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Statistik

Tja, einer der Gründe warum es etwas dünn bei den Blog-Posts ist: ich habe mir ja eine Stoffstatistik für diese Jahr vorgenommen. Was kommt rein, was wird vernäht und geht damit raus (aus dem Vorrat) und als Effekt: hoffentlich kommt es insgesamt zu einem Abbau der Vorräte. Pffffff. Hände-in-die-Luft-werfen und hysterisches Gekicher. Ich fürchte dieses Ziel wurde mit der Aufnahme einer Statistik nicht erreicht. Ich habe das Gefühl der Eintrag ist gänzlich unkontrolliert explodiert. Dabei sollte es doch weniger werden. Ich nähe zwar wie eine Wilde, aber der Einkauf übertrifft das locker. Dabei bin ich doch Ökologin (in einem früheren Leben gewesen) und weiss, das mehr Eintrag als Austrag kein nachhaltiges System ist. Und es ist sehr unwahrscheinlich, dass sich hier aus den Stoff-Vorräten Erdöl bildet, weil der Druck dafür nicht reicht. Aber Humus ist möglich, denn es gibt Schichten.

Jetzt aber kein rumgerede und verzögern mehr: ich habe in diesem Jahr schon 55,1 m Stoff gekauft. Es ist mir schon ziemlich peinlich. Daher sieht es in meinem Nähzimmer zur Zeit auch teilweise so aus:

Stapelbildung.

Stapelbildung.

Ich habe allerdings auch schon 22,7 m Stoff vernäht: 1 Kinderfaschingskostüm, 1 T-Shirt und 2 Pullover für meine Tochter, 1 T-Shirt für den Gatten und für mich 3 Raglanshirts, 2 Sweatheart-Tops mit kurzen Ärmeln, eines mit langem Ärmel, eine Jogginghose,  3 verschiedene Pullover, einen Rock und ein Ophelia-Shirt. Ausserdem noch diverse Schlüsselbänder, eine Baybhandtuch und eine kleine Tasche für Babyutensilien.  Aber von einem Abbau der Vorräte kann keine Rede sein.

Es ist der Konsumrausch, das Gefühl: diesen Stoff finde ich nie wieder und den anderen kriege ich nie wieder so günstig. Und das Potential. Viele Stoffe finde ich einfach nur schön, oder besonders, oder ich liebe die Farben oder das Muster. Aber bei jeden Stoff geht es auch immer um die Pläne, das Potential. (Ich höre da immer den inneren Remington Steel: Think of the possibilities…Prägende Szene meiner Jugend ab 33: 49). Oder wie Bowie in Absolute Beginners sagte: Wir verkaufen keine Dinge, wir verkaufen Träume. Und das ist es oft: ich stelle mir abgefahrene Kleider, supergemütliche Pullover und wunderschöne Klamotten vor, die alle perfekt aussehen. Das ist das Potential. In der Realität stelle ich dann fest, dass es nie ganz so perfekt wird, ich wieder auf einen Modetrend reingefallen bin, der an einer Frau  mit dickem Hintern und Größe 42-48 auch mit 100 Anpassungen nicht anzupassen ist oder ich dann einfach ein wunderschönes Kleid habe, mit dem frau aber leider nicht Fahrrad fahren kann (ohne beim Absteigen von selbigen zu fallen).

Das ist natürlich ein Kapitalismus-Grund-System: immer schön kaufen. Und ich bin definitiv nicht frei davon. Stoffe habe ich genug, das weiss ich. Aber Träume und Potential: davon kann ich nicht genug bekommen. Es bleibt ein ständiger Kampf zwischen der Realisierung von Träumen, Praktikabilität und der Erkenntnis, dass ich zuviel habe.

Humus.

Humus, vor sich hin reifend.

Aber langsam bis mittelschnell steigt der Anteil der selbstgenähten Klamotten, die ich trage. Es muss nicht alles nur selbst genäht sein, aber ich habe keine Lust auf schlecht sitzende Mode in trüben Farben, die nur von unterbezahlten Frauen in Bangladesh hergestellt worden sein kann. Ich weiß wie lange ein T-Shirt dauert. Und das ist nicht für EUR 4,50 zu machen. Und es dann gleich nach dem Tragen wieder wezuschmeißen ist eine Sauerei. Bei selbst gemachten Sachen dauert alles immer lange. Diese Sachen zu verschenken oder selber zu benutzen bedeutet für mich Wertschätzung: für die Beschenkten, für die Dinge, die eben ihre Zeit brauchen. Das sind bewußte Entscheidungen, nicht immer effektiv sein zu wollen und zu müssen.

Ja, das ist politsch. Hier auf meinem Blog geht es ums selber machen. Aber nicht nur weil es schöner ist. Sondern weil es ein Akt der Selbstbestimmung ist: wie will ich aussehen? Anders als es für eine dicke fast 50-jährige vorgesehen ist? Oder nur nachmachen, was „die Mode“ vorgibt? Ich glaube, ich will weiter spielen, mich ausprobieren und nicht auf irgendwas festlegen lassen. Und das ist auch politisch.

Und dann geht es für mich auch um Unabhängigkeit: ich kann das selber. Finde ich für mich ganz wichtig. Ich kann mein Fahrrad reparieren, Pflanzen pflegen, Klamotten nähen, die Buchhaltung machen, einen Wissenschaftlichen Text verstehen oder schreiben, mit der Axt umgehen, der Häkelnadel und der Bohrmaschine, Lace-Schals stricken (bei Socken übe ich noch), backen, putzen, eine Steuerprüfung vorbereiten und begleiten und die Küche putzen sowie tausend andere Dinge. Und nichts davon ist weniger oder mehr wert oder wertlos. Oder irgendwie lächerlich, weil es ja nur eine Frauenbeschäftigung ist. Selber machen können macht mich unabhängig. Und auch das ist politisch. Weil: ich kann es selber. Ich muß nicht jemanden schlecht bezahlen, damit er oder sie es macht.

