig.

Sehr Blumig

ein neues T-Shirt aus einem Restestück Jersey vom Holländischen Stoffmarkt. Ich musste ja beweisen, das ich die Stoffe nicht nur kaufe, sondern auch was damit nähe. Der Schnitt ist wieder aus der Ottobre (wie dieses Shirt) und superbequem. Das man die Rollen in der Taille so sieht liegt nicht am T-Shirt, sondern an den Rollen. Denn sie sind ja nun mal da. Ein weiter Vorsatz: weniger Süßigkeiten (sobald die Weihnachtsvorräte verschwunden sind…) und 2x die Woche laufen. Hier sieht man was ich meine:

Nicht fotogen

Nicht fotogen

ein Badehandtuch für unseren neuen Nachbarn. Willkommen Nils! Am 2.12.13 ist er angekommen und ich bin sehr dankbar für den Trend zu kurzen Namen!

Badetuch für Nils.

Badetuch für Nils.

Ansonsten hier noch ein paar Worte in eigener Sache. Bei der Vorstellung der Projekte geht es mir vor allem um die Dokumentation meiner Fortschritte. Ich hatte es so leid, immer das Gefühl zu haben, nichts zu schaffen, während die Zeit so ergebnislos verfliegt. Jedenfalls was Dinge angeht, die man anfassen kann. Jeden Sonntag-Abend wieder das Gefühl: ich habe wieder nichts geschafft. Dabei wollte ich doch… Mich motiviert das Schreiben und Dokumentieren. Die Sachen nicht nur zu planen, sondern auch zu machen und vor allem fertig zu stellen. Eben raus aus der Könnte-ich-mal-machen-wenn ich-Zeit-habe-Schublade. Und vor allem ist es damit für mich präsent, wenn ich deprimiert und unzufrieden mit mir bin. Es geht mir nicht darum damit zu protzen, wieviel ich mache oder irgend ein anderer Contest. Zur Motivation. Und um mir selber zu zeigen: nörgel nicht immer an dir selber rum. Du hast was geschafft. Sei zufrieden. Hin und wieder…

Hier noch ein Dokument: was ich am Heiligabend getan habe:

120 min Aufbauzeit !!!!!

120 min Aufbauzeit !!!!!

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