Ich habe viel über den Post von Frau Jule nachgedacht. Und denke schon, dass es auf meinem Blog auch um politische Fragen geht. Weil es um mich geht und ich mache viele Dinge, nicht nur Topflappen (siehe oben). Und vor allem geht es mir auch um Sichtbarkeit. Ich habe das Gefühl, ich komme da draußen in der Welt nicht wirklich vor. Aber hier bin ich da. Und mal ist mir Wolle wichtiger, mal muß ich mich über Gender-Farb-Zuordnungen aufregen und dann wieder geht es um ganz was anderes. Aber ich will eben auch vorkommen: Frau, chronisch krank, nerdig, dick, nicht mehr jung, Musik-verrückt, nicht konventionell schön, Bollywood-Fan, unsportliche Tanzbegeisterte, sesshaft, Nematodenspezialistin, frickelige Buchhalterin, Sammlerin, Mutter, verheiratet, nicht nur hetero , Bücher-liebend und Schoko-abhängig. Und wenn ich da draußen sonst nicht vorkomme, muß ich eben selber raus. Und das ist auch politisch.

Mir geht es hier auch eher um Sichtbarkeit für mich. Keine Ahnung, ob oder was hier andere interessiert. Das ist für mich nicht entscheidend beim Schreiben. Keiner muß das hier lesen. Wenn ich so wütend über die Wahl eines amerikanischen Präsidenten werde, dass ich schon Selbstgespräche führe, dann hat das hier aber definitiv einen Platz. Sehr schön auf den Punkte gebracht von John Oliver: this is not normal. Und ich muss es mir auch immer wieder sagen: das ist nicht normal. Ich will mich an bestimmte Dinge und Aussagen nicht gewöhnen.

Aber ich will auch nicht, dass diesen Deppen in den USA, der Türkei, Syrien oder gar nicht so weit weg die Jungen Alternativen Identitären Idioten (oder wie auch immer die heißen) hier in Bremen (Grusel und würg) alle meine Energie absorbieren. Ich will immer wieder sagen: nein, für mich sprecht ihr nicht und euere Zukunft will ich nicht. Ich kann mir nähmlich eine bessere und buntere vorstellen. Aber gerade in diesen Zeiten und diesen Zuständen, von denen ich nicht erwartet hätte, mich wieder in ihnen bewegen und damit auseindersetzen müsste, ist bunt und Glitzer vielleicht auch ein echtes Statement. Dazu ein perfekter Post von Oonabaloona.

Und daher nun: Glitzer!

Golden Years...

Golden Years…Seufz.

Zusammenfassend kann ich nur sagen: ist vielleicht alles etwas wirr geworden. Aber ich bin echt zu alt, um mich mit irrer Anstrengung zu kompartimentieren. Weder nur Stoffe, noch nur Regt-mich-auf. Mich gibt es als Gesamtpaket. Und eine neue rosa Mütze stricke ich mir auch. Und trage sie auch im Frühling.

 

 

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Mal wieder viel zu spät. Aber hier noch mal der Vollständigkeit halber: mein Weihnachts-Outfit. Für den Weihnachtskleid-Sew-Along war ich viel zu langsam. Das eigentlich geplante Kleid hängt hier immer noch genauso rum, wie ich es im November auf die Puppe gestülpt habe: mit gesteckten Seitennähten und ohne Ärmel und Beleg. Rohbau sozusagen.

Diesen Rock hatte ich schon länger fertig, aber dann wollte ich noch ein schönes Oberteil dazu nähen. Vielleicht mal aus Strickstoff, den habe ich noch nie verarbeitet. Macht ja bestimmt auch ein schönes Weihnachtsoutfit und praktischer ist es wahrscheinlich auch habe ich mir gedacht. Diesen dunkelroten Strickstoff, für den wohl viele kleine Polyster sterben mussten, habe ich dann im Stoffmarkt Hastedt gekauft.

Ich und schick.

Ich und schick. Na ja.

Ich wollte mir ein kurzärmeliges Top (Pin-Up Sweater von Gertie Hirsch) und dazu ein kleines Jäckchen Art Bolero nähen. Wie viel Stoff ich brauchen würde, war mir im Laden mal wieder nicht präsent und so habe ich einfach alles mitgenommen, was noch da war: 2,6m. Im Endzustand habe ich daraus dieses Top (Sweetheart-Top mit 3/4 Ärmeln und Ausschnittvariation von Gertie Hirsch aus Gertie Sews Vintage Casual), das geplante Pin-Up-Shirt und ein Jäckchen aus der Fashion Style 6/2016 genäht. Vielleicht kann ich aus den Resten sogar noch ein Top für das Kind zusammenstückeln. Der Stoff trägt sich super angenehm und kuschelig (das Schwitz-Problem bei Poly ist hier nicht so ausgeprägt, erstaunlicherweise) und war auch sehr angenehm zu vernähen. Weniger Kampf mit der Materie als bei vielen Jersey-Stoffen, die ich in der letzten Zeit verarbeitet habe. Ich mag die Farbe total gerne.

Beachten sie die Schuhe.

Beachten sie die passenden Schuhe.

So richtig festlich wirkt das ganze jetzt auf den Fotos nicht. Aber auf der Weihnachtsfeier hatte ich eben noch ein Jäckchen drüber und schickere Schuhe an. Ewas schickere. So richtig schicke Schuhe habe ich wahrscheinlich gar nicht. Fazit: das Oberteil könnte für diesen Rock noch deutlich kürzer sein, für die Kombi mit Hose mag ich diese Länge aber lieber. Das andere Top hat einen kleineren Ausschnitt und kurze Ärmel und ist ebenfalls ein Gewinner. Ich musste wie auch bei dem anderen Gertie Hirsch Schnitt nichts ändern und trage beide Oberteile sehr viel.

Das kleine Jäckchen trage ich nicht so viel, da bin ich mit dem Schnitt in Kombination mit dem sehr weich fallenden Stoff nicht 100% zufrieden. Eventuell ändere ich da die vordere Kante oben noch etwas und mache sie runder. Der Schnitt hätte nach einen Stoff mit etwas mehr Stand verlangt.

Der Rock ist aus der letzten Ottobre 5/2016 der Rock „Math Teacher“. Ich mochte das ganze Ensemble, hier zu sehen, wie es in der Zeitschrift abgebildet war. Daher auch ein ähnlicher Pullover, jedoch ohne Puff-Ärmel, die ich nicht mag.

Ich wollte für den Rock den Rest von meinem Wollmischstoff vom Mantel verarbeiten. Das hat auch gereicht, nun sind nur noch ein paar Reste für Stulpen und/oder die Vorderseite einer Weste übrig. Der Stoff hat eine wunderschöne Webkante. Die muss ich auf jeden Fall noch weiterverarbeiten.

Der Schnitt in der Ottobre war auf jeden Fall dieses Mal nicht so problemlos wie erwartet. Ich habe nach meinen Maßen eine Größe 48 ausgeschnitten und diese stellte sich als viel zu weit heraus. Also musste ich alle Falten wieder auftrennen, die Weite in tiefere Falten verteilen und noch mal neu stecken und nähen. Das nächste Mal messe ich den Taillenbund bevor ich irgendwas nähe…

Sonst klappte aber alles gut und auch die Länge gefällt mir. Der Rock ist ein paar Zentimeter kürzer als beim Schnitt angegeben. Allerdings habe ich einen einfachen Futterrock eingenäht und nicht einen mit den gleichen Falten wie der Außenrock. Das machte das einnähen deutlich einfacher und reduzierte die Stofflagen am Bund. Auch ist es viel Stoff und der Rock an sich ist ziemlich schwer. Was aber bei einem Winter-Modell auch gut ist.

Ich fühle mich wohl darin, sehr angezogen ohne das Gefühl zu haben, overdressed zu sein wenn ich ihn im Alltag trage. Die eine mittlere Falte vorne links ist mir nicht so gut gelungen, da werde ich mein Glück noch mal mit intensivem Bügeln versuchen. Und zur Weihnachtsfeier und zu Heiligabend habe ich das ganze auch tatsächlich getragen. Und die wunderschöne goldene Brosche, die ich von meiner Schwester geschenkt bekommen habe passt perfekt dazu. Fazit: gerne wieder mit Strickstoffen nähen, casual ist eher mein Ding als schick und noch mehr auf abmessen und anpassen beim Nähen achten.

Das klingt ja schon ein bischen nach Vorsätzen für das neue Jahr. Nun ja. Eigentlich wollte ich keine, aber dann haben sich doch ein paar Pläne eingeschlichen:

  • eine Stoff-Statistik muß her: Eingänge und vernähte Meter. Der Zuwachs an Stoffen wird einfach zu viel. Ich habe nachgerechnet: alleine im Dezember habe ich mindestens 20,8m Stoff gekauft. Ich habe zwar auch 1 Pullover für den Gatten, 2 fürs Kind und 3 für mich genäht, aber der Schwerpunkt liegt doch auf Zuwachs. Exponentiellem Zuwachs. Das muß sich ändern. Der Artikel von Nahtzugabe hat mich da zum Nachdenken gebracht. Danke dafür.
  • Daher sollen jetzt erst mal die Vorräte vernäht werden. Nur noch ein Stoff pro Einkauf. Maximal einen neuen Stoff pro Monat habe ich mir vorgenommen. Mal sehen, ob ich das schaffe.
  • Ich will noch mehr Vintage-Kleider und Tops nähen.
  • Dieses Jahr will ich einen Basisschnitt für Hosen für mich hinkriegen.
  • Alte Projekte fertig stellen oder entsorgen/umarbeiten. Stapelbildung unterbinden.
  • Keine neue Wolle mehr, sondern Vorräte wegstricken.
  • Ich will eine Liste mit Stoffläden in Bremen erstellen. Ich liebe diese Listen. Wenn ich irgenwo hin fahre sehe ich mir vorher immer schon mal die Gegebenheiten für Stoff und Wolle an. Und mitlerweile lohnt es sich hier in Bremen auch wieder.
  • Nur noch Motto-Shirts kaufen, denn diese Jahr wird es auf jedes Statement ankommen. In diesem Sinne: Denken gefärdet Vorurteile. Hoffe ich doch sehr.

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Hier nun die ersten Bilder von meinen Sommerprojekten. Farbe ist da auf jeden Fall schon mal gut, wenn es Sommer wird. Ich mag die Waxprint-Stoffe schon lange, aber habe sie eher für Quilts genutzt. Da sind dann viele Motive einfach zu groß, da das Schöne und Besondere an  den Stoffen dann ziel zu klein geschnipselt wird. Aber da ich immer mehr Lust an bunten Stoffen auch für Kleidung habe, sind nun auch endlich ein paar lange gehegte Pläne umgesetz worden.

Rock aus Waxprint.

Rock aus Waxprint.

Den Stoff habe ich hier in Bremen nicht mal eine Kilometer von meiner Haustür entfernt bei BriSon gekauft. Es war nur noch ein Reststück und ich habe das ganze schon als weiten Rock gesehen, als ich nur eine Ecke von dem Stoff im Schaufenster gesehen habe. Ausserdem war es ein Sonderangebot. Und ich liebe die Farben. Der Stoff hat den Aufdruck „Veritable Duch Wax Hollandais A 2066“ und ist fast durchgefärbt (das Muster ist nur etwas blasser auf der Rückseite). Die Stoffqualität ist eine feste, dicht gewebte Baumwolle. Er ist deutlich dünner als z.B. ShweShwe-Blaudrucke und hat ziemlich viel Stand.

Daher habe ich Falten als eine gute Idee angesehen, um Weite in den Rock zu kriegen. Ich habe mich für diesen Schnitt aus der Fashion Style 03/2016 entschieden. Was man wegen dem wilden Muster auf dem Rock aus der Zeitschrift nicht sofort sieht: der Schnitt hat vorne auf der einen Seite eine Kellerfalte und auf der anderen Seite  zwei zur Seite gelegte Falten. Hinten ebenso. Das macht bei dem  von mir verwendeten Stoff auf jeden Fall einen extra-dicken Hintern. Und funktioniert auch nicht gut mit den großen Kreisen. Daher habe ich hinten nun 2 Kellerfalten gemacht und vorne eine Kellerfalte und zwei seitliche Falten gelegt. Die Falten habe ich eher nach dem Muster gelegt als direkt nach Schnitt. Wahrscheinlich wären durchgehend Kellerfalten für die Symetrie etwas besser gewesen. So sieht es mit den unterschiedlichen Falten finde ich nicht so sehr nach absichtlichem Design, als mehr nach einem Nähversehen aus.

Midi Rock Vorlage

Midi Rock Vorlage

Der Schnitt war aber super um das allermeiste aus dem Stoff zu machen. Ich habe nur winzige Reste übrig behalten die nicht mal für einen Patchwork-Topflappen reichen. Der Stoff hat gut Stand, knittert aber im Gebrauch kaum. Auch nach dem Fahrrad fahren und zugehöhrigem „hochklammern“ des Rockes zum Kettenschutz konnte ich keine fiesen Knitter finden. Der Rock ist superbequem und fühlt sich sehr gut an. Ist bei mir aber nicht wirklich Midi-Länge geworden (obwohl ich genau die vorgeschriebenen 1,68m groß bin). Ich mag die längere Länge aber so eh lieber. Denn hochhackige Klackerschuhe wie auf der Vorlage habe ich sowieso keine.

Der Saum ist eingehalten, dann umgebügelt und im folgenden ohne eine aufwendige Versäuberung umgenäht. Ich habe den Stoff vorher mit der Zickzachschere geschnitten und beim Nähen innen noch eine Zickzackborte mitgefasst. Ein kleines Detail, das mir sehr gefällt.

Rocksaum innen.

Rocksaum innen.

Als der Rock jedoch fertig war, musste ich feststellen, dass ich so gar kein Oberteil hatte, das farblich und stilistisch zum Rock passt. Da musste ich mir dann noch was entsperechendes nähen. Das Oberteil ist aus sehr dünnem Jersey. Da passte zumindestens die Farbe, aber das Nähen war eine Tortur mit einer normalen Nähmaschiene. Auftrennen war da fast nicht möglich. Der Schnitt ist das Knitt-Sweatheart-Shirt von Gertie Hirsch aus dem Buch „Gertie Sews Vintage Casual“. Im Buch wird extra drauf verwiesen, nicht zu dünne Jerseys zu nehmen… Aber frau muss sich ja nicht an alle Vorgaben halten.

Nachdem mir meine erste gestreifte Version aus dickerm Jersey so gut gefallen hat (Fotos davon später), habe ich einfach mal ein Erfolgsmodell noch einmal genäht. Abgesehen vom Stoff war es supereasy und das beste: ich musste NICHTS ändern.

Oder so.

Oder so.

Es ist eine schöne Sommerkombi. Ich werde auf jeden Fall wieder Waxprint vernähen. Ich habe auch schon ein Kleid genäht, aber davon gibt es noch keine schönen Bilder. Daher später.

Weitere Farben-Projekte wurden ebenfalls abgeschlossen. Der Regenbogenschal ist fertig. Pünklich zum Christoper Street Day. Passend und immer noch und immer wieder ein wichtiger Tag.

Regenbogenschal.

Regenbogenschal.

Die Empfängerin war sehr zufrieden und trägt ihn nur wegen der Temperaturen noch nicht dauerhaft. Die Wolle habe ich vom Woll SB Markt in Bremen.

Happy.

Happy.

Es geht aber auch monochrom. In der Lieblingsfarbe der Tochter:

Kleid in blau.

Kleid in blau.

Das ist wieder ein Schnitt aus der Ottobre Kids. Mit drei verschieden dicken Jersey-Stoffen dann etwas schwieriger im Übergang der einzelnen Farbblöcke zu nähen, aber durch ordentliches Dampfbügeln sind keine dauerhaften „Wellen“ geblieben. Es wird gerne und viel getragen und war doch recht schnell fertig. Der obere Stoff ist von tatams, der mittlere vom Holländischen Stoffmarkt und der unterste von Karstadt. Uii, mit den ganzen links sieht es ja wie Sponsoring aus… Macht aber keiner, ich kaufe alle meine Stoffe und Wolle selber und bin damit völlig frei in meinen Kommentaren.

Have a nice summer.

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Ich habe eine Anfrage von Meermädchens Mama bekommen, ein paar Fragen zu beantworten und über mich zu schreiben. Dafür hat sie mich für den Liebster Award vorgeschlagen. Ich fühle mich sehr gescheichelt und habe mir viel Mühe gegeben. Daher hat alles lange gedauert (außerdem noch akute Mattigkeit dank Erkältung und Dienstreise dazwischen…). Ganz davon abgesehen kenne ich mich mit nettikette nicht so aus und hoffe mal, ich mache alles richtig. Ich traue mich aber noch nicht, andere anzufragen. Daher am Ende nur ein paar links zu meinen momentanen Lieblings-Blogs.
Vielen Dank noch mal für dein Interesse! Hier also die Fragen (und Antworten):
1. Nenne drei Worte, die dich beschreiben.
Schüchtern, begeisterungsfähig, bedächtig
2. Über welches Thema bloggst du und wie bist du dazu gekommen?
Hauptsächlich über meine Handarbeitsprojekte, aber auch über mein Leben drumherum. Ich war zu der Zeit ziemlich unzufrieden mit den „Ergebnissen“ meines Lebens. Ich habe mich oft gefragt, wo die Zeit geblieben ist und was ich überhaupt gemacht habe. Mit kleinem Kind, Arbeit und Haushalt hatt ich das Gefühl nichts wirklich zu schaffen, sondern immer nur zu machen. Besser kann ich es nicht beschreiben. Ich wollte einen Ort, wo ich meine fassbaren Ergebnisse dokumentieren kann. Ein Projekttagebuch. Um zurück zu blicken mit dem Wissen: das habe ich gemacht. Und um mich zu motivieren, Projekte auch zum Ende zu bringen und nicht 5% vor Abschluß liegen zu lassen. Ein bischen eine Möglichkeit der Bestandsaufnahm und auch zur Motivation. Wenn ich erst mal angkündigt habe, was zu machen, muß ich es auch machen…
3. Wissen die Menschen in deiner näheren Umgebung von deinem Blog und was halten sie davon?
Ja, viele wissen davon. Ich kriege manchmal Rückmeldungen zu schönen Bildern oder Projekten. Manchmal auch Hinweise zu Rechtschreibfehlern. Viele sagen aber auch gar nichts dazu. Ich habe meine Lieben aber oft beim Schreiben im Kopf und weiß, dass sie es lesen. Das ist nett und eine gute Möglichkeit trotz Schüchternheit in Kontakt zu treten und zu bleiben.
4. Was war für Dich ein besonderer Glücksmoment im Leben?
5. Hast du vor etwas Angst und was tust du dagegen?
Die Vorstellung, das meine Tochter von einem Auto überfahren wird macht mir Angst. Ich habe ihr als Kleinkind wohl eine Heidenangst vor Autos eingeimpft: sie ist immer sofort auf den Gehsteig gesprintet, wenn ich „Auto“ gerufen habe. Jetzt hoffe ich darauf, dass sie aufpasst. Loslassen und vertrauen, daß sie gelernt hat, sich im Straßenverkehr zu bewegen.  Meine Angst vor wachsender Intoleranz lässt sich nicht so leicht bekämpfen. Nur immer wieder den Mund aufmachen und was sagen hilft etwas gegen die Hilflosigkeit: ich will mich nicht von einer heteronormativen Welt vereinnahmen lassen. Ich spreche selber meine Meinung und keiner spricht für mich. Ich bin Feministin und es ist mir egal, ob das hip ist oder nicht. Ich glaube daran: Bildung gefärdet Vorurteile. Und wer andere, die anders sind als man/frau selbst als weniger Wert ansieht muß sich fragen, warum das eigene Selbstwertgefühl so fragil ist. Unterschiede sind nicht das Problem, die Wertung ist es.
6. Was darf in deinem Leben auf gar keinen Fall fehlen?
Spontan: Schokolade!
7. Wie startest du am liebsten in den Tag?
Ausschlafen, Frühstücken mit 2-3 Tassen Kaffee und Brötchen und Zeitung.
8. Liest du gerne Bücher? Welches ist dein Lieblingsbuch?
Ja, Lieblingsbuch ist aber schwierig. Ganz toll fand ich in der letzten Zeit “ A Case of Exploding Mangoes“ von Mohammed Hanif. All time favorite sind vermutlich die Lymond Cronicles von Dorothy Dunnett (6 Bände, nur 3 davon auf Deutsch übersetzt). Würde ich bei Feuer aus dem Haus retten. Aber ganz toll finde ich auch „Rita das Raubschaf und der Fluch der Karibikhunde“ (Martin Klein), viel von Terry Pratchett (Habe gerade heute „Toller Dampf voraus“ zuende gelesen und dann von seinem Tod erfahren. He will be missed! Und Sam Vimes, Tiffany Weh und Detritus sind die besten Helden der Welt!) , „Die mohnrote See“ von Amitav Ghosh,  Gedichte von Byron oder Andrew Marvell, Quiltbücher, opulente Bollywood-Bildbände, alles von Allison Bechdell, „Tipping the Velvet“ von Sarah Waters, „Game of Thrones“ und und und… Ich lese gerne.
9. Über welchen Witz kannst du lachen?
Slapstick. Mein absoluter Favorit: Buster Keaton. Übrigens für alle BremerInnen: am Samstag, den 28.03.2015 „Sherlock Jr.“ von und mit Buster Keaton in Bremen im City 46 mit live Klavier Begleitung um 20:30. Nur so als Tip…
10. Welche Eigenschaft an dir magst du am meisten?
Mein Wunsch, immer wieder zwischen Menschen mit unterschiedlichen Ansichten zu vermitteln, die Fähigkeit verschiedenen Perspektiven zu sehen.
11. Was ist dein ultimativer Gute-Laune-Tipp? Also was tust du, um dich sofort besser zu fühlen?
Musik. Lieblinsmusik auflegen, heimlich mitsingen und tanzen und dabei Stoffe für ein neues Projekt zusammen suchen. Oder bei den Liebsten ankuscheln. Hilft immer.
Und nun noch eine Antwort auf die (ungestellte) Frage: werden die Projekte auch mal fertig? Ja, siehe hier den Wandquilt: abgeschlossen, aufgehängt und wirklich fertig. FERTIG!!!!!
Wandquilt Trip around the World.

Wandquilt Trip around the World.

Und ein Pullover aus den Stoffen, die ich bei meiner ersten Dienstreise nach Berlin bei Frau Tulpe gekauft habe:

Wolkenpullover.

Wolkenpullover.

Das ist der Schnitt Nr 28 aus der Ottobre Nr 4/2012. Supereasy und sitzt gut und durch die Stoffkombi kann man gut Reste aufbrauchen. I will do this again.

Und hier noch ein paar links:

http://stoffsalat.blogspot.de/  Nicht nur ein Super-Stoff-Laden, sondernd immer gut und treffend zu lesen für Stoff-Freunde!

https://kleinekleinigkeiten.wordpress.com/  Blanca hat eine sehr nette Art zu schreiben, inspiriert immer und macht mich neugierig auf Neues.

http://www.yarnharlot.ca/ Auch als beginnende Strickerin immer wieder 100% auf den Punkt. Very funny.

http://soulemama.typepad.com/soulemama/ Läßt mich immer wünschen mein Garten wäre riesig und kein Handtuch. Aber läßt mich immer zufriedener zurück.

http://www.das-mach-ich-nachts.com/ SUPER Anleitungen. Und sehr schöne Projekte. Auch wenn es dann bei mir immere viel kruscheliger aussieht.

http://www.gruen-ist-lila.de/ Nicht immer meine Meinung, aber oft spannend.

http://makezine.com/craft/ Hier gibts die wirklich abgefahren Sachen. Die WELTBESTE Quelle für Halloween-Ideen. Unter anderem.

 

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Nun haben wir also ein neues Jahr und der richtig große Bruch/Übergang usw ist mir scheinbar entgangen. Da hier die Weihnachtsbäume erst am 24.01. abgeholt werden und unserer so lange noch drinnen bleiben darf, ist es jetzt nicht so sehr anders als im Dezember. Es kommt nochmal dazu, dass ich erst jetzt meine neu genähten Weihnachtsdecken auflegen kann.

Rentierdeckchen.

Rentierdeckchen.

Das ist ein kleines Deckchen mit den Resten vom selbstgemachten Schrägband vom Weihnachtsläufer. Ich mag den Stoff total gerne. Habe ich letztes Jahr in großen Mengen für eine Tischdecke gekauft. Dann ist es aber eben nur die Rückseite bzw andere Seite für diesen Läufer geworden und eben ein kleines Deckchen. Ich habe dann aber noch genug Stoff für eine richtige Decke für die nächste Saison. Ich bin ganz glücklich mit dem schmalen grünen Streifen zwischen den beiden Mustern. Manchmal ist es doch gut, wenn man einen großen Stoffvorrat hat…

"Rückseite" vom Weihnachtsläufer.

„Rückseite“ vom Weihnachtsläufer.

Ausserdem habe ich noch den Rest der zu langen Upcycling-Tasche zu einem Nähkörchen verarbeitet. Ging ziemlich fix und wird super genutzt. Damit sitze ich seltener auf der Schere oder dem Nadelkissen, wenn ich unten auf dem Sofa vor dem Fernseher Fäden vernähe oder quilte. Und es passt sogar ein 30cm Lineal rein (brauche ich für das Vorzeichen der Quiltlinien). Alle Nähutensilien sind zusammen und dabei auch gut sichtbar. Spart eine Menge rumgesuche.

Nähkörbchen.

Nähkörbchen.

Ausserdem gibt es noch ein Strickkörbchen bzw eigentlich ein Kosmetiktäschchen. Falls ich dann Stricken will, finde ich das Projekt auch mit allen Nadeln wieder (ein Spiel mit nur 4 Nadeln wirft einen echt zurück). Ich hatte den Stoff bei einem Kosemtiktäschchen bei Stoffknopf gesehen und mußte es einfach nachnähen. Ich mag die Tula Pink Stoffe und an einem Camping-Stoff konnte ich so gar nicht vorbeigehen. Die anderen Stoffe sind alle aus dem Fundus. Der Schnitt ist von Das mach ich nachts. Super genaue Anleitung und ich bin mit der Ergebnis sehr zufrieden. Ich werde auf jeden Fall noch mehr von den Täschchen nähen. Ich habe nähmlich eine Quelle für günstige Reißverschlüsse aufgetan.

Strickkörbchen.

Strickkörbchen.

Aber erst mal die unmittelbaren Aussichten/Plänen: aus diesem Rest (die Streifen sind so, daß ist kein Belichtungsfehler) soll ein T-Shirt entstehen. Wahrscheinlich nach dem Ottobre Schnitt, den ich schon zwei mal genutzt habe.

Aussichten 1.

Aussichten 1.

Dies sind die Socken, die Frauke für mich gestrickt hat, weil ich bei meinem ersten Paar nach fast 2 Jahren immer noch bei Socke 1 1/2 bin. Passen perfekt und sind super warm. Meine Füße sind übrigens gleich groß, auch wenn das nicht so aussieht. Vielen Dank!

Aussichten 2.

Aussichten 2.

Und hier die Aussicht aus meinem Nähatelier. Erinnert mich daran, daß ich am Wochenende unbedingt auch mal raus muß…

Aussichten 3.

Aussichten 3.

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Winterdinge

Hier als der nächste Teil der fertig gestellten Dinge. Wir haben nähmlich noch einen neunen Nachbarn bekommen. Herzlich willkommen Levi. Am 22.12. ist er angekommen und hat sich auch schon in seiner Familie gut eingewöhnt. Also habe ich gleich ein weiteres Handtuch fertig gemacht.

Handtuch für Levi

Handtuch für Levi

Ausserdem habe ich Paar Filzpuschen fertig. Ich hoffe nur, das sie auch passen. Etwas kleiner kriegt man sie durch weitere Waschgänge. Ich fürchte auch, das der eine eine winzige Idee länger als der andere geworden ist. Aber das trägt sich dann ja zurecht… Kuschelig sind sie auf jeden Fall.

Fraukes Puschen.

Fraukes Puschen.

Und jetzt: Tusch und einmal die Welle: die Meerschweinchen-Applikation ist fertig! Ich bin ganz zufrieden mit dem Endergebnis. Das Schweinchen hat zwar jetzt keine Baarthaare, aber das wäre einfach zu viel Stickerei im Gesicht geworden. Ich finde es so mit dem Zickzack-Stich und dem gestickten Auge ganz schön. Ein nette und freundliches Schweinchen.

Meerschweinchen-App.

Meerschweinchen-App.

Das Kind war auch ganz angetan und hat den Pullover gleich am nächsten Tag zu Schule angezogen. Am Abende war dann meine erste Frage: Was hat ihr den heute gemacht (ungläubiger Unterton…). Antwort: Getuscht! Tja, das Massaker habe ich dann verpasst zu fotografieren.  Die meisten Flecke sind auch beim Waschen rausgegangen. Eine beträchtliche Anzahl ist noch da… Muß ich jetzt mit leben, das Schwein hat die Wäsche aber überlebt. Dabei weiss ich doch, das Weiss eben keine Farbe für mein Kind ist. Für mich ja auch nicht…

Das nächste Projekt ist ein grüner Pullover für mich und eine Mütze für das Kind in Rot-Pink. I will keep you posted…

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Nun geht es nach all dem zuhause-vor-sich hin-wurschteln morgen wieder zur Arbeit. Ich werde mal sehen, wie schnell ich mich wieder an die veränderte Geschwindigkeit gewöhnt haben werde. Das war ja mal wieder eine typische Satzkonstuktion… Ist die überhaupt korrekt ?Nun ja.  Es ist doch deutlich entspannter, wenn nur zwei Zeitpläne in Einklang gebracht werden müssen (meiner und der vom Kind). Aber so habe ich die letzten Tage noch einmal genutzt, um hier noch ein paar Sachen abzuschließen und fertig zu kriegen. Also Zeit für eine Bilanz: der Arm ist noch nicht wieder 100% und es ist auch nicht sicher, ob ich da wieder hin komme. Allerdings kann ich wieder bügeln, Staub saugen und leichtere Einkäufe mit rechts tragen. Die Kaputze mit rechts erreichen geht noch nicht und Fahrrad fahren darf ich die nächsten Monate auch noch nicht. Aber Schwimmen in einer Woche wieder und nähen geht auch. Das sieht man hieran:

Große Tasche.

Große Tasche.

Die Tasche ist endlich fertig geworden. Den Hawaii-Stoff habe ich schon lange und freue mich total, das ich eine schönes Projekt dafür gefunden habe. Es ist sogar eine Wendetasche.

Wendetasche von Innen

Wendetasche von Innen

Ganz so irre Augen wie auf dem Foto hat die Dame in Natura nicht.  Ich habe jetzt auch schon alles für eine weitere Tasche mit rosa Eichhörnchen hier liegen… Dezent verliert man eh nur oder vergisst sie in einer dunklen Ecke…

Dieser Pullover für Maya ist auch fertig geworden. Geht auch ganz ohne Overlock-Maschine habe ich festgestellt. Der Ausschnitt ist etwas schief vorne geworden, aber bisher hatte ich noch keine Lust, das ganze wieder aufzutrennen: an der Stell liegen 6 Schichten Stoff übereinander. Aber auf jeden Fall bin ich sehr zufrieden mit dem Ottobre-Schnitt. Die Anleitung hätte könnte ausführlicher sein können, aber die Passform ist super und vermutlich passt der Stil auch besser zu mir bzw der Familie als burda style. Dies ist das letzte Bild des schiefen Zahns: 2 Stunden später ist er rausgeputzt worden.

Rotkäppchen mit Wackelzahn

Rotkäppchen mit Wackelzahn

Und dann gibt es ja noch dieses Projekt:

We can do it

We can do it

Das T-Shirt das Gegenteil von der Karo-Bluse und superbequem. Um mal einer von mir gerne frequentierten (leider nicht mehr aktiven) Seite nachzueifern:

Schnitt: Ottobre Woman 2/2007 Schnitt 4

Kosten: € 3,60 für den Stoff, dann nur noch Nähgarn und eine neue Zwillingsnadel (€ 3,95), weil die bei Zickzack immer abbricht 😦

Dauer der Fertigstellung: reine Arbeitszeit vermutlich ca. 3 Stunden, weil ich die Anteilung für den Halsabschluss erst verstehen musste. Gehühner noch mal gut 8 Stunden.

Das erste mal getragen: zum Foto und dann den ganzen Tag

Werde ich es wieder tragen: ganz sicher, ich trage es gerade zum 2. Mal.

Der Stoff ist recht dünn und extrem stretchig. Daher hatte ich erst Bedenken, ob die Nähte nicht doch beim Nähen zu sehr dehnen würden (Welleneffekt). Das hat aber gut geklappt. Auch das Kräuseln war gar nicht so aufwendig. Die Gummibandabschlüsse in den Ärmeln waren dann auch super-easy zu nähen. Kein Tunneldurchzug, die Naht liegt genau auf dem dabei gedehnten Gummiband. Daher geht das ganze schnell und es gab tatsächlich weniger krumme Nähte als bei einem Tunneldurchzug. Ein richtig gutes Teil. Und eine Motivation nach dem Reinfall vom letzten Mal. Ich hoffe ich kann dem Motto entsprechen. Vielen Dank auch für die Kommentare! Ich war ein bischen verschreckt, da ich gar nicht damit gerechnet hätte, daß jemand dies hier liest, den ich nicht kenne. Falls also meine Kommentare zurück auf sich warten lassen: ich bin einfach nur schüchtern.

Dann habe ich noch ein Cover für meine neue Nähmaschine genäht und mein Arbeitszimmer etwas entrümpelt.

Nähmaschinencover.

Nähmaschinencover.

Das ist noch ein längerer Prozess, aber der Anfang ist gemacht:  4 Kartons sind verschwunden und nächste Woche gehe ich noch mal mit 6 Kartons zum Flohmarkt. Dann habe ich alle meine angefangenen Nähprojekte auf einem Haufen und die vielen Will-ich-als nächste-mache-Haufen reduziert. Mal sehen, wie lange der Anfang der Ordnung durchhält. Diese Haufen und Stapel scheinen ein Eigenleben zu haben. Die vermehren sich durch Zellteilung. Aber meine allernächstes Projekt liegt hier schon: ein Quilt in Bonbonfarben mit Orange und Braun als Akzenten.

Ausserdem habe ich noch folgende Bücher gelesen in der Rekonvaleszenz:

Alles ist erleuchtet (Jonathan Safran Foer): fand ich nicht schlecht, hat aber ein bischen gebraucht, bis ich drin war. Das lag aber vielleicht auch an den Schmerzmitteln zu der Zeit. Meine Note wäre eine 2-

Der kleine Bruder (Sven Regner): Flutschte so weg und brachte mich doch schnell wieder in die dunklen, kalten 80er im November zurück. Spooky. Kann man lesen, muss man aber nicht aufheben, da eine richtige Story einfach fehlte. Und für eine Sittenbild fand ich es dann doch zu wenig auf den Punkt. So mit 3 zu bewerten.

Road Dogs (Elmore Leonard): Lies sich ebenfalls in einem Rutsch runterlesen. Story war da und auch überraschende Twists. Ich habe die ganze Zeit George Clooney vor mir gesehen: es ist die Fortsetzung von Out of Sight. Nix weltbewegendes, aber durch die coole Ausführung würde ich wieder 2-  sagen. Ein paar Längen waren drin.

Der Glaspalast (Amitav Gosh): Das fast beste Buch aus dieser Reihe. Der Mann kann super erzählen und hält auch nach mehreren hundert Seiten die Spannung. So viele Charaktere von den keiner uneingeschränkt sympatisch war nicht nur unterzubringen, sondernd sie einem auch noch ans Herz zu legen fand ich klasse. Wirklich empfehlenswert. Ich würde sagen 1- und daß auch nur, weil ich Sea of Poppies noch etwas besser fand.

A Case of Exploding Mangoes (Mohammed Hanif): Definitiv super! Schnell, detailliert, ausufernd, komisch, herzzerbrechend und gar nicht einfach nachzuerzählen. Weil immer bei einer Nacherzählung der Handlung die kunstvolle Struktur und das ganze Dazwischen verschwinden würde. Beeindruckende Charaktere. Glatte 1.

Love come to me (Lisa Kleypas): Ja, es ist Eskapismus. Aber so schlecht? Grausige Charaktere mit keiner nachvollziehbaren Motivation. Selten fand ich Personen in einer Romance-Novel so unsympatisch und alles so gruselig reaktionär. Das geht doch wirklich besser. Einer für die Tonne. Und für die oberscheußlichen und platten Dialoge a la Du hattest recht, mich schlecht zu behandeln, du wolltest ja nur mein bestes ganz eindeutig: 6, setzten. Auch Romance kann man mit Stil machen. Das hier ist es nicht!

Quilts from the House of Tula Pink (Tula Pink): Ein richtig schönes Quiltbuch. Sehr inspirierend und das im besten Sinne. Ich habe gleich viele eigene Ideen gekriegt. Nicht unbedingt zum direkt nachnähen, eher neue Ideen zu meinen Stoffstapeln. Ich glaube, daß ist auch eine 1. Es ist einfach total stimmig.

Ausserdem habe ich noch Downton Abbey Staffel 1, Ek ta tiger, Chennai Express, English Vinglish, Teri meri kahani, Parades End und mehr Yakari als ich wollte gesehen. Wahrscheinlich wird es Zeit, daß ich wieder zur Arbeit komme, bevor ich mir die 6 Bücher Box von Game of Thrones bestelle…

